• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?

    Erstmal Hallo zusammen,

    zunächst ein Lob an den/die Betreiber dieses Forums, dem ich im Vergleich zu manchen anderen Diskussionsforen zum Thema Partnerschaft/Beziehung/Trennung deutlich mehr Qualität bescheinigen möchte.

    Ich suche hier einen Gedankenaustausch, weil mich die vertrackte Beziehung mit meiner Frau noch an den Rand des Wahnsinns bringt. Ich laufe langsam innerlich über mit meiner inneren Zerrissenheit darüber, ob diese Ehe überhaupt noch Sinn
    hat. Mehr noch, es drängt sich mir inzwischen der Gedanke auf, ob sich die Situation durch weiteres Zusammenbleiben nicht eher für beide noch verschlimmert.

    Die Frage, die mich dabei quält, ist die ob mit mir gerade mein Ego durchgeht, das nach Selbstverwirklichung und bedingungsloser Freiheit drängt, oder ob ich mich allen Ernstes den Rest meines Lebens mit einer Beziehung herumplagen soll, die mich nur Nerven kostet, um meiner Partnerin Beistand zu leisten, damit sie sich in der Ehegemeinschaft - wie ich empfinde - in der Rundum-Sorglos-Ecke sicher fühlen kann?

    Ich versuche es mal der Reihe nach (viel kürzer ging es leider nicht, es hat sich einfach zuviel angehäuft):

    Wir sind beide Anfang 40, verheiratet, keine Kinder, gemeinsames Haus. Zum Thema Kinder sollte zum Verständnis vielleicht erwähnt werdern, dass wir uns nicht bewusst gegen Kinder entschieden haben. Es wollte einfach nicht klappen; auf künstlichem Wege zu experimentieren wollten wir nicht. Das aber ist nicht das Problem, denn auch mit Kindern müsste man sich als Paar auf eine Fortsetzung des Lebens zu zweit einstellen, wenn diese aus dem Haus sind.

    Und bei uns geht es nunmal um das Leben zu zweit, an dessen Sinn ich (m) nicht nur immer mehr zweifle, sondern inzwischen nur noch als Belastung empfinde. Denn es geht immer nur um sie. Und es dreht sich immer im Kreis bis zu einem Punkt, an dem nichts weitergeht.

    Zum einen geht es permanent um ihre festgefahrene berufliche Situation ohne Perspektive, weil sie seit Jahren darauf hofft, endlich einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Die Aussichten in unserer Stadt sind dafür allerdings mehr als dünn, und sie ist weder bereit in ein anderes Tätigkeitsfeld zu wechseln, noch dafür eine gewisse Strecke zu fahren (ihr Standard-Argument: es lohnt sich nicht).
    Zum anderen um ihre sehr labile Verfassung. Vor fünf Jahren verfiel sie innerhalb weniger Monate in eine Zwangserkrankung, von der sie sich mit Hilfe einer Psychotherapeutin (allerdings auch mit Hilfe von Psychopharmaka) weitestgehend wieder befreien konnte. Der eigentlichen Ursache war man dabei nicht ganz auf den Grund gekommen, höchtswahrscheinlich rührt es aber vom Elternhaus her, was sich auch sonst in einem übermäßig ausgeprägten Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein äußert.
    Und schließlich ihren Pessimismus, in einer Ausprägung, der sie aus Kleinigkeiten heraus Katastrophen-Szenarien entwickeln lässt, aus denen man problemlos Stoff für einen apokalyptischen Psychothriller gewinnen könnte. Zum Beispiel meint sie bereits bei kleinsten finanziellen Schwierigkeiten, dass alles auf dem Spiel steht und man keinen Cent für Unnötiges ausgeben darf, nur die günstigsten Sonderangebote einkaufen, bloß keinen Kilometer mehr als nötig fahren usw.

    Ein weiteres Problem: Wir haben uns beide in den 20 Jahren, in denen wir zusammenleben, unterschiedlich entwickelt. Als sich z.B. bereits vor ca. 10 Jahren abzeichnete, dass die Versuche, Kinder zu bekommen, wohl erfolglos bleiben werden, hat sie sich nicht mal ansatzweise darum gekümmert, sich beruflich weiter zu orientieren - obwohl ich sie dazu zu ermuntern versucht habe.

    Die Erziehungsmuster aus ihrem Elternhaus ließen sie völlig in der Rolle der treusorgenden Ehegattin verharren, die für sich keine Ansprüche stellen darf und mir (ich zu dieser Zeit leitender Angestellter mit permanenter Arbeitsüberlastung und 11-Stunden-Tag) den Rücken freihalten muss. Ich habe mehrmals versucht, ihr dieses bewusst zu machen, sie dazu zu bewegen, mehr auch ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Das versuche ich bis heute, leider ohne Erfolg. In ihrer Rolle sah sie sich noch mehr bestätigt, als ich mich vor 7 Jahren selbstständig gemacht hatte (was mehr aus einer Notwendigkeit entstand denn geplant war) und in den ersten 2 - 3 Jahren die Einkommensverhältnisse dadurch noch recht bescheiden waren - sie musste ja ihrer Meinung nach unbedingt die 500 Euro dazuverdienen, um das Überleben zu sichern, und meinte sich deshalb keine berufliche Veränderung leisten zu können ...

