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Haarausfall bei Hashimoto

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  • Haarausfall bei Hashimoto

    Liebe Frau Latz,

    ich habe folgendes Problem: Ich bin weiblich und habe Hashimoto seit 2012 und bin 6 Jahre symptomfrei mit L-Thyroxin eingestellt gewesen (100). Letztes Jahr bekam ich im Frühjahr plötzlich Herzrasen und erhöhten Blutdruck.
    Das L-Thyroxin wurde erst auf 75, dann auf 50 reduziert. Im Moment bin ich bei einem Tsh-Wert von 3. Mein Bluthochdruck wurde medikamentös mit einem Sartan (Blopress) eingestellt.
    Drei Monate nach der Umstellung wurden meine Haare stumpf, strohig und spröde und begannen auszufallen.
    Laut Packungsbleilagte macht Blopress keinen Haarausfall.

    Mein Dilemma:
    Die Ärzte sagen, ich sei hormonell gesund eingestellt.
    Nehme ich mehr L-Thryoxin (im Moment versuche ich gerade 62,5, um einzuschleichen), ist sofort mein Herzrasen wieder da.
    Meine Heilpraktikerin sagt aber, dass der Haarausfall von der Schilddrüse kommen muss (!).

    Ich bin ziemlich verzweifelt, weil ich nun die Wahl zwischen Haarausfall oder Herzrasen zu haben scheine. Beides empfinde ich als sehr belastend. Das Herzrasen ist aber natürlich noch beeinträchtigender.

    Was kann ich tun? Wieso verträgt mein Körper das L-Thyroxin nicht, obwohl ich Symptome eine Unterfunktion zeige?

    Die Geschlechtshormone wurden überprüft und sind in der Norm (Progesteron bei 16,5).

    Ein Eisenmangel liegt nicht vor.

    Ich nehme mittlerweile seit 2 Monaten Kupfer, B-Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Pantovigar, Folsäure. Ohne Erfolg. Auch El-Cranell seit zwei Monaten ohne Erfolg.

    Was könnte ich noch tun? Könnte Regaine hier helfen, obwohl es doch für androgenetischen Haarausfall ist?

    Ich wäre sehr dankbar für einen Ratschlag!

    Viele Grüße
    rudit

  • Re: Haarausfall bei Hashimoto

    Hallo rudit,
    von Minoxidil bei diffusem Haarausfall rate ich Ihnen ab. Es bringt nichts und würde im schlimmsten Fall nur zu einer Verschlimmerung führen.
    Zu Ihrer Unverträglichkeit kann ich nichts sagen. Ich bin keine Ärztin. Hierzu müsste sich der behandelnde Arzt äußern.
    Allerdings kann ich Sie (hoffentlich) ein wenig beruhigen. Diffuser Haarausfall bei Hashimoto führt NIE zu vollständiger Kahlheit. Was Sie sehen, sind die ausfallenden Haare. Was Sie nicht sehen, sind die Haare, die auch immer nachwachsen.
    Wenn Ihnen das Haarbild insgesamt nicht mehr gefällt, rate ich Ihnen zu einer schönen Haarverdichtung.
    HG
    Jenny Latz

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    • Re: Haarausfall bei Hashimoto

      Liebe Frau Latz,

      mittlerweile hat sich der Haarausfall ein wenig beruhigt - zumindest ist das mein Eindruck. Trotzdem habe ich immer noch relativ viele Haare im Sieb nach dem Duschen und in der Bürste nach dem Kämmen. Ich habe die Haare mal gezählt und komme auf relativ konstante Zahlen:
      Haare waschen und bürsten ca. 60 Haare
      Haare bürsten am Tag nach dem Waschen: ca. 20 Haare.
      Daneben fallen mir über den Tag aber immer noch viele einzelne Haare aus. Ich finde sie überall: auf der KLeidung, auf dem Schreibtisch, etc. Das ist auf jeden Fall mehr als früher.
      Insgesamt komme ich an Waschtagen wahrscheinlich so auf 100 Haare und an Nichtwaschtagen auf 50.
      Sind diese Werte normal oder noch erhöht?

      Was ich im Moment noch nicht bemerken kann, ist neuer Haarwuchs an den kahl gewordnene Stellen (vor allem zwischen Geheimratsecke und Schläfe). Ich finde auch, dass mein Scheitel etwas lichter aussieht. Mein Umfeld sagt aber immer, sie würden das nicht sehen, was ja zu diffusem Haarausfall passt.

      Ich habe ziemlich viele Dinge versucht, um den Haarausfall zu reduzieren:
      Nahrungsergänzungsstoffe genommen (u.a. Pantovigar, ungesättigte Fettsäuren, Biotin, Eisen), mein Schilddrüsenhormon etwas erhöht, El-Cranell angewendet.

      Meine Frage: Ist es normal, dass der Haarwuchs noch etwas dauert? Kann der Haarausfall noch weniger werden oder könnte ich auch an chronisch diffusem Haarausfall leiden?

      Vielen Dank für IHre Rückmeldung!
      Herzliche Grüße
      rudit

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      • Re: Haarausfall bei Hashimoto

        Hallo rudit,
        die Zahlen ausfallender Haare sind kein Anlass zur Sorge und JA, es dauert - oft Wochen bis einige Monate - bis sich der Haarwuchs und -ausfall wieder normalisiert.
        Wenn Sie es psychsisch schaffen, sich nicht zu sehr auf die Haare zu konzentrieren, sollten Sie weiter abwarten.
        Alles Gute und HG
        Jenny Latz

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        • Re: Haarausfall bei Hashimoto

          Liebe Frau Latz,

          nun war ich beim Hautarzt und habe das Ergebnis eines Trichoscans, der gemacht wurde.
          Es wurden an zwei Stellen des Kopfes die Fotos gemacht:
          am Hinterkopf, unterer TEil: 73 Anagen
          an der Seite über dem Ohr: 72% Anagen

          Die Diagnose der Hautärztin:
          Sie meint, das Schlimmste sei vorüber und der Haarwuchs schon wieder im Aufbau. Sie sagte auch, dass sie von diffusem Haarausfall ausgehe und das Gefühl habe ich ja auch.
          Auf die Frage, warum mir dann immer noch so viele Haare ausgehen (ca. 100 pro Tag), hatte sie auch keine Antwort. Sie empfahl mir jedoch, weiterhin die Mineralstoffe, Eisen und die Schilddrüsenwerte im Blick zu haben.

          Frau Latz, wie schätzen sie das Ergebnis ein? Ich habe nachgelesen, dass bis zu 80% Anagen-Haare normal sind. Aber da liege ich doch drunter?

          Was kann ich jetzt tun? Vom Abwarten wird es ja offensichtlich nicht besser? Ich finde meine Haare mittlerweile sehr dünn und flusig. Ich will gar nicht daran denken, dass mir noch mehr ausfallen könnten. Das Thema belastet mich viel mehr, als ich es mir hätte vorstellen können... Überall immer diese Haare. Meine Kinder finden sie auch überall, sogar im Essen :-( Deprimierend!

          Ich bin dankbar für Ihre Einschätzung.

          Herzliche Grüße
          rudit

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