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Haarausfall?

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  • Haarausfall?

    Hallo zusammen,

    jetzt muss auch ich hier nochmal um Rat bitten.
    Bei mir ist die Geschichte folgende:
    Ich (31 Jahre) hatte eigentlich immer recht dicke Haare und habe auch nie wirklich auf meine Haare geachtet. Mit geachtet, meine ich: wie viele Haare fallen aus usw. Was bei dunklen Haaren sowieso immer etwas stärker auffällt, weil man sie auch eher sieht. Vor ein paar Monaten habe ich mich dann aber plötzlich angefangen auf meine Haare zu fixieren. Erst dachte ich, mein Scheitel wird breiter, aber die Angst konnten mir dann einige Leute nehmen und ich wurde etwas ruhiger. Dann habe ich plötzlich angefangen darauf zu achten, ob man meine Kopfhaut sieht, bzw. ob sie durchschimmert. Und siehe da, so war es dann natürlich auch. Je nach Lichtquelle natürlich. Fürchterlich sind Halogenstrahler. In normalem Tageslicht denk ich manchmal, ich bin verrückt, weil es da gar nicht auffällt. Schlimm ist auch, dass ich inzwischen immer anderen Frauen auf den Kopf schaue, um Vergleiche anzustellen :-(
    Man muss dazu vielleicht noch ergänzen, dass sowohl meine Tante (Schwester meines Vaters), als auch meine Cousine extrem lichtes Haar haben, was meine Angst ungemein erhöht hatte, dass es AGA sein könnte. Jedenfalls beschäftigte mich die Thematik so sehr, dass ich dann vor ca. einem Monat zum Hautarzt bin und ein Trichoscan habe durchführen lassen.
    Mit folgenden Ergebnissen:

    (Links oben):
    Fläche [cm^2]: 0,56
    Haarzahl: 113,5
    Haardichte [1/cm^2]; 201,9
    Anagen [%]: 80,9
    Telogen [%]: 19,1
    Dichte Vellushaare [1/cm^2]: 35,6
    Dichte Terminalhaare [1/cm^2]: 166,4
    Vellushaare: 20
    Terminalhaare: 93,5
    Anteil Vellushaare [%]: 17,6
    Anteil Terminalhaare [%]: 82,4

    (Links hinten unten)
    Fläche [cm^2]: 0,56
    Haarzahl: 141
    Haardichte [1/cm^2]; 250,9
    Anagen [%]: 73
    Telogen [%]: 27
    Dichte Vellushaare [1/cm^2]: 44,5
    Dichte Terminalhaare [1/cm^2]: 206,4
    Vellushaare: 25
    Terminalhaare: 116
    Anteil Vellushaare [%]: 17,7
    Anteil Terminalhaare [%]: 82,3

    Die Aussage vom Hautarzt war dann, dass es sich wohl nicht um AGA handelt, aber auf Grund der Werte hinten unten, wohl schon um Haarausfall.
    Seit dem bin ich natürlich täglich am Haare zählen. Dabei komme ich auf ca. 30-50 Haare an Tagen ohne Haarwäsche und ca. 70-90 an Tagen, an denen ich wasche. Daher bin ich etwas verwirrt. Die Haare die mir ausfallen, sind außerdem unterschiedlich dick. Manche sind richtige Borsten und andere super fein. Die meisten sind allerdings relativ lang.

    Nach dem Gespräch mit dem Arzt und nachdem ich ihm geschildert habe, wie viele Haare ich täglich zähle, hat er dann noch einen Bluttest angeordnet um meine Eisen- und Vitamin D-Werte testen zu lassen. Das Ergebnis war dann auch leicht ernüchternd, die Werte relativ im Keller.
    Eisen: 27 (Ref.-Bereich: 60-180) µg/dl
    Ferritin: 19 ( 10-120) µg/l
    Vitamin D: 13,1 ( >30)

    Stress ist natürlich auch immer ein großes Thema. Wobei sich das, in letzter Zeit etwas bessert. Zudem ist vielleicht noch zu erwähnen, dass ich in letzter Zeit, relativ schnell (3Monate) - aber unter ärztlicher Aufsicht, über 20 kg abgenommen habe.