    Während ich also in den letzten 20 Jahren ständig an mir gearbeitet habe, mich dabei auch viel mit Persönlichkeitsentwicklung, Zeit- und Zielmanagement, Erfolgsstrategien etc. befasst habe, ist sie das geblieben, wie ich sie heute jeden Tag und jeden Abend sehe: Pflichtbewusst und mit übertriebener Sorgfalt ihrer Hausarbeit nachgehend, ständig über nervliche Anspannungen klagend, in Selbstmitleid ob ihrer (aus ihrer Sicht ausweglosen) beruflichen Situation zerfließend.

    Ich habe ihre psychische Erkrankung mit durchgestanden, ihr die ganzen Jahre beigestanden, nehme immer wieder Rücksicht auf ihre Befindlichkeiten - und komme allmählich an einen Punkt, an dem ich nicht mehr kann, nicht mehr will, nur noch aus dieser Beziehung raus will, weil ich das Gefühl habe eine Schlinge um den Hals zu tragen, sobald sie in meiner Nähe ist.

    Sie hat keinerlei Interesse, das Leben weiterzuentwickeln, bevorzugt im Fernsehen Doku-Sendungen, die von Leuten handeln, die sich total runtergewirtschaftet haben. Sie richtet ihre Aufmerksamkeit auf alles, was mit Misserfolg, Leid, Schwächen, Armut zu tun hat. Ich bin durch meine selbstständige Tätigkeit dagegen auf Erfolg und alles Aufbauende ausgerichtet. Es gibt bei uns kaum mal ein Gesprächsthema, das wirklich über das rein Existenzielle hinausgeht. Sobald ich versuche (und dies in letzter Zeit immer häufiger und nachdrücklicher), sie zu einer Neuorientierung in ihrem Leben zu bewegen, kommt stets dieselbe Leier wie schon immer: "Was soll ich denn bloß tun"? Und wenn ich dann für sie auch keine Lösung weiß (was zugegebenermaßen auch nicht einfach ist, wenn sie sich nicht zu etwas radikalem entschließt), sieht sie sich bestätigt, dass es für sie keinen Ausweg gibt. Hinzu kommt z.B. noch, dass sie ständig an jeder Ecke des Hauses etwas auszusetzen hat - für mich sind dies alles nur Ausflüchte und Ausdruck ihrer Unzufriedenheit mit ihrem Leben.

    Also geht man dann wieder zur Tagesordnung über. Trotz allem haben wir (oberflächlich betrachtet) eine gut funktionierende Alltagsbeziehung. Allerdings führen wir praktisch ein Zusammenleben auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Es funktioniert nach meiner Meinung auch nur deshalb, weil ich mich immer wieder auf sie einlasse, ihre Tiraden mehr oder weniger über mich ergehen lasse, sie zu unterstützen versuche. Das Fatale ist, dass ich ihr im Grunde nichts vorwerfen kann - was das "praktische" Zusammenleben betrifft, also z.B. Umgang mit Geld, Haushalt usw. - außer dass ich mich in dieser Beziehung zu Tode langweile. Das Thema Sex erwähne ich hier erst gar nicht ...

    Ich würde ihr manchmal am liebsten an den Kopf werfen, dass jeder Andere sie schon längst verlassen hätte. Allerdings fühle ich mich auch mitschuldig an der Situation, weil auch ich nie etwas Durchgreifendes unternommen habe, um an der Beziehung zu arbeiten. Wir sprechen zwar offen über Probleme und Konflikte, sind auch in der Lage, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, und doch lebt man unglücklich nebeneinander her.

    Ist es ein Egoismus meinerseits, der mich ausbrechen lassen will? Ich fühle mich nur noch als ihr Lebensberater und Auskotzeimer für ihren Seelenmüll. Mache ich mich zum Trottel, weil ich nicht schon längst gegangen bin? Oder trage ich mit Schuld an der Situation, weil ich zu sehr ihre Haltung dulde? Aber ist sie wiederum nicht für ihre Situation weitgehend selbst verantwortlich? Wäre möglicherweise der Gang zur Paarberatung ein sinnvoller Weg, um diesen Kreis zu durchbrechen?

    Wer mir dazu einen erhellenden Gedanken geben kann, dem bin ich äußerst dankbar.


  • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


    lassen wir doch mal die Schuldfrage ganz weg.
    Erfolgreicher Selbständiger in der Blüte seines Lebens stellt fest, dass das damals passende
    Weibchen nicht mehr passt. Seitenlange Kritik an der nicht mehr passenden Partnerin -
    warum? Was soll hier noch eine Paarberatung?
    Setz Dich heute Abend mit ihr hin, sag ihr, das Du nicht mehr willst, und bitte Sie, den
    restlichen Teil der Ehegemeinschaft mit Dir fair abzuwickeln.
    Und dann ....., tja und dann gehst Du Deinen Weg, der meiner Meinung nach eh nicht mehr
    aufzuhalten ist.

    Wer nicht mehr will, sollte auch den Arsch in der Hose haben, dafür grade zu stehen.

