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Lungenfibrose: Diese Behandlungen können den Verlauf bremsen
Bei einer Lungenfibrose wird gesundes Lungengewebe zunehmend in krankhaft vernarbtes umgebaut. Eine solche vernarbte Lunge kann sich schlechter ausdehnen – sie verliert nach und nach ihre Funktion. Betroffene entwickeln zunehmend Atemnot und chronischen Husten.
Die chronische Lungenerkrankung lässt sich bislang nicht heilen. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Fortschritt einer Lungenfibrose einzudämmen. In seltenen Fällen lässt sich der Vernarbungsprozess auch stoppen. Wichtig sind eine frühzeitige Diagnose und eine individuell an die Ursache angepasste Therapie.
Welche Behandlungen bei einer Lungenfibrose infrage kommen und wann eine Lungentransplantation erforderlich ist, erfahren Sie hier.
Lungenfibrose: Behandlung der Ursache
Ist die genaue Ursache der Lungenfibrose bekannt, sollte diese gezielt behandelt werden. Bekannte Risikofaktoren sind beispielsweise Rheuma oder Sarkoidose, aber auch Infektionskrankheiten wie COVID-19. Mitunter entwickelt sich eine Lungenfibrose auch durch schädliche Stoffe, etwa Asbest, Quarzstaub, Vogelkot, Schimmelpilze oder Heu- und Getreidestäube. Der Kontakt mit derartigen Stoffen sollte unbedingt vermieden werden.
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Antifibrotische Medikamente bei Lungenfibrose
Bei bestimmten Formen der Lungenfibrose kommen sogenannte antifibrotische Medikamente zum Einsatz. Häufig erhalten Betroffene Wirkstoffe wie Nintedanib oder Pirfenidon in Form von Tabletten. Diese Arzneimittel sollen den Vernarbungsprozess im Lungengewebe verlangsamen, führen jedoch mitunter auch zu Nebenwirkungen wie Durchfall oder Übelkeit.
Lungenfibrose: Entzündungshemmende Medikamente
Wenn es im Rahmen einer Lungenfibrose zu entzündlichen Prozessen kommt, erhalten Betroffene oft antientzündliche Medikamente. Dazu zählen vor allem kortisonhaltige Arzneimittel in Form von Sprays, Tabletten oder Infusionen. In manchen Fällen verschreiben Fachleute Immunsuppressiva. Diese Medikamente unterdrücken das Immunsystem und können ebenso entzündungshemmend wirken.
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Behandlung mit Antibiotika bei Lungenfibrose
Ist die Ursache der Lungenfibrose eine bakterielle Infektion, erhalten Betroffene zusätzlich Antibiotika. Zum Einsatz kommt in der Regel ein Breitbandantibiotikum, das gegen verschiedene Bakterien wirkt.
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Lungenfibrose: Sauerstofftherapie spielt wichtige Rolle
Da Betroffene einer Lungenfibrose eine gestörte Sauerstoffaufnahme haben, erhalten sie in der Regel eine Sauerstofflangzeittherapie. Diese dauerhafte Gabe von Sauerstoff soll den Blutsauerstoff erhöhen und so die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern. Der Sauerstoff wird meist über ein tragbares Gerät für mindestens 16 Stunden täglich verabreicht.
Lungenfibrose: Symptomatische Behandlung
Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Behandlung der Symptome und Begleiterkrankungen. Zum Einsatz kommen etwa Arzneimittel gegen Husten, Atemnot und Sodbrennen. Auch mögliche Nebenwirkungen der Therapie wie Durchfall oder Übelkeit werden behandelt. Ziel ist es, die Lebensqualität von Betroffenen zu verbessern.
Lungensport und Reha: Teil der Therapie einer Lungenfibrose
Besonders wichtige Bausteine der Behandlung sind Lungensport und Rehabilitationsprogramme. Dabei lernen Betroffene spezielle Atemtechniken und Übungen, mit denen sie gezielt die Atemmuskulatur stärken können. Zudem werden sie in speziellen Rehakliniken im Umgang mit der Krankheit geschult, um so den Alltag besser bewältigen zu können.
Was Betroffene mit Lungenfibrose selbst tun sollten
Darüber hinaus gibt es einige Maßnahmen, die Menschen mit Lungenfibrose für den Therapieerfolg beherzigen sollten. Wichtig sind unter anderem ein sofortiger Rauchstopp und der Abbau von Übergewicht. Zudem sollten Betroffene regelmäßig ihren Impfstatus überprüfen lassen. Fachleute empfehlen vor allem Impfungen gegen Grippe und Pneumokokken.
Lungenfibrose: Wann eine Transplantation unumgänglich ist
Eine fortgeschrittene Lungenfibrose mit stark eingeschränkter Lungenfunktion kann eine Transplantation erfordern. Eine solche Lungentransplantation kann jedoch nur in spezialisierten Kliniken und unter bestimmten Voraussetzungen durchgeführt werden. Zu berücksichtigende Faktoren sind unter anderem das Alter, der Gesundheitszustand und Begleiterkrankungen von Betroffenen.
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Bei einer Lungenfibrose wird gesundes Lungengewebe zunehmend in krankhaft vernarbtes umgebaut. Eine solche vernarbte Lunge kann sich schlechter ausdehnen – sie verliert nach und nach ihre Funktion. Betroffene entwickeln zunehmend Atemnot und chronischen Husten.
Die chronische Lungenerkrankung lässt sich bislang nicht heilen. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Fortschritt einer Lungenfibrose einzudämmen. In seltenen Fällen lässt sich der Vernarbungsprozess auch stoppen. Wichtig sind eine frühzeitige Diagnose und eine individuell an die Ursache angepasste Therapie.
Welche Behandlungen bei einer Lungenfibrose infrage kommen und wann eine Lungentransplantation erforderlich ist, erfahren Sie hier.
- Online-Informationen des Pschyrembel: Lungenfibrose: https://www.pschyrembel.de/Lungenfibrose/K0DC6 (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Helmholtz Zentrum München: Lungenfibrose: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/lungenfibrose/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen der Martha-Maria MVZ Süd gemeinnützige GmbH: Lungenfibrose: Symptome, Diagnostik, Therapie und Behandlung: https://mvz-lungenzentrum-muenchen.martha-maria.de/behandlungsangebot/lungenfibrose (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen des Verbands Pneumologischer Kliniken e.V.: Lungenfibrose: (VPK): https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/lungenfibrose/was-ist-eine-lungenfibrose/ (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Lungenfibrose: https://deximed.de/home/klinische-themen/lunge-atemwege/patienteninformationen/verschiedene-lungenkrankheiten/lungenfibrose (Abruf: 03/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Lungenfibrose, idiopathische, IPF: https://deximed.de/premium/home/klinische-themen/lunge-atemwege/krankheiten/interstitielle-erkrankungen/lungenfibrose-idiopathische (Abruf: 03/2026)
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