    Also alles in allem würde mich eine andere Einschätzung noch interessieren. Auch ob es sich lohnt, eine zweite ärztliche Meinung zu dem Thema einzuholen. Und vielleicht ob ich nicht doch etwas überreagiere?

    Vielen Dank schon mal und sorry für den langen Text ;-)


  • Re: Haarausfall?

    Da Sie dies ansprechen, nehme ich an, dass Sie eine ehrliche Antwort möchten!?
    Ich denke, dass Sie überreagieren!
    Beim Trichoscan ist wichtig zu wissen, dass dies nicht der Diagnose dient, sondern vor allem den Haarstatus feststellt.
    Die Anzahl an Haaren, die Sie verlieren, liegen außerdem völlig im Normbereich.
    Richtig ist allerdings, dass wohl Ferritin extrem niedrig ist.
    Ich rate Ihnen, dies mithilfe des Arztes zu beheben. Der u.U. hierdurch provozierte HA lässt von alleine wieder nach, wenn die Speicher wieder gefüllt sind.

    Kommentar


    • Re: Haarausfall?

      Hallo Frau Latz,

      vielen Dank für Ihre Antwort. Und ja, über ehrliche Antworten bin ich immer sehr dankbar.
      Das die Anzahl an Haaren die ich verliere im Normbereich liegen, hatte ich bereits nachlesen können. Deshalb hat es mich auch verwundert, dass plötzlich auf dem Oberkopf (Scheitel) mehr oder weniger die Kopfhaut durchschimmert. Außerdem scheint der Scheitel "fransiger" als vorher, was mich an das Ludwig-Schema erinnert hatte. Vielleicht hätte ich auch die Frage noch etwas anders formulieren sollen. Ich frage mich ob man auch ohne merklichen Haarverlust, lichteres Haar bekommen kann? Und kann dies auch durch einen Nährstoffmangel auftreten oder ist das dann der sog. anlagebedingte Haarausfall? Ich bin wirklich etwas verzweifelt, da ich dazu keine genauen Informationen finden kann.

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      • Re: Haarausfall?

        Danke für die Rückmeldung! Jetzt kann ich differenzierter antworten.
        Ja, in der Tat ist es so, dass viele Menschen mit androgentischer Alopezie kaum Haarausfall bemerken bei gleichzeitiger Lichtung.
        Das kommt daher, dass bestimmte Haarfollikel nur noch miniaturisierte Haare bilden und dann langsam die Produktion komplett einstellen.
        Ob dies bei Ihnen der Fall ist, kann nur der spez. Dermatologe feststellen.
        HG
        Jenny Latz

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        • Re: Haarausfall?

          Liebe Frau Latz,

          vielen Dank noch für Ihre Antwort. Inzwischen war ich auch bei einer Ärztin aus Ihrer Liste. Sie vermutet ebenfalls, dass es bei mir an dem starken Vitamin-D und Eisenmangel plus Stress im letzten Jahr liegen könnte. Ich soll nun zusätzlich zum Eisen, hochdosiertes Vitamin-D nehmen, was ich jetzt auch erstmal tun werde. Also heißt es erstmal abwarten, hoffen und positiv Denken.

          VG
          sumaca

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          • Re: Haarausfall?

            Ich drücke Ihnen die Daumen und wünsche Ihnen Geduld!

            Kommentar


            • Re: Haarausfall?

              Hallo Frau Latz,

              jetzt bin ich es nochmal. Inzwischen ist ja wieder etwas Zeit vergangen. Leider hat sich die Situation bei mir eher verschlechtert. Es haben sich daher bei mir noch ein paar Fragen aufgetan und ich hoffe Sie können mir nochmal helfen.