    Sie51

    Kommentar


    • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


      Aus den bisherigen "Antworten" schließe ich,das hier Niemand (mich eingeschlossen) einen wirklich "erhellenden" Gedanken für Dich hat.....
      Ich wäre aus so einer Beziehung schon ausgebrochen, bzw. habe es getan und ich habe das auch nur 2,5 Jahre ausgehalten.
      Allerdings habe ich klargestellt, das es MEIN Problem ist, nicht mit ansehen zu können, wie Jemand (aus meiner Sicht) sinnlos sein Leben vertrödelt.
      Es muß Jeder selbst entscheiden, wie er sein Leben gestaltet und womit er umgehen kann.
      Also frag Dich, ob Du weiter bereit bist, auch die Verantwortung für das Leben Deiner Frau zu übernehmen oder ob Du mal Dein Eigenes wieder in die Hand nehmen willst...........

      Kommentar


      • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


        Sorry, als ich meinen Text geschrieben habe, hatte noch Niemand geantwortet. Meine Gänsefüßchen bei "Antworten" haben also nix mit Dir zu tun..........

        Kommentar



        • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


          Oder auch: Ausgedient, überdrüssig geworden und abgeschafft. Die "Rundum-Sorglos-Ecke", an der Beide jahrzehntelang gearbeitet haben, wird jetzt von einem Einzigen beansprucht.
          Die langjährige Ehefrau zu Hause ist mal wieder der Oberloser.

          Kommentar


          • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


            Oh,Mann, da würd mir jetzt 'ne Menge zu einfallen, aber ,ehrlich gesagt,ist mir jetzt zu aufwändig.
            Fakt ist, Du kämst dabei nicht gut weg.

            Ich denk mal,dieser, Dein Satz, trifft's am Besten:
            **Die Frage, die mich dabei quält, ist die ob mit mir gerade mein Ego durchgeht, das nach Selbstverwirklichung und bedingungsloser Freiheit drängt**

            Kommentar


            • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


              kann es sein, dass du gerade in der midlife-crisis bist?

              äh, übrigens, wofür möchtest du deine grenzenlose freiheit benutzen?

              Kommentar



              • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?


                Okay, du hast dir zumindest die Mühe gemacht die Sache aus deiner Sicht zu beschreiben.

                Auffallend für mich ist daher wie du quasi mit Scheuklappen und -ich sage mal- mit Vorurteilen diese Angelegenheit betrachtest. Einerseits argumentierst du wie ein Vater der es ja nur gut für seine Kinder meint und vergisst völlig dass dieses und jenes Kind garnicht aus seiner Haut kann, bzw noch nicht in der Lage ist etwas so zu entwickeln wie du es gerne hättest.

                Du kannst also nichts von deiner Frau erwarten was sie -noch- garnicht in der Lage ist zu tun.
                Du verlangst also -einfach gesprochen- etwas ohne zu hintefragen ob das was du verlangst auch realisierbar ist und für den, den es betrifft auch erstrebenswert ist.
                Gehst du etwa mit gutem Beispiel voran, zeigst du den Vorteil deiner Anstrengungen?
                Und bist du dir eigentlich selbst bewusst welchem Stress du dich selbst aussetzt mit deinen eigenen Vorhaben? Hast du jemals abgewogen ob der Stress irgendeines Aufwandes mit dem -vermeindlichen- Nutzen in guter Verbindung steht?

                Alleine dein Satz, mir ist's langweilig sagt ja schon einiges. Ich interpretiere das so, als wolltest du immer irgendwie unter Stress stehen. Langweilig ist dir, wenn es nicht stressig ist.

                Anders ausgedrückt: Du siehst momentan bei deiner Beziehung nur die negativen Aspekte.
                Dein Focus richtet sich nur auf deine Unzufriedenheit. Du blendest alles andere einfach aus. Alles hat gleichzeitig Vor- und Nachteile, aber du siehst momentan nur Nachteile.

                Andererseits bist du tatsächlich sehr egoistisch geworden. Du erinnerst mich mal wieder an das Video in Google, und deshalb versuche ich dir dieses Video mal empfehlenswert anzuschauen. Vielleicht erkennst du dich teilweise als Blauäugigen wieder.
                Vielleicht siehst du aber ab dann verschiedene Dinge in deinem Leben, deinem Umfeld und deiner Ehe ganz anders. Und wenn du fähig bist etwas daraus zu lernen und zu verbessern, dann hatte das Video -zumindest bei dir- einen Sinn.

                Hier ist der Link zum Video: http://video.google.de/videoplay?doc...10122173777318

                Es würde mich interessieren wie das Video auf dich gewirkt hat, ob es für deine momentane Situation hilfreich war und was du dazu zu sagen hast.

                Es kann sein, dass du dich fragst was hat dieses Video mit meiner Angelegenheit zu tun.
                Nun, auf so eine Frage würde ich antworten, gibt es da nicht gewisse Parallelen hinsichtlich eines sogenannten blauäugigen?

                Kommentar


                • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?


                  Die Frage ist doch: Ist eine Scheidung moralisch vertretbar, wenn die Liebe erloschen ist? Zunächst einmal verspricht man sich ja die Bindung auf Lebenszeit (ob nun auf dem Standesamt oder in der Kirche). Und das Zusammenhalten in guten wie in schlechten Zeiten.

