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Hypophysenadenom: Symptome des gutartigen Hirntumors
Ein Hypophysenadenom ist ein meist gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Die Hypophyse ist eine Hormondrüse, die Botenstoffe freisetzt und damit viele wichtige Körperfunktionen beeinflusst – etwa Wachstum, Stoffwechsel und Fortpflanzung.
Fachleute unterteilen Hypophysentumoren generell in hormoninaktive und hormonaktive Formen.
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Hormoninaktive Adenome bilden selbst keine Hormone, rufen mitunter aber durch ihr Wachstum Symptome hervor oder beeinträchtigen die normale Hormonproduktion der Hypophyse.
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Hormonaktive Hypophysenadenome produzieren vermehrt bestimmte Hormone und können dadurch hormonelle Beschwerden verursachen.
Je nach Art des Tumors und seiner Größe geht ein Hypophysenadenom mit sehr unterschiedlichen Beschwerden einher. Die Erkrankung entwickelt sich zudem schleichend.
Welche Symptome auf ein Hypophysenadenom hindeuten können, zeigt diese Bildergalerie.
Hinweis: Die genannten Beschwerden können auch andere, teils harmlose Ursachen haben. Eine sichere Diagnose ist nur durch ärztliche Abklärung möglich.
Hypophysenadenome: Kopfschmerzen und Druckgefühl
Ein Hypophysenadenom kann durch sein Wachstum Beschwerden verursachen, unabhängig davon, ob es hormonaktiv ist oder nicht. Häufig treten anhaltende Kopfschmerzen oder ein Druckgefühl im Kopf auf. Diese entstehen, wenn der Tumor umliegendes Gewebe im Schädelinneren verdrängt oder reizt.
Lesetipp: Glioblastom – Symptome des bösartigen Gehirntumors
Hypophysenadenome: Sehstörungen als Warnsignal
Liegt das Hypophysenadenom nahe der Sehnervkreuzung, sind Sehstörungen möglich. Typische Symptome umfassen verschwommenes Sehen, Gesichtsfeldausfälle oder Doppelbilder. Besonders charakteristisch sind zudem Einschränkungen des äußeren Gesichtsfeldes.
Hypophysenadenom stört Hormonproduktion
Ein Hypophysenadenom kann gesundes Gewebe der Hirnanhangsdrüse verdrängen und dadurch die normale Hormonproduktion stören. In der Folge kommt es zu einem Hormonmangel. Typische Beschwerden sind unter anderem ausgeprägte Müdigkeit, Leistungsabfall, Kälteempfindlichkeit, Gewichtszunahme, niedriger Blutdruck oder ein Verlust der Libido.
Lesetipp: Meningeom – mögliche Symptome eines Hirnhauttumors
Hypophysenadenom steigert Prolaktinspiegel
Hormonaktive Hypophysenadenome produzieren verschiedene Hormone und verursachen dadurch sehr unterschiedliche Beschwerden. Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, welches Hormon das Adenom bildet. Prolaktinproduzierende Hypophysentumoren sind die häufigste hormonaktive Form. Prolaktin ist ein Hormon, das eine wichtige Rolle im Hormonhaushalt spielt. Bei Frauen steuert es unter anderem die Milchbildung.
Symptome bei erhöhtem Prolaktin
Ist der Prolaktinspiegel erhöht, kann dies bei Frauen zu Zyklusstörungen, einem unerfüllten Kinderwunsch und einem verminderten Sexualtrieb führen. Bei manchen Betroffenen tritt zudem ein milchiger Ausfluss aus der Brust auf, unabhängig von Schwangerschaft oder Stillzeit. Auch bei Männern sind solche hormonellen Veränderungen möglich. Symptome sind meist Libidoverlust, Erektionsstörungen oder eine eingeschränkte Fruchtbarkeit.
