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Chlormadinon Anwendung

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  • Chlormadinon Anwendung

    Hallo liebe Frau Doktor!

    Ich würde gerne wissen, ob Sich Ihrer Meinung nach die Anwendung von Chlormadinon in den WJ ( plus Estradotpflaster) auch vaginal eignet, wie zum Beispiel bei Progestan oder Dupahston? Meine FÄ meinte, sie hat damit noch keine Erfahrung, daher würde sie es lieber haben, wenn ich die Tabletten schlucke. Ich kriege als Nebenwirkung Kopfschmerzen und MagenDarmbeschwerden, daher wäre vaginale Anwendung vielleicht angenehmer. Können Sie als WJ-Spezialistin dazu was sagen? Progestan vertrage ich leider auch vaginal nicht, es macht mich müde, depri und die Libido ist weg während der Einnahme. Bei Chlormadinon sind diese NW weg, aber die Kopfschmerzen sind lästig.


    Sonnige Grüße,


  • Re: Chlormadinon Anwendung

    Halllo und es gibt auch meines Wissens nach keine Untersuchungen zu einer vaginalen Anwendung von Chlormadinon. auch hier gilt: Probieren geht über Studieren!

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    • Re: Chlormadinon Anwendung

      Falls Sie die Gestagene nur lokal für die Gebärmutterschleimhaut brauchen, könnten Sie diese auch lokal in der Gebärmutter zur Anwendung bringen. Ihre Gynäkologin kann ihnen eine gestagenhaltige Spirale legen. Der Effekt jält fünf Jahre an. Welche Wechseljahrsbeschwerden hatten bzw. haben Sie denn? Gute Besserung wünscht Dr. Athananssiou

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      • Re: Chlormadinon Anwendung

        Vielen lieben Dank für Ihre Antwort! Ich hatte starke Stimmungsschwankungen, Muskel-und Knochenschmerzen, Libidoverlust, Nachts Hitzewallungen, Schlaflosigkeit und das Gefühl, ich bin nicht länger ich selbst und kann mein Leben nicht mehr genießen. HET hat mir schon enorm geholfen, vor allem das Östrogen, nur mit Progesteron habe ich meine Probleme. Meine FÄ meinte, die Spirale ist wahrscheinlich für mich nicht die beste Alternative, da ich auf Gestagene mit depressiven Verstimmungen reagiere und von Mirena -Anwenderinnen ist ganz oft zu hören, dass sie diese Nebenwirkungen haben. Ich brauch Prog. für die Gebärmutter, sonst wäre ich ganz happy nur mit Östrogen... Vielleicht probiere ich einfach Chlormadinon einen Zyklus lang vaginal und sehe was passiert? Ich habe von einem Fachmann gelesen, dass Progestan vaginal bis zu 100% aufgenommen wird, oral aber nur 20-30 %. Nicht, dass ich vaginal dann überdosiert bin, wenn es mit Chlormadinon auch so ist?
        Dann hätte ich noch eine Frage: eine Freundin, ( 48, wie ich) die in England lebt und Patientin bei einem renommierten Hormonspezialisten ist, nimmt Gestagen nur jede 3 Monate, um die Zwischenblutung auszulösen, weil sie genau so wie ich auf Prog mit depressiven Verstimmungen reagiert. Ihr Arzt meint, so besteht keine Gefahr für ihre Gebärmutter. Aber hier in Deutschland scheint diese Methode noch als sehr risikoreich.
        Ich als Laie verstehe nicht, wie es unter den Fachleuten so unterschiedliche Meinungen dazu geben kann...

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        • Re: Chlormadinon Anwendung

          Ich meinte Abbruchblutung und nicht Zwischenblutung...