                  Du hast laut Deiner Aussage durchaus in schlechten Zeiten zu Deiner Frau gestanden. Was ist aber nun, wenn die schlechten Zeiten scheinbar nicht enden wollen und man - wie Du - glaubt, dass der Partner die schlechten Zeiten auch nicht beenden will, obwohl man ihn dazu ermutigt? Muss man aus moralischer Sicht beim Partner bleiben, damit er nicht weiter abstürzt? Oder ist eine Scheidung grundsätzlich zulässig?

                  Auf diese Frage hat wohl jeder seine eigene Antwort... Die Frage, die Du Dir aus meiner Sicht stellen mußt lautet: Will ich der Liebe noch eine Chance geben? Oder ist sie aus Deiner Sicht sowieso verflogen?

                  Wenn Du Dich über eine Fortsetzung Eurer Ehe freuen würdest (eine Änderung Deiner Frau vorausgesetzt), dann sprich Klartext und sage ihr, was Du fühlst und was Du Dir wünschst. Vielleicht kann hier eine Paartherapie helfen - oder ein professioneller Arbeitsvermittler ;-)

                  Wenn nein, dann zieh einen Schlussstrich. Mitleid ist auf Dauer keine Grundlage für eine Beziehung. Allerdings solltest Du Dir sicher sein, aus Deiner Sicht alles zur Rettung der Beziehung getan zu haben.

                  Kommentar


                  • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?


                    Ich dachte zuerst "Huch, der schreibt ja über mich!"
                    Dann aber fand ich Passagen, wo mein Mann sie anstelle deiner Frau annimmt.
                    Es war ein Puzzle meiner bisher 15-jährigen Ehe. Allerdings bei der von dir beschriebenen Geschichte mit Rollentausch.

                    Ich mache es erst einmal kurz und habe auch nicht die anderen Beiträge gelesen.

                    Was mich interessiert ist das Positive und mal einige neugierige Fragen.
                    Was hast du in all den Jahren an positiven Dingen mit ihr erlebt?
                    Was hat dich all die Jahre bei ihr gehalten?
                    Was gibt sie dir, worauf du bisher nicht verzichten konntest?
                    Wieso denkst du jetzt auf das was sie dir bisher gegeben hat, verzichten zu können?
                    Hast du eine andere Frau die du kennst und die mit dir auf einer anderen Ebene kommunizieren kann und dir auch mehr Lebensfreude zeigt?
                    Wo würdest du deine Schuld an der jetzigen Lage sehen?

                    Das sind nur wenige Fragen die mit spontan beim lesen deines Beitrages eingefallen sind und mich brennden interessieren.
                    Wenn du Lust hast kannst du meine Fragen ja mal beantworten.

                    Kommentar



                    • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                      Hallo und guten Morgen, ich halte prinzipiell nichts von Schuldzuweisungen, gerade wenn es um Paarbeziehungen geht. Es geht bei euch um eine jahrelange Entwicklung, in der zwei Menschen zu Beginn den Glauben besaßen, zusammen alles zu bewältigen, in guten und in schlechten Zeiten. Du schreibst, du hast nach Kräften versucht, eine Veränderung herbei zu führen, was stets gescheitert ist, warum auch immer. Es hat sich letztlich nicht so entwickelt, wie du hofftest. Nun die Trennung zu wollen, da kann durchaus der Eindruck entstehen, ausgedient, abgelegt und raus ins Leben ohne Anhängsel, ohne Spassbremse... Wenn dir deine Frau wirklich wichtig ist, dann fühl dich mal in sie hinein, mit aller Konsequenz und Aufmerksamkeit. Du scheinst viele Ideen im Kopf zu haben, was ein Alleinleben angeht, reisen, ausgehen etc... Braucht sie es vielleicht mal, belebt zu werden mit einer spontanen Reise? Braucht sie mal das Gefühl, dass etwas nur ihrzuliebe verwirklicht wird? Kann sie nicht mal rausgerissen werden aus dem Alltagstrott? Auch das kann Perspektiven entstehen lassen. Was hat dich vor 20 J. an deiner Frau fasziniert, und spare ihr gegenüber nicht mit Komplimenten und Aufrichtigkeit, sie würde es spüren, wärest du nicht ehrlich! Betrachte sie wohlwollend, ihr beide tragt für Eure Beziehung die volle Verantwortung, niemand hat Schuld. LG Daniela

                      Kommentar


                      • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                        Seh ich auch so!
                        Gruß Hubatsch

                        Kommentar


                        • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                          Sie ist eine Pessimistin? und du bist der Optimist in der Beziehung wie ich das richtig verstanden habe...so oder so ähnlich geht es mir manchmal auch...ich die Pessimistin, er der Optimist... bei mir ist das so er versucht mich auch immer aufzuheitern und mir klarzumachen "hey so schlecht ist das leben nicht", was mir auch sehr gefällt... aber es gibt auch schon manchmal heftige Diskussionen wobei ich mir denke "Bald hält er´s nicht mehraus mit mir!" Aber so ist er nicht, er zeigt Verständnis...er sagt zu mir auch " Ein anderer würde das nicht so lange mitmachen, so wie ich die Männerwelt kenne, aber ich mache das mit weil ich weiß was für ein Mensch du bist"

                          meine Beziehung kann man natürlich gaaaanz und gar nicht mit deiner vergleichen, zumal sie erst seit 10 Monaten besteht...

