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Klistier verabreichen bei Sohn

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  • Klistier verabreichen bei Sohn

    Hallo liebe Eltern,

    unser Sohn (4 Jahre), hat seit ein paar Tagen Verstopfung, was er noch nie hatte. Wir haben Lecicarbon Kinderzäpfchen gegeben, Trockenpflaumen und so weiter. Sowie genung Flüssgkeit. Von den Zäpfchen ist nicht so viel passiert.
    Heute waren wir wieder beim Kinderarzt und der hat unseren Sohn mal mit dem Finger den Popo abgetastet und die Kotballen etwas gelöst. Der Kleine schrie wie am Spieß, es war aber notwendig. Unser Sohn tat uns danach total leid.
    Jetzt soll er 2mal am Tag noch ein Microklist oder die Zäpfchen für 2 Tage bekommen. Er läßt natürlich jetzt niemanden mehr an den PO langen.
    Zäpfchen geben und Fiebermessen waren eh meist ein Kampf. Er muß es aber über den Po bekommen da er Medizin nicht schluckt.
    Wir habe probiert ihn so ein Klistier einzuführen aber ohne Erfolg sondern mit viel Geschrei. Wir wissen nicht mehr weiter und wären um Ratschläge dankbar. Auch gut zureden hat nichts gebracht.
    Bitte um baldige Antwort! Gruß Roman


  • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


    2 mal am Tag einen Microklist kann ich für einen 4-Jährigen auch nur als echte Quälerei bezeichnen. Denn die Flüssigkeit, die man dabei in den Po einführt, brennt höllisch. Das wissen nur die wenigsten. Auf der Packung liest man von einem "gelegentlich leichten Brennen" - für einen Erwachsenen leicht. Für ein Kleinkind ist das Folter.
    Dazu ist ein Einlauf 2x am Tag mehr als schädlich für den Darm, weil es ja quasi eine mehr oder weniger gewaltsame Einwirkung in das Geschehen im Darm ist - was der Darm sehr "dankt".

    Nein, da sind die Tipps von Alina-Marie tatsächlich besser. Zusätzlich als "Soforthilfe" bietet sich an, den Bereich rund um den After mit etwas Babyöl einzuschmieren, wenn er auf der Toilette sitzt und versucht aber es nicht geht. Denn meist sind es die letzten Centimeter, wo der Kot nicht weiter geht. Dies ist hier auch der Fall, denn Sie schreiben ja, dass der Arzt die Kotballen bereits von außen lösen konnte. Dann dürfte die Methode mit dem Babyöl gut klappen.

    Vermeiden sie außerdem grundsätzlich, dass der Kleine beim großen Geschäft besonders fest presst. Etwas härterer Stuhl wird davon nämlich nicht sonderlich weiter herausgedrückt sondern wie Knetmasse hoffnungslos verdichtet und zusätzlich evtl. enthaltene Flüssigkeit aus dem Kot herausgedrückt. Das Ergebnis ist eine trockene, harte, immer größer werdende Masse, die sich vor den Afterausgang schiebt und dort festsitzt. Dann geht mit Muskelkraft kaum noch was, es sitzt dann wirklich fest.

    Für die Zukunft grundsätzlich kann man Ihnen nur raten, darauf zu achten, dass der Junge

    a) genügend trinkt (auch Kinder sollten schon 2 Liter am Tag trinken)
    b) sich ausreichend bewegt
    c) keine stopfenden Sachen übermäßig verzehrt (Kuchen, Bananen, Möhren, Kartoffeln)
    und d) WENN er mal zwei Tage nicht "groß" auf der Toilette gemacht hat, ihm etwas stuhlauflockerndes zu geben, z. B. Pflaumensaft oder Trockenpflaumen, ein Glas Apfel- oder Birnensaft auf nüchternen Magen morgens etc.

    Nehmen Sie von den Zäpfchen und den Klistieren wirklich Abstand, ich kann Ihren Sohn verstehen, es ist die Hölle, das Zeugs. Versuchen Sie lieber erstmal die schonenderen Sachen, wie oben beschrieben.

    Alles Gute

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    • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


      Hallo, was ich noch dazu sagen muss: Bewegung hat unser Sohn genug, er ist ständig draußen unterwegs. Trinken tut er auch ziemlich viel. Bloß mit dem Klistier kommen wir nicht zurecht. Ich weiß auch gar nicht mehr ob es richtig ist wie wir es versuchen einzuführen. Wir haben es auf der Seit mit viel Creme probiert. Gruß Roman
      Um weitere Tipps sind wir dankbar.

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      • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


        Hallo Roman,

        Wir haben Zwillinge im Alter von 3 Jahren und hatten auch schön öfter`s in der Vergangenheit dieses Problem.
        Bei uns hat das Miniklistier ( BABYLAX ) sehr gut geholfen mann braucht es nur einmal anwenden und es tut nicht weh, es brennt nicht und mit Vaseline eingeführt merkt der kleine es nicht einmal.
        Mann darf nicht vergessen, je länger dein Sohn nicht abführt desto größer wird die Verstopfung.
        Machst du kein Klistier oder anderes kann es auch dazu kommen das sein Sohn den Kot erbrechen tut, dann hilft nur noch eine OP und da nehme ich doch lieber den Einlauf anstelle von krankenhaus in kauf oder.

        Natürlich solltet ihr auf die Ernährung achten auch im nachhinein.

        Hoffe ich konnte euch helfen.

