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Leberzirrhose: Ursachen der irreversiblen Leberschädigung
Bei einer Leberzirrhose wird gesundes Lebergewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von übermäßigem Alkoholkonsum bis hin zu verschiedenen Erkrankungen wie einer Fettleber.
Eine Leberzirrhose ist nicht heilbar. Wenn die Ursache frühzeitig erkannt und behandelt wird, lässt sich jedoch das Fortschreiten der Lebervernarbung möglicherweise eindämmen.
Erfahren Sie in der Galerie, welche Ursachen hinter einer Leberzirrhose stecken können.
Alkoholkonsum: Häufigste Ursache einer Leberzirrhose
In rund 50 bis 60 Prozent der Fälle ist die Ursache einer Leberzirrhose übermäßiger Alkoholkonsum. Da Alkohol in der Leber abgebaut wird, kann er das Organ direkt schädigen. Eine erste Folge ist meist eine Fettleber. Dabei lagern sich vermehrt Fettzellen in der Leber ein, was zu Entzündungen und letztlich Vernarbungen des Organs führen kann. Das Risiko für eine Leberzirrhose steigt mit der Menge und der Dauer des Alkoholkonsum.
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Leberzirrhose: Ursache kann nicht-alkoholbedingte Fettleber sein
Neben Alkohol können auch andere Ursachen zu einer Fettleber und letztlich einer Leberzirrhose führen. Dazu zählen vor allem Übergewicht (Adipositas), Typ-2-Diabetes und Bewegungsmangel. Bei derartigen Risikofaktoren kann es sinnvoll sein, die Leberwerte regelmäßig überprüfen zu lassen. So können mögliche Anzeichen von Leberproblemen frühzeitig erkannt werden.
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Leberzirrhose: Ursache kann chronische Hepatitis sein
Die viralen Infektionskrankheiten Hepatitis B, C oder D verursachen mitunter eine dauerhafte Leberentzündung. Diese bleibt oft über Jahre unbemerkt und unbehandelt. Eine anhaltende Entzündung der Leber kann zu einer Vernarbung und letztlich einer Zirrhose führen.
Erkrankungen der Gallenwege: Ursache einer Leberzirrhose
Eine weitere mögliche Ursache einer Leberzirrhose sind chronische Erkrankungen der Gallenwege. Ist der Abfluss der Gallenflüssigkeit durch Entzündungen oder Verengungen gestört, kann sie sich in der Leber stauen. Das belastet das Lebergewebe und fördert Entzündungen. Im weiteren Verlauf kann sich die Leber vernarben und eine Zirrhose entstehen.
Leberzirrhose kann durch Autoimmunerkrankungen entstehen
Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich das Immunsystem gegen körpereigenes, gesundes Gewebe und löst Entzündungen aus. Auch Leber und Galle können betroffen sein. Zu den möglichen Autoimmunerkrankungen zählen etwa eine Autoimmunhepatitis, primär biliäre Cholangitis oder primär sklerosierende Cholangitis. Diese Krankheiten können langfristig das Lebergewebe schädigen und so Ursache einer Leberzirrhose sein.
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Medikamente und Giftstoffe können Leberzirrhose verursachen
Bestimmte Medikamente können die Leber stark belasten und schädigen – insbesondere bei langfristiger Einnahme oder hoher Dosierung. In der Folge ist es möglich, dass sich die Leber chronisch entzündet, Gewebe vernarbt und eine Leberzirrhose entsteht. Als mögliche Ursachen kommen Medikamente wie Schmerzmittel, Antibiotika oder Chemotherapeutika infrage. Ebenso kann der Kontakt mit Giftstoffen, etwa Arsen, der Auslöser sein.
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Leberzirrhose: Stoffwechselerkrankungen als Ursache
Bei Stoffwechselerkrankungen können sich bestimmte Stoffe im Körper und damit auch in der Leber anreichern und diese schädigen. Im Krankheitsverlauf kann es zu Vernarbungen und letztlich zu einer Leberzirrhose kommen. Zu den Stoffwechselkrankheiten zählen etwa die Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit), Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit) oder Alpha-1-Antitrypsinmangel (erblicher Eiweißmangel).
Leberzirrhose: Ursache können Herzprobleme sein
Auch Herzprobleme können langfristig die Leber belasten. Im Rahmen einer Rechtsherzschwäche kann sich etwa das Blut in der Leber stauen und eine Stauungsleber verursachen. Das dadurch geschädigte Lebergewebe kann sich entzünden, vernarben und im weiteren Verlauf zu einer Leberzirrhose führen.
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Infektionen als Ursachen einer Leberzirrhose
Infektionen mit Bakterien oder Parasiten sind weitere Ursachen, die zu einer Leberzirrhose führen können. Dazu zählen beispielsweise Krankheiten wie Syphilis, Bilharziose, Amöbenruhr oder Cholera. Insbesondere wenn die Infektionen unbehandelt bleiben und chronische Entzündungen verursachen, drohen Schädigungen der Leber und eine irreversible Zirrhose.
Leberzirrhose: Wenn die Ursache unklar bleibt
Bei etwa 5 bis 10 Prozent der Betroffenen einer Leberzirrhose lässt sich trotz umfangreicher Untersuchungen keine Ursache feststellen. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer kryptogenen Zirrhose der Leber. In manchen Fällen zeigt sich jedoch zu einem späteren Zeitpunkt, dass eine nicht-alkoholische Fettleber die Ursache ist.
Bei einer Leberzirrhose wird gesundes Lebergewebe zunehmend durch Narbengewebe ersetzt. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von übermäßigem Alkoholkonsum bis hin zu verschiedenen Erkrankungen wie einer Fettleber.
Eine Leberzirrhose ist nicht heilbar. Wenn die Ursache frühzeitig erkannt und behandelt wird, lässt sich jedoch das Fortschreiten der Lebervernarbung möglicherweise eindämmen.
Erfahren Sie in der Galerie, welche Ursachen hinter einer Leberzirrhose stecken können.
- Online-Informationen von Deximed: Leberzirrhose und chronische Leberinsuffizienz: https://deximed.de/premium/home/klinische-themen/magen-darm-trakt/krankheiten/leber/leberzirrhose-chronische-leberinsuffizienz (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen des Pschyrembel: Leberzirrhose: https://www.pschyrembel.de/Leberzirrhose/K0CNR (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen von DocCheck: Leberzirrhose: https://flexikon.doccheck.com/de/Leberzirrhose (Abruf: 04/2026)
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