                          aber wenn ich mich jetzt so als "Pessimistin" in die Stelle von deiner Ehefrau hineinversetze dann glaube ich mal dass du nicht weißt was sie hören will...Vill. sagst du das was sie hören will zum falschen Zeitpunkt, oder sie fühlt sich zu sehr vernachlässigt.. die Idee mit der Reise fand ich sehr gut... Probier´s mal aus und schau wie sie darauf reagiert...

                          Es gab, denke ich mal, nicht nur Negatives in eurer Beziehung??? Denke an die schönen Zeiten...Du weißt ganz bestimmt was ihr gefällt und was nicht...Und wenn schon nicht Du, wer dann?

                          Kommentar


                          • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                            Wie du schon selbst vermutest, machst du dich zum Trottel in dieser Beziehung, die eigentlich keine mehr ist. Sie schafft den Ausbruch nicht, also setze du dem Trauerspiel ein Ende.

                            Kommentar


                            • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?


                              Hallo zusammen,
                              ich danke euch zunächst mal für eure Antworten, von denen mitunter durchaus erhellende Gedanken ausgehen, die mir z.B. dabei helfen, die Situation auch mal aus anderen Perspektiven zu betrachten.
                              Bei einigen eurer Antworten lese ich heraus, dass Ihr es euch damit nicht einfach gemacht habt. Dafür nochmal herzlichen Dank und meinen Respekt.

                              So unterschiedlich eure Meinungen und Sichtweisen auch ausfallen, es geht letztendlich doch auf eine Tendenz hinaus. Und diese sieht meine ich so aus, dass es nicht fair wäre, von meiner Seite jetzt (@ Nerea) einen auf Ich-will-jetzt-mein-Leben-für-mich-weil-ich-im-Gegensatz-zu-dir-mein-Leben-im-Griff-habe zu machen. Mich auf diese Weise einer mir - nach derzeitigem Empfinden - lästig und überdrüssig gewordenen Partnerschaft zu entledigen, wäre für mich so ziemlich unterste Schublade. Das würde genau der heute allgemein gebräuchlichen "Entsorgungsmentalität" entsprechen, bei der kleinsten Unstimmigkeit gleich alles hinzuwerfen. Schließlich fühle ich mich (@ zauberbraut) auch für sie mitverantwortlich, obwohl meine Leitlinie ansonsten ist, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist.

                              Was meinen Teil der Verantwortung für beide betrifft (@ Nächste Generation), habe ich wohl auch an der Rundum-Sorglos-Ecke mitgebaut. Dass diese jetzt ausschließlich von ihr beansprucht wird, liegt wohl mit daran, dass ich es mir darin nie bequem gemacht habe. Sie hat es mit jahrelanger permanenter Nörgelei geschafft, dass ich versucht habe, die Rundum-Sorglos-Ecke schön weich auszupolstern, damit sich endlich irgendwann mal Zufriedenheit einstellt. Dabei hat sie sich immer in die Opferrolle geflüchtet - das arme Ding, das sich beruflich nicht weiterentwickeln kann und wer wenn nicht sie soll dann den Haushalt in Schuss halten ... . Manchmal frage ich mich, ob sie was die Entwicklungsreife betrifft irgendwo bei 15 stehengeblieben ist. Insofern (@ byher) trifft es vielleicht wirklich zu, dass ich im Zuge dieser ganzen Entwicklung zwangsläufig ständig vorausmarschiert bin. Tatsächlich spielt sich unser Leben auch im Alltag oder mehr noch in der Freizeit so ab, dass ich alle Nase lang auf sie warten muss. Und ich selber bin wirklich alles andere als ein Hektiker und hasse nichts mehr als unnötigen Stress (@ byher: es ist tatsächlich so, dass diese Interpretation nicht zutrifft) - nur (wie Männer eben sind) wesentlich zielorientierter. Mir bleibt ja schließlich nichts anderes übrig, wenn ihr die materielle Sicherheit so wichtig ist, kann ich mein Leben nicht im gleichen Schleichtempo führen wie sie. Ich werde mir (@ byher) das empfohlene Video sicher noch ansehen, möchte aber erstmal davon unbeeinflusst eure geschätzten Antworten kommentieren.