        Ach ja das BABYLAX gibt es in der Apotheke so zu kaufen kostet glau´be ich so um die 4 ¤

        Also gutes gelingen
        Gruß
        MIMO2301

        Roman_H :
        -------------------------------
        Hallo liebe Eltern,

        unser Sohn (4 Jahre), hat seit ein paar Tagen Verstopfung, was er noch nie hatte. Wir haben Lecicarbon Kinderzäpfchen gegeben, Trockenpflaumen und so weiter. Sowie genung Flüssgkeit. Von den Zäpfchen ist nicht so viel passiert.
        Heute waren wir wieder beim Kinderarzt und der hat unseren Sohn mal mit dem Finger den Popo abgetastet und die Kotballen etwas gelöst. Der Kleine schrie wie am Spieß, es war aber notwendig. Unser Sohn tat uns danach total leid.
        Jetzt soll er 2mal am Tag noch ein Microklist oder die Zäpfchen für 2 Tage bekommen. Er läßt natürlich jetzt niemanden mehr an den PO langen.
        Zäpfchen geben und Fiebermessen waren eh meist ein Kampf. Er muß es aber über den Po bekommen da er Medizin nicht schluckt.
        Wir habe probiert ihn so ein Klistier einzuführen aber ohne Erfolg sondern mit viel Geschrei. Wir wissen nicht mehr weiter und wären um Ratschläge dankbar. Auch gut zureden hat nichts gebracht.
        Bitte um baldige Antwort! Gruß Roman

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        • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


          Hallo.

          Also bei uns hilft immer 2 Gläser purer Apfelsaft ( Eiskalt) auf nüchternen Magen.Ist zwar etwas ungewöhnlich aber hilft ungemein.

          Alles Gute Nicole

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          • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


            Hallo,

            ich schreibe zwar sehr spät, aber ich habe den Beitrag soeben gelesen. Meine Tochter war 6 Monate alt, als sie Verstopfung bekam. Sie hatte dass fast 8 Monate lang..immer wieder, es war grausam. Die Ärzte sagten immer wieder, Klistier geben, Apfelsaft ( was sie immer bekam) und 3 - 4 Tagen ohne Stuhlgang wäre bei so kleinen auch noch normal, aber unsere Tochter hat tierisch gelitten und ich wußte nicht, wie ich ihr helfen konnte!
            Ein Arzt verschrieb uns dann Lactulose Stada Granulat, welches man in Flüssigkeit auflösen muß. die habe ich ihr immer gegeben..sie hatte nie wieder Verstopfung!!

            Ich hoffe, dass Dir das weiterhilft!

            L.G.

            Denise

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            • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


              Hallo. Wir, das sind meine Frau und ich, kennen das Problem mit unserem Sohn, als dieser vier Jahre alt war. "Aa machen" war gar nicht toll, eine falsche (Omi-) Ernährung (mit den besten Grüßen an alle Milchschnittenhersteller) und viel zu wenig Bewegung (November-Regenwetter) führten dazu, dass Sascha nicht mehr konnte. Und wenn ganz kleine Knüddelchen. Das ging soweit, dass sich der gesamte Bauch schon dehnte und hart war. Ein Practo-Clyss führte nur dazu, dass einerseits Sohnemann wie am Spieß schrie und andererseits die Flüssigkeit wieder rauslief ... sprich kein Erfolg. Also griffen wir auf Anraten einer Kinderkrankenschwester zu der ultimativen Form: Einem hohen Einlauf, richtig so mit Darmrohr. Der Erfolg war heftig: Unmittelbar danach entluden sich die Kotsteine, am weiteren Abend dann noch zweimal dicker schwarzer Stuhl in Unmengen und auch am Morgen fanden wir noch ein weiterer schwarzer Stuhlgang in der Schlafanzughose.
              Allerdings war der Bauch wieder normal, nicht aufgebläht und weich. Sascha war selbstverständlich noch Tage danach beleidigt. Seitdem gibt es allerdings mit dem Stuhlgang keinerlei Probleme mehr, wir haben jedoch noch zwei Sachen gemacht: Zum einen ganz dezent eine deutlich ballaststoffreichere Kost eingeführt, zum anderen mit Sohn ein tägliches "Stuhltraining" durchgeführt (sprich "auf's Tröhnchen setzen").

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              • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


                haben sie es schon mal mit leicht angegorenen apfelsaft versucht? mein sohn hat so einen saft mal aus versehen getrunken und bekam sofort durch fall

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                • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


                  Da ist Alkohol drin, das ist ja wohl nicht Ihr Ernst bei einem Vierjährigen, oder?

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                  • RE: Klistier verabreichen bei Sohn


                    Es gibt auch Präparate zum Einnehmen (Laktulose, Movicol), die den Stuhl weicher machen und für Kinder geeignet sind, solange das Problem noch nicht so gravierend ist. Bitte beim Arzt erkundigen. Das Wichtigste ist die Umstellung der Ernährung (va sehr sparsam mit Kakao und Süßigkeiten sein) und ausreichend Bewegung und Flüssigkeit (Wasser, Tee, stark verdünnter Fruchtsaft). Auch die Verkrampfung bei Stress begünstigt Verstopfung. Schmerzhafte Veränderungen im Afterbereich ausschließen lassen (müssen nicht auf den ersten Blick sichtbar sein). Wenn das Problem anhält, in einer Spezialambulanz für Verstopfung (Obstipation) vorstellen.

                    Ein Kind niederzuhalten und mit Gewalt in seine Intimsphäre einzudringen ist etwas, womit ich überhaupt nicht kann und für mich die ultima ratio, wenn gar nichts mehr anderes möglich ist, um Schaden abzuwenden. Dass ein Kind danach tagelang gekränkt ist, ist für mich verständlich. Außerdem baut das wieder Stress und unterdrückte Wut auf (= langfristig Schuss nach hinten).

                    Alina

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