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          • Re: Chlormadinon Anwendung

            Hallo und die Hormonersatztherapie ist noch sehr neu, nur ein paar Jahrzehnte alt. Im Gegensatz dazu ist die chinesische traditionelle Medizin über4000 Jahre alt, als Vergleich. Es wird also noch sehr lange dauern bis sich klare Empfehlungen zeigen werden. vielleicht geht die Medizin auch eine ganz andere Richtung und der Hormonersatz entfällt ganz, die TCM arbeitet ganz anderes und die Frauen dort haben erst kaum Wechseljahrsbeschwerden. Es liegen also generell viel zu wenig Erfahrungen vor, um eine valide Empfehlung zu geben. Daher kommen Sie, wie Sie selber schon gemerkt haben, um einen Versuch nicht herum. Die vaginale Applikation umgeht den Leberkreislauf, daher die höheren Wirkspiegel. Die nur dreimonatige Gestagengabe wird in Deutschland auch praktiziert. Wenn man seinen klaren Menschenverstand fragt, sollte man aber nie etwas nehmen, was der Körper klar ablehnt. Oder etwa nicht? LG Dr.Athananssiou P.s schreiben Sie ruhig über die Verträglichkeit ihres Präparates, wiees Ihnen damit geht

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            • Re: Chlormadinon Anwendung

              Hallo liebe Frau Dr. Athanassiou!

              Ich beschäftige mich sehr vile mit der Hormontherapie und den Wechseljahren. Ich versuche die Hormone nicht als Medikament zu sehen, sondern als etwas, was man dem Körper zurückgibt, was er selbst so lange produziert hat und es nicht länger schafft. Wenn jemand in gewissem Alter eine Schilddrüsenunterfunktion bekommt, oder Diabetes, oder hohen Blutdruck, wird man auch nicht sagen- ist halt so, der Körper will nicht länger, also akzeptieren Sie es, treten Sie kürzer, es ist natürlich, dass man ab 40 anfängt abzubauen. Aber da kriegt man sofort Hormone, Insulin, Betablocker usw. Das Leben mit einem permanenten Östrogenmangel ist auch nicht ohne- das allgemeine Befinden leidet, Osteoporoserisiko steigt, Anfälligkeit für Herzkrankheiten wird größer, Libido geht flöten, Beckenbodenbeschwerden steigen, depressive Verstimmungen nehmen zu usw. und so fort. Ich erinnere mich noch gut an meine Oma, die mit Fünzig depressiv wurde, an Panikattacken litt, hohen Blutdruck kriegte, einen "Witwenbuckel" entwickelte und mehrer Knochenbrüche erlitt, Herzrhytmusstörungen, ständige Probleme mit der Blase und Inkontinenz hatte, keine Lebensfreude mehr kannte, kein Intimleben mehr hatte und am Ende starb sie mit 85 am Krebs, obwohl sie nie im Leben Hormone nahm. Ich will nicht so werden ( meine Mutter starb mit 38, also weiß ich nicht, wie es ihr gehen würde), ich will meine Lebensqualität behalten, wenn ich auch so lange leben sollte, deswegen habe ich mich für HET entschieden, nachdem ich alles mögliche an natürlichen Mitteln und Therapien erfolglos ausprobiert habe.

              Sie haben auch recht mit dem klaren Menschenverstand- ich wollte so gerne Utrogest anwenden, weil bioidentisch, aber ich kriegte schlimme Deprizuständen und die Libido verschwand völlig dazu, was für mich einfach ein Zeichen war, mein Körper will das P nicht. Schon vor den WJ hatte ich in der Progesteronphase der Zyklen immer starkes PMS mit Heulen, negativen Gedanken, Lustlosigkeit und starken Nervosität. Also scheint P nicht gerade mein Freund zu sein. Als ich aber mit Östrogenpflaster anfing, blüchte ich regelrecht auf, obwohl ich total Schiss vor dem "bösen" Östrogen hatte und schlimmste Nebenwirkungen erwartet habe. Wenn ich nicht Angst vor Gebärmutterkrebs hatte, würde ich auf meine eigene Verantwortung Gestagene nur jede 3 Monate nehmen, aber meine FÄ ist da ängstlich..
              Ich probiere im nächsten Zyklus Chlormadinon vaginal und berichte Ihnen, wie es sein wird!
              Schöne Sommertage noch!
              Darja

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