                              Auch muss ich mir klar darüber werden (@ redflower), ob die Beziehung womöglich wirklich nur noch auf Mitleid basiert. Wenn man sich im Alltag oder beim Zubettgehen ein kurzes "Ich hab dich lieb" zuwirft, dann weiß ich genau, dass ich dabei gnadenlos lüge. Was ich noch für sie empfinde, weiß ich nicht, es ist weder Liebe noch wirklich Hass, es ist irgendetwas dazwischen, gemischt mit - hm - wahrscheinlich Resignation, während sie sich an die Beziehung (Beziehung?) klammert. Genau - sie klammert, und wahrscheinlich würde sie immer noch klammern, selbst wenn ich zu einem dieser Ehemänner verkommen würde, die nur noch biersaufend im Sessel hängen. Wenn ich der Liebe noch eine Chance geben will - ja gerne, wenn noch Liebe vorhanden wäre, was von meiner Seite leider nicht mehr der Fall ist. Nur meine ich immer noch, dass noch nicht alles zur Rettung getan ist.
                              Wie schon erwähnt - eine besser als bei manchen anderen funktionierende Alltagsbeziehung, es ist schon fast als würden wir wie Bruder und Schwester zusammenleben. Fragt sich um welchen Preis, denn je mehr ich mich (so wie gerade jetzt) mit der ganzen Beziehung auseinandersetze, umso mehr bekomme ich das Gefühl (ha, ein Gefühl, welch seltene Erscheinung), dass ich langsam abgestumpft bin.

                              Wahrscheinlich fällt es mir deshalb so schwer (@ Katzenauge), noch Positives zu finden. Um auf deine Fragen einzugehen:
                              - Was ich mit ihr zusammen wirklich Positives erlebt habe? Da gab es sicher vieles - nur war es leider nie von dem Gefühl begleitet, dass wirkliche Liebe im Spiel ist, sondern stets das Gefühl herrschte, dass ich etwas tue, um der gemeinsam verbrachten Zeit etwas Positives zu geben. Was ich dabei immer von ihr zurückbekommen habe, empfand ich nicht als Liebe, sondern als Klammern.
                              - Was mich die ganzen Jahre bei ihr gehalten hat, ist die Erwartung und die Hoffnung, schließlich doch noch zu einem erfüllten gemeinsamen Leben zu kommen. Weiß nicht, ob mein Verhalten in diesem Zusammenhang nicht an Selbstaufgabe grenzt ...
                              - Nach meinem derzeitigen Empfinden könnte ich auf alles verzichten, was sie mir bisher gegeben hat. Ich müsste erstmal darüber nachdenken, was sie mir eigentlich gegeben hat.
                              - Nein, eine andere Frau gibt es nicht, außer dass es eine zeitweilige E-Mail-Freundschaft mit einer Frau gegeben hat, die aber (wohl auch aufgrund der Entfernung) irgendwann wieder trotz Bemühungen meinerseits wieder im Sande verlaufen ist. Auch (zumindest bisher) keine Seitensprünge und ähnliches. >> Aber genau das was du beschreibst ist das, WAS MIR FEHLT: Eine Frau, mit der ich auf einer anderen Ebene kommunizieren kann und mir auch mehr Lebensfreude zeigt!!!

                              Die Frage nach der Schuld würde ich gerne beiseitestellen, denn das führt nach meiner Erfahrung zu nichts außer zu dem, dass man vielleicht hinterher weiß, wer der Schuldige ist. Und das ist meist nicht der, der tatsächlich schuld sein müsste, sondern der mit den schwächeren Argumenten.
                              Eine gute Idee scheint mir (@ Daniela), sie tatsächlich aus dem Alltäglichen zu entführen, der bevorstehende Sommerurlaub ist dazu eine gute Gelegenheit. Es kostet mich zwar enorme Überwindung, weil ich dann mal wieder derjenige bin, der am Geben ist, aber vielleicht kommt dann doch mal etwas zurück. Was ich von ihr als Signal erwarte, ist dass auch sie von sich aus (bzw. durch entsprechenden Initial-Input von mir) sich Gedanken über die Weiterentwicklung der Beziehung macht. Und ich werde ihr vorsichtig auf den Zahn fühlen müssen, ob es ihr nur um das "Versorgt-sein" geht und um eine einigermaßen harmonische Alltagsbewältigung, oder ob sie auch bereit ist sich auch mit dem Thema Paarbeziehung auseinanderzusetzen.
                              Dabei will ich auch herausfinden (@ Sehnsucht), ob sie auch mal darüber nachdenkt, ob ich es angesichts dessen was ich mit ihr schon durchgemacht habe noch mit ihr auszuhalten gewillt bin. Eines ist nach meiner Erfahrung jedenfalls klar: Eine Beziehung zwischen Optimist und Pessimist wird immer schwierig bleiben. Das ist wie bei einer Batterie mit Plus- und Minus-Pol. Das gibt Spannung, und es fließt Strom, wobei dieser Strom zerstörerische Kräfte haben kann, wenn beide aufgrund ihrer grundlegenden Einstellungen (Positiv vs. Negativ) dauernd in verschiedene Richtungen schauen.
                              Liebe Grüße und nochmals vielen Dank - ich freue mich natürlich über weitere Anregungen und weitere Diskussion ...

                              Kommentar


                              • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?


                                Jetzt wird mir die Situation etwas klarer!!! Traurige Geschichte...
                                Sie kam nicht so gut klar mit ihrer beruflichen Karriere (so wie ich das verstanden habe)...und du musstest einfach vorangkommen weil du ja als "Versoger" etwas zum Haushalt beisteuern musst...Und jetzt hast du Angst, dass du als Versoger abgestempelt wirst...Sie kommt sich vill. manchmal nicht so erfahren vor wie du, oder so in die Richtung? Kann das sein?