Lesetipp: Galaktorrhoe – Was hinter krankhaftem Milchfluss steckt
Hypophysenadenom: Symptome bei Morbus Cushing
Produziert ein Hypophysenadenom vermehrt das Hormon ACTH, kann es zu einem Morbus Cushing kommen. ACTH sorgt dafür, dass der Körper mehr Cortisol bildet, ein Hormon, das viele Stoffwechselprozesse beeinflusst. Zu den Folgen eines dauerhaft erhöhten Cortisolspiegels zählen unter anderem Gewichtszunahme vor allem am Rumpf, Bluthochdruck und Muskelschwäche.
Auch Stimmungsschwankungen und Hautveränderungen (Dehnungsstreifen) sind möglich.
Lesetipp: Dünndarmkrebs – diese Symptome können auf einen Tumor hinweisen
Hypophysenadenom: Symptome bei Akromegalie
Bildet das Adenom zu viel Wachstumshormon, entwickelt sich bei Erwachsenen eine Akromegalie. Typisch sind vergrößerte Hände und Füße, Veränderungen der Gesichtszüge sowie Gelenkbeschwerden. Auch innere Organe können sich vergrößern, was langfristig ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann. Bei Kindern und Jugendlichen kann ein Hypophysenadenom mit vermehrter Wachstumshormonbildung zu einem ungewöhnlich starken Längenwachstum (Riesenwuchs) führen.
Lesetipp: Hirnkrebs – diese Arten von Hirntumoren sind häufig
Hypophysenapoplex: Aktuer, medizinischer Notfall
Ein Hypophysenapoplex bezeichnet eine akute Größenzunahme eines Hypophysenadenoms. Auslöser ist meist eine Einblutung in den Tumor oder das Absterben von Gewebe (Nekrose). Typisch sind plötzlich einsetzende, sehr starke Kopfschmerzen, ein akuter Sehverlust sowie Lähmungen der Augenmuskeln. Auch Bewusstseinsstörungen sind möglich. Ein Hypophysenapoplex ist ein medizinischer Notfall, der sofort ärztlich behandelt werden muss.
Lesetipp: Hirndruckzeichen – Symptome bei erhöhtem Hirndruck
Ein Hypophysenadenom ist ein meist gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Die Hypophyse ist eine Hormondrüse, die Botenstoffe freisetzt und damit viele wichtige Körperfunktionen beeinflusst – etwa Wachstum, Stoffwechsel und Fortpflanzung.
Fachleute unterteilen Hypophysentumoren generell in hormoninaktive und hormonaktive Formen.
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Hormoninaktive Adenome bilden selbst keine Hormone, rufen mitunter aber durch ihr Wachstum Symptome hervor oder beeinträchtigen die normale Hormonproduktion der Hypophyse.
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Hormonaktive Hypophysenadenome produzieren vermehrt bestimmte Hormone und können dadurch hormonelle Beschwerden verursachen.
Je nach Art des Tumors und seiner Größe geht ein Hypophysenadenom mit sehr unterschiedlichen Beschwerden einher. Die Erkrankung entwickelt sich zudem schleichend.
Welche Symptome auf ein Hypophysenadenom hindeuten können, zeigt diese Bildergalerie.
Hinweis: Die genannten Beschwerden können auch andere, teils harmlose Ursachen haben. Eine sichere Diagnose ist nur durch ärztliche Abklärung möglich.
- Online-Informationen von DocCheck: Hypophysenadenom: https://flexikon.doccheck.com/de/Hypophysenadenom (Abruf: 01/2026)
- Online-Informationen des Inselspitals Bern: Hypophysenadenom: https://neurochirurgie.insel.ch/erkrankungen-spezialgebiete/hirntumoren/hypophysenadenom (Abruf: 01/2026)
- Online-Informationen der Schön Klinik SE: Hypophysenadenom: https://www.schoen-klinik.de/hypophysenadenom (Abruf: 01/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Hypophysenerkrankungen: https://deximed.de/home/klinische-themen/endokrinologie-stoffwechsel/patienteninformationen/hypophyse/hypophysenerkrankungen (Abruf: 01/2026)
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