              Inzwischen ist es bei mir so, dass ich ca. 80-120 Haare an Nicht-Waschtagen verliere und an Tagen an denen ich wasche natürlich noch mehr. Aber da zähle ich erst gar nicht. Jetzt weiß ich, dass das in der Norm liegt, bzw. nur minimal drüber, aber wenn ich bedenke, dass es vor ca. 2-3 Monaten Tage gab, an denen ich nur 30 Haare pro Tag verloren habe und an Waschtagen auch weit unter 100, dann mache ich mir nun doch etwas mehr Sorgen. Vor allem ist mein Volumen auch ganz schön weniger geworden. Wenn ich jetzt in meine Haare greife, dann ist einfach deutlich weniger da als vorher. Oder der Umfang vom Pferdeschwanz ist auch weniger. Und auch seitlich vorne wird es immer weniger. Es ist für andere wahrscheinlich nicht so auffällig. Aber man selbst nimmt den Unterschied natürlich schon wahr.
              Trotz dem versuche ich so ruhig wie möglich zu bleiben, aber die Gedanken sind natürlich trotzdem da. Zumindest nach dem Kämmen, was ich inzwischen nur noch morgens und abends mache (früher habe ich andauernd meine Haare gekämmt).

              Jetzt weiß ich also, dass ich eben noch im Normalbereich mit meinem Verlust liege und das man auch nicht von einem auf den anderen Tag alle Haare verliert, aber irgendwie ist das schon etwas beunruhigend, dass die Haare trotzdem weniger werden. Wieso ist das so, wenn es doch in diesem normalen Bereich liegt?

              Und dann frage ich mich, wieso man an jedem Tag mehr nach dem Waschtag auch mehr Haare verliert (also Tag1 - 70 Haare, Tag2 - 100 Haare, Tag3 - 100+ Haare)?

              Jetzt habe ich mich, nachdem ich auch schon öfters von diesen Stoppeln hier gelesen habe, schon öfters bei mir auf die Suche gemacht und konnte bei mir nie welche entdecken. Seit gestern sehe ich aber auch bei mir einige. Jetzt frage ich mich, ob das nicht einfach nur "normaler" Neuwuchs ist oder ob das vielleicht Anzeichen für eine Besserung sind? Kann man das überhaupt differenzieren?

              Dann hat mir die Ärztin aus Ihrer Liste gesagt, dass AGA bei Frauen auch durch den Vater der Mutter vererbt wird, so wie beim Mann. Ist das wirklich richtig?

              Ich hatte außerdem ja in meiner ersten Nachricht mal erwähnt, dass ich in relativ kurzer Zeit, viel Gewicht verloren habe. Das habe ich in einem Programm gemacht, dass sich optifast nennt. Dort haben wir 12 Wochen eine modifizierte Fastenkur hinter uns gebracht. Die war ärztlich überwacht, aber mögliche Nebenwirkung kann eben Haarausfall sein. Einige aus meiner Gruppe dort leiden zur Zeit auch über vermehrten Haarausfall. Daher, und in Kombination mit meinen Ferritin- und Vitaminwerten, "hoffe" ich das es eben nur kurzzeitig ist. Aber leider weiß man das ja nie hundertprozentig.

              Eine letzte Frage noch zum Trichoscan. Sie haben erwähnt, dass das Ergebnis immer nur etwas über den Haarstatus aussagt. Also ja die aktuelle Situation. Jetzt ist es doch so, dass Haare in der Telogenen-Phase dabei sind auszufallen. Dann habe ich in einer Veröffentlichung meiner Ärztin gelesen, dass die Haarwurzel nach dem Ausfallen des Haares ca. 3-6 Monate in einer Art Ruhepase ist, bevor ein neues Haar wächst. Ist das richtig? Heißt das also dort wo, jetzt ein Haar in der Telogenen-Phase ist, könnte 3-6 Monate nach seinem Ausfall ein neues Haar wachsen?

              Liebe Frau Latz, ich hoffe ich habe Sie jetzt mit meinem langen Text hier nicht erschlagen. Über eine Antwort von Ihnen würde ich mich wieder sehr freuen.

              Ganz herzliche Grüße,
              sumaca

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