                                Meiner Meinung nach liebst du sie immernoch.Jetzt denkst du dir wahrscheinlich: "Was will die denn, niemand kennt meine Gefühle so gut wie ich sie kenne"... aber wenn das wirklich der Fall wäre dann würdest du nicht den ganzen Aufwand hier machen... Auch wenn du sie hasst... dann ist (so wie ich denke) dieses Gefühl gering...

                                Freundliche Grüße an alle

                                Kommentar


                                • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                                  Du hast Dir ja mit Deiner Antwort sehr viel Mühe gegeben, ich beziehe mich jetzt aber nur auf den Teil, der mich betrifft.....

                                  Ganz sicher ist in einer Partnerschaft auch Jeder für den Anderen verantwortich, bis zu einem gewissen Grad jedenfalls, oder wie Du schreibst MIT-verantwortlich.

                                  Das darf aber nicht soweit führen, das der Eine sich "entspannt zurücklehnt" und immer den Anderen machen läßt. Das ist für mich eine Form von "Selbstaufgabe" und mit so einem Partner könnte ich es nicht aushalten. Es gibt bestimmt auch Partnerschaften wo so etwas funktioniert, weil der Eine es braucht vom Anderen "gebraucht" zu werden, aber für gesund halte ich das nicht.

                                  Du kannst Dir nur selbst darüber klar werden, ob Du in Eurem Zusammenleben noch einen Sinn siehst, wenn nicht - solltest Du gehen.
                                  Ansonsten arbeite daran, mit ihr auf einen "Nenner" zu kommen, damit aus Eurem derzeitigen Nebeneinander wieder ein Miteinander wird. Alles Gute, egal welchen Weg Du nimmst........

                                  Kommentar


                                  • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                                    Alle Achtung, deine Antwort ist gut, erfrischend ehrlich in deinem bemühen und sagt auch einiges über deine Persönlichkeit aus.

                                    Nun, ich möchte dich in Zusammenhang mit meinem vorgeschlagenen Video nochmal darauf hinweisen was es symbolisiert. Wir leben in einer Gesellschaft die du per Film noch erleben wirst. Du wirst wahrscheinlich selbst überrascht sein und bemerken, dass du ohne Video die Dinge nicht so gesehen hättest.

                                    Unabhängig davon, ob deine Frau die Dinge ähnlich wie "Betroffene -im Video sinngemäß als schwarze Menschengruppe und Frauen dargestellt- diese Dinge sieht und nicht weiß, ob und wie Sie darüber reden sollte, kann es auch sein, dass Sie -deine Frau- von so vielen negativen Dingen in unserer Gesellschaft quasi geprägt wurde. Sinngemäß dürfte dir aber nach dem Video klarer werden, was ich damit sagen möchte. Vielleicht kannst du das entsprechend in Euere Beziehung einbinden, sie entsprechend ansprechen, gemeinsam mit ihr Lösungen suchen.

                                    In deiner Antwort hörte ich manchmal -sinngemäß- Erwartungshaltungen deinerseits heraus. Okay, das mag im ersten Moment noch okay sein. Nur wie wäre es, wenn es sich nicht um deine Frau drehen würde, sondern um deine Tochter?
                                    Sinngemäß investierst du dann auch eine Menge ohne eine ähnliche Erwartung zu hegen wie derzeit bei deiner Frau. Bei deiner Tochter wären es deinerseitige Investitionen in ihre Persönlichkeitsentwicklung und du wüsstest, sie braucht das, um beim Eintritt ins Erwachsenenalter entsprechend entwickelt, vorbereitet zu sein. Diese Investitionen würdest du anders buchen als das was du bei deiner Frau verbuchst, bzw erwartest.
                                    Ich weiß nicht, ob das für dich wesentliche Unterschiede sind, Tochter helfen oder Frau helfen.
                                    Meine erste Frau bekam keine positiven Entwicklungshilfen. Sie deshalb abzulehnen oder abzuschieben war für mich keine Lösung. Mir ging es ähnlich wie dir und letztlich haben wir uns nach 7 Jahren doch getrennt, sind aber Freunde geblieben und konnten erst nach Jahren mal offen über alles sprechen. Interessant war die Feststellung meiner Frau, die vorher sprachlich stark gehemmt war, ja sogar rot wurde, wenn sie in relativ harmlose Situationen kam. Sie sagte, solange du da warst und alles organisiert hattest, war ich froh damit nicht konfrontiert worden zu sein. Aber es half mir auch nicht. Erst als du weg warst und ich dich nicht wegen jedem Pups anrufen und um Hilfe bitten wollte, lernte ich mit den Dingen umzugehen.

                                    Nun stell dir vor, früher wurde die rot, wenn ich ihr einen Scheck gab und sie auf der Bank Geld abholen sollte und man gab ihr keines, weil die sich blöd anstellten. Drei Jahre nach unserer Trennung hat sie nicht nur sprechen und sich behaupten gelernt. Nein, Sie spricht auch völlig frei vor hunderten Menschen, denn sie hatte sich zur Betriebsratsvorsitzenden der Firma in der Sie arbeitet hervor gearbeitet, was ja einiges bezüglich ihrer früheren Sprachhemmungen und -Probleme aussagt.

