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Bakterielle Scheideninfektion

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  • Bakterielle Scheideninfektion

    Sehr geehrte Frau Mittmann,

    erstmal vielen Dank dass Sie immer so vielen schwangeren Frauen helfen.
    Ich hoffe ich bin nicht die einzige Schwanger die sich so viele Sorgen macht und entschuldige mich schon mal im Voraus.

    Ich bin jetzt in der 15ten Schwangerschafttswoche (14+2).
    Ende August war ich bei meine Hebamme die einen Abstrich wegen meines ständigen Ausflusses vorgenommen hat.
    Letzte Woche Freitag hatte ich dann starken Harndrang und laut comburtest Leukozyten im Urin. War dann im ärztlichen Bereitschaftsdienst im Krankenhaus und hat Fosfomycin verschrieben bekommen. Am nächsten Tag habe ich mich dann ziemlich schlapp gefühlt (Auswirkungen Antibiotikum?). Am Montag hatte ich dann laut Comburtest Hämoglobin im Urin und bin zu meinem Gyänakologen. Der hat eine Urinkultur angelegt.
    Am gleichen Tag noch rief mich meine Hebamme und bekam das Ergebniss dass ich keine Laktobazillen im Körper sowie aerobe Organismen (E.coli, Enterokokken, STaphylokokken) in stark erhöhter Anzahl nachgewiesen wurden). Die Hebamme meinte dies könne der Arzt anhand eines Urintests gar nicht feststellen.
    Am diesem Donnerstag rief mich mein Gynakologe zurück dass ich nichts weiter tun müsste da keine wachsenenden Bakterien gefunden worden sind. Ich erzählte im das von der Hebamme. Der Arzt meinte dann hat es wohl alle Bakterien hinausgespült dank des Antibiotikums und kann wenn ich will Vagisan Milchsäurebakterien einnehmen. Er meinte auch ein Abstrich wäre hier völlig unnötig.
    Hab jetzt viel Cranberry Saft getrunken, Cantharis von DHU eingenommen und diese Vagisan Kapseln.

    Jetzt hatte ich von Freitag nacht bis Samstag nacht fast durchgehend ein Stechen und leichtes Ziehen im Unterleib. Und auch Rückenschmerzen die sich ziemlich "warm" angefühlt haben. Allerdings muss ich dazu sagen dass ich seitdem ich das mit dem Bakterien erfahren habe immer wieder Angst habe dass die zum Baby hochgewandert sind und auch vielfach gelesen habe dass diese eine Fehlgeburt auslösen kann. Vor allem eine bakterielle Infektion die häufig unerkannt bleibt. Laut ellen Test ist mein ph-Wert normal. Kann man dann solch eine Infektion sicher ausschließen?
    Vielleicht sind die Beschwerden auch nur psychisch bedingt? Oder können da Bakterien schon hochgewandert sein? Merkt man das?
    Mich verunsichert nur weil die Hebamme gesagt hat dass die Bakterien die im Abstrich gefunden worden sind nicht gleichzusetzen mit denen vom Urin sind aber mein Arzt da widersprochen hat. Was soll ich nun glauben?
    Bin in 2 Wochen wieder bei meinem Gynäkologen und dann will er auch einen Abstrich machen. Kann eine bakterielle Scheideninfektion eigentlich in kurzer Zeit eine Fehlgeburt auslösen?

    Ich hoffe sie können meine Ängste irgendwie nachvollziehen.

    Viele Grüße und danke
    Lary


  • Re: Bakterielle Scheideninfektion

    Hallo Lary,
    das verordnete Einmalantibiotikum war gegen eine Blasenentzündung. Es ist mit der Schwangerschaft verträglich und entspricht der Leitlinien gerechten Therapie. Es ist natürlich, dass es zu einem vermehrten Ausfluss kommt in der Schwangerschaft auch ohne Krankheitswert. Um eine mögliche Diabalance im Scheidenmilieu auszugleichen ist die Anwendung von Milchsäurekulturen prima aber verstärkt dann noch den Ausfluss, was aber absolut unproblematisch ist. Die Scheide ist immer vielfach besiedelt und soll es auch sein Teilweise kommt es bei Abstrichen zur Anzüchten von Kulturen, die normal in der Nähe der Scheide oder Blase vorkommen und so ist das Ergebnis falsch positiv. Ihre Beschwerden können auch durch das Wachstum der Gebärmutter bedingt sein, was das Stechen und Ziehen hervorrufen kann. Eine aufsteigende Infektion gilt es tatsächlich zu vermeiden aber diese scheint nicht bei Ihnen vorzuliegen. Machen Sie sich nicht zu viele Sorgen.
    Viele Grüße
    Annette Mittmann
    Ps. Wie gut, dass Sie eine Vorsorge in Kooperation mit einer Hebamme haben, was im guten Fall zu einer Entängstigung führen sollte.

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