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Arm verspannt und kraftlos

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  • Arm verspannt und kraftlos

    Lieber Dr. Riecke,
    ich brauche dringend Ihren Rat.
    Sie wissen ja, ich hatte in den letzten Monaten viele Probleme, die auf eine neurologische Erkrankung hinweisen und dadurch große Ängste entwickelt. Eigentlich haben sich die Beschwerden immer gegeben. Ich bin auch mehrfach neurologisch durchgecheckt wurden. Zuletzt in den letzten Wochen wegen meinem kraftlosen Gefühl im linken Bein und als das weg war, nun meinem aktuellen Problem. Mein rechter Unterarm, der sich im Januar ja schonmal kraftlos anfühlte, macht mir große Probleme. Er wird schwächer und fühlt sich nach jeglicher minimalen Belastung bzw. Bewegung extrem verspannt an, so als ob die Muskeln verschwinden. Das Gefühl ist inzwischen permant da und wird täglich schlimmer. Machen kann ich noch alles, aber wie gesagt, es fühlt sich dabei einfach verspannt und komisch an. Wie permanent starker Muskelkater oder Muskelschmerz. Neurologisch wurde in dem Arm ein SEP und MEP gemacht. Weiterhin erfolgte ein EMG der Wade im November (da hatte ich das Problem mit dem Arm aber noch nicht) Diese Untersuchungen waren ohne Befund. Auch die körperliche Untersuchung, krafttest und Reflexe waren in Ordnung. Aber meine Angst ist riesig. Ich habe solche Angst, bald meinen rechten Arm nicht mehr benutzen zu können, wo ich doch Rechtshänder bin. Das ganze mit dem Arm geht jetzt seit knapp 3 Wochen. Der neurologe der uniklinik, der mich durchgecheckt hat, ist der Auffassung ich hätte eine angststörung. Aber dieses verspannung-und Kraftlosigkeitsgefühl, das so plötzlich kam und sich ständig verschlimmert, kann ich mir doch nicht einbilden?
    Haben Sie einen Rat für mich? Was könnte ich denn noch tun? Ich habe schon wieder solche Angst.
    Auch beim Orthopäden war ich, aber außer starker Verspannungen war da auch nichts auffällig.
    Ich hoffe sie können mir noch einmal mit ihrem Rat helfen.
    Gerne auch Rat von anderen Usern!
    Vielen Dank!


  • Re: Arm verspannt und kraftlos

    Bei einer Angststörung bildet man sich keine Symptome ein, die sind genauso echt wie Physische, sie entstehen in derselben Region des Gehirns und sind deshalb nicht voneinander zu unterscheiden.
    Es kann also durchaus sein dass es von einer Angststörung kommt.

    Du solltest dem weniger Beachtung schenken, zumal alles abgeklärt ist.
    Mach Sport, genieße das Leben, tu Dinge die dir gut tun.
    Machst du eine Psychotherapie?
    Wenn nicht solltest du dich auch darum kümmern und wenn es nicht auszuhalten ist, auch mal bei einem Psychiater vorstellig werden und dich beraten lassen.

    Du merkst ja selber dass deine Leiden wandern, das eine wird besser, ein anderes kommt.
    Das ist typisch für die Psyche.

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    • Re: Arm verspannt und kraftlos

      "Bei einer Angststörung bildet man sich keine Symptome ein, die sind genauso echt wie Physische, sie entstehen in derselben Region des Gehirns und sind deshalb nicht voneinander zu unterscheiden."

      Das ist ja das große Dilemma in der Psychosomatik.
      Die Beschwerden sind total körperlich und blockieren so die therapeutisch aber notwendige Einsicht, das das Problem im Psychischen liegt.

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      • Re: Arm verspannt und kraftlos

        Liebe tired und Dr. Riecke,
        ich weiß langsam nicht mehr weiter. Tired, sprichst du denn aus Erfahrung? Hättest du auch symptome, die wirklich auf die psyche zurückzuführen wären?
        Mir gelingt es nicht, es auf die psyche zu schieben, was ich auch mache. Ich achte jede Minute nur auf meinen Arm, der mir täglich schlimmer und schwächer vorkommt. Nun kommt auch ein ständiges vibrieren und leichtes Zucken in der Daumengegend hinzu,sobald ich meinen Arm auch nur geringste belaste.Sonst geht alles noch. Aber zum Arzt traue ich mich nicht nochmal. Da war ja eben immer alles unauffällig. Ich weiß nicht mehr weiter, kann nichts mehr genießen und lebe nur in der Angst, bald meinen Arm nicht mehr benutzen zu können. Selbst zusammen mit meiner Folie gelingt es mir nicht, mich abzulenken oder an was anderes zu denken. Das ganze zieht sich jetzt die 4. Woche. Was soll ich nur machen?

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        • Re: Arm verspannt und kraftlos

          Ich meinte natürlich Familie, nicht Folie, entschuldigung...

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          • Re: Arm verspannt und kraftlos

            Ja, aus Erfahrung.
            Es ist auch verdammt schwierig vollkommen reale Symptome mit der Psyche in Zusammenhang zu bringen, wenn sie nicht besser oder gar schlimmer werden, argwöhnt man immer dass etwas physische dahinter steckt.
            Dabei ist gerade das oft ein Zeichen für psychische Ursachen.

            Das ist auch das Problem, dass sich dann gar nicht um die Psyche gekümmert wird, sich alles nur noch darum dreht endlich eine körperliche Diagnose zu bekommen, eine Tablette und Klarheit, ansonsten bleibt man vollkommen überzeugt dass das baldige Ende naht.
            Dann ist es auch noch ein Problem dass psychische Probleme mit Schwäche und Einbildung verwechselt werden, das will man natürlich nicht dass man so dasteht, dabei ist das vollkommener Unsinn weil solche Erkrankung genauso anzusehen sind wie physische, man bekommt sie einfach, es kann jeden treffen.

            Wenn du nicht an die Psyche glauben kannst, dann solltest du dich dennoch um sie kümmern.
            Sorge für ausreichend Bewegung, bring die Muskeln die Probleme machen auf Trab und gib ihnen Impulse Entspannung, Psychotherapie, Psychiater.
            Das wäre sogar bei physischen Erkrankungen eine wichtige Ergänzung.

            Du hast ja nichts zu verlieren wenn du dich in Richtung Angststörung orientierst und daran arbeitest, denn wenn Ängste besser werden geht es auch dir besser.
            Du kannst also nur gewinnen.

            Ich würde dir auch raten noch einmal zum Neurologen zu gehen und mit ihm ganz offen über deine Symptome und die damit zusammenhängende Ängste zu sprechen, so das er das ausräumen kann und eventuell ist er ja auch Nervenarzt, könnte dann die psychiatrische Seite beleuchten und erklären.

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