                                    Es kann also hilfreich sein, wenn ihr euch trennt, diesen Gleichlauf der sorgfältigen "Auspolsterung" unterbricht. Aber! Deine Frau muss sich nicht so entwickeln wie meine Ex!
                                    Ich sehe derzeit wenig Chancen dafür.

                                    Ich hatte grade die dumme Idee zu dir zu sagen, gib sie mir mal in Pflege. Wobei ich mit Pflege entsprechende sprachliche Dialoge meine. Aber ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich es noch so gut drauf habe wie früher. Bin auch aus der Übung gekommen, es gibt ja noch emanzipierte Frauen. ()

                                    Für dich wichtig könnte sein, eine Ebene zu finden auf der du dich sprachlich mit ihr verständigen kannst. Und ihre Standpunkte, Sorgen und Entscheidungsprozesse verstehen kannst.

                                    Es dürfte schwer abzuschätzen sein, ob das Video, nachdem du es alleine gesehen hast auch von ihr zu betrachten wäre, um eventuell darüber einen Einstieg in eine Kommunikation zu finden. Wenn Sie aber durchaus pessimistisch geprägt ist, dürfte das vielleicht auch nur Wasser auf ihre Mühlen sein. Aber ich wählte dieses Video, um dir mal einen Blick hinter die Kulissen unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Und aufzuzeigen, dass etliches für Frauen schwerer ist als für uns Männer. Nicht nur schwerer, sondern oft auch hoffnungsloser hinsichtlich eines ansprechens solcher Empfindungen.
                                    So habe jedenfalls ich es empfunden, ich weiß nicht, ob es bei dir ähnlich ist.

                                    Nun, was kannst du tun?
                                    Einmal könntest du die Sache sinngemäß wie meine Ansicht bezüglich Tochterentwicklung angehen. Du könntest aber hinsichtlich einer Trennung auf eine Verbesserung ihrer Persönlichkeitsentwicklung aus eigener Notwendigkeit konstruieren. Aber ob das bei deiner Frau so anschlägt wie bei meiner Ex bleibt ungewiss.

                                    Du könntest die Angelegenheit auch unter einem anderen Blickwinkel betreiben.
                                    Dieser wäre sinngemäß wie bei einer gewissen Erkrankung deines Ehepartners.
                                    Ob dieser -Ehepartner- nun z.B. Krebskrank, oder halt psychisch krank ist sei mal nebensächlich. Diese Betrachtung zielt auf eine "Einstellung" ab und ich glaube, du verstehst ohne weitere Kommentierung was ich damit sagen will.

                                    Kommentar


                                    • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durchbrechen?


                                      Hallo lese erst seit heute hier und mir fallen besonders positiv zauberbraut und byher auf. Soll die anderen nicht verärgern.

                                      Was mir aber auf dem Herzen liegt - auch allgemein - man/frau sollte sich zurückhalten mit so sinngemäßen Ratschlägen "Wenn's nicht läuft dann mach Schluß, sonst bist Du selber Schuld" Jeder der hier liest und schreibt wird wohl seine Gründe dafür haben!() Mann /Frau sollte sich nicht nur von seinen subjektiven Erfahrungen mit dem jeweils anderen Geschlecht oder der eigenen Beziehung leiten lassen beim "raten".
                                      Das Fiasko ist doch letztendlich, dass jeder nur seine Entscheidungen für sich treffen kann, auch wenn er hier oder woanders Rat sucht. Es gibt gar nicht so viele rationale Gründe für Beziehungen, also lassen sie sich auch nicht nur mit rationalen Lösungen verbessern.

                                      LG

                                      Kommentar


                                      • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                                        Hallo,

                                        wer hier schreibt oder Rat sucht, ist doch erstmal zu dem Schluß gekommen, dass er sich
                                        gedanklich festgefahren hat, und andere Meinungen zu diesem Thema hören möchte.
                                        Genauso gut könnte ein Ratsuchender zwei verschiedene Therapeuen aufsuchen, und auch
                                        dort (bei den Professionellen) zwei verschiedene Meinungen hören.

                                        Jeder, (sogar Psychologen) bringt eigene Erfahrungswerte ein, wenn er berät. Das ist nun
                                        mal so, zeigt es doch auch , wie schwierig die Beurteilung sein kann.

                                        Hier möchte wohl niemand diktieren, sondern nur seine Sicht der Dinge einbringen um
                                        neue Denkanstösse zu vermitteln.

                                        L.G.Sie51

                                        Kommentar


                                        • Re: Beziehung ohne Sinn - Wie den Kreis durch


                                          Hallo,

                                          ich glaube aber im Grunde kann niemanden durch ein Forum wirklich geholfen werden. Das zeigt doch auch, dass sich die Ratsuchenden meist schon nach den ersten Posts nicht mehr melden.
                                          Natürlich sind viele gute Gedanken hier zu lesen. Jeder trägt was anderes bei und es ist schön, dass Menschen diese verbale Solidarität üben. Die Threadersteller wollen in erster Linie ihen Frust los werden, dafür sind solche Foren schon gut aber mehr ... .

                                          LG

                                          Kommentar