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Woran erkennt man...?

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  • Woran erkennt man...?

    Hi

    ich möchte gerne meinen Frauenarzt wechseln, aber woran erkenne ich einen guten Frauenarzt?
    Auf was genau muss ich achten, denn immerhin soll mich der Arzt gut beraten und ich ein Vertrauen zu ihm auf bauen können.

    Was ist also wichtig, gibt es irgendwelche Merkmale z.B. beim Vorgesprech, bei der Untersuchung , Nachsorge, Hygiene....

    ich danke im Vorraus.


  • RE: Woran erkennt man...?


    Man erkennt ihn nur schwer.
    Am besten, man vertraut der Mundpropaganda.

    Ansonsten halte ich es für wichtig, wenn sich jemand auch mal Zeit nimmt, Probleme zu erörtern.
    Man sollte zumindest das Gefühl haben, dass er/sie sich um Gründlichkeit bemüht, auf Beschwerden eingeht.

    Mehr kann man eigentlich selbst nicht beurteilen.

    Kommentar


    • Feuerprobe


      Hallo zusammen!

      Schwieriges Thema. Hier ein Erfahrungsbericht:

      Meine erste FA war eine alte Frau. Die Wahl fiel auf sie, weil sie eine gut zu erreichende Praxis hatte. Ich ging zu ihr, weil ich bereits 14 Tage am Stück Blutungen hatte. Ich war 17 und vorher noch nie bei einer FA gewesen. Resultat dieses aller ersten Kontaktes:

      Die FA hielt mir eine überdimensionale Tafel mit allen möglichen Formen von Geschwüren und krankhaften Veränderungen in und an der Gebärmutter vor und erläuterte, wie sträflich es von mir sei, erst jetzt zu ihr gekommen zu sein. Dann stellte sie mir eine Krankenhauseinweisung aus, weil sie für eine Untersuchung in der Praxis nicht genügend kleine Gerätschaften hatte (ich war noch Jungfrau). Völlig fertig mit mir und der Welt musste ich meiner ebenso fertigen Mutter erklären, warum ich adhoc ins Krankenhaus müsse. Zu dieser Ärztin bin ich auch nacher nicht mehr gegangen.

      Im Krankenhaus wurde übrigens eine Hormonstörung diagnostiziert, nachdem man mich mittels ganz normaler Untersuchungsgerätschaften vaginal untersucht hat (es tat höllisch weh - ich fühlte mich wie entjungfert). Genau diese Untersuchung hatte die FÄ zuvor abgelehnt, eben weil ich noch jungfräulich sei und u.a. ein sehr ausgeprägt entwickeltes Jungfernhäutchen hatte. Sie hatte eine Untersuchung unter Narkose empfohlen. Der behandelnde Arzt im Krankenhaus hielt das jedoch für nicht erforderlich mit geschildertem Resultat.

      Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich wieder in frauenärztliche Hände begeben habe. Den nächsten FA habe ich auf Anraten meiner Mutter genommen. Er hat mich einige Jahre immer sehr gut betreut, fand ich. Die Feuerprobe war dann der Darmkrebstod meines Großvaters. Da ich - wie auch mein Vater - Probleme mit Hämmorrhoiden habe, schilderte ich beim nächsten Gespräch mit eben diesem FA meine Ängste und bat um ärztlichen Ratschlag. Die lapidare Antwort war, dafür sei der Gynäkologe nicht zuständig und ich solle mir einen Urologen suchen. Danach wurde der übliche Fragenkatalog abgearbeitet. Das war's. I

      ch wechselte daraufhin zu seiner Ehefrau, die in der selben Praxis behandelte. Bei ihr war ich wiederum einige Jahre, bis ich schwanger wurde, eine Fehlgeburt erlitt und mich mit für mein Umfeld und für mich merkwürdigen Krank- bzw. Gesundschreibungen in der nächsten (Risiko-)Schwangerschaft herumschlagen musste. Irgendwie verließ mich im Verlauf dieser Ereignisse das Vertrauen zu dieser Ärztin. Schon für die weiteren Untersuchungen nach der Geburt suchte und fand ich eine andere FÄ.

      Diese hatte bisher für jedes meiner diversen Probleme ein offenes Ohr. Sie hat eine Tochter im selben Alter wie meine, sie hat ungefähr mein Alter und ist auch mal für ein Telefonat am Rande des Praxisbetriebs zu haben, wenn ich für ein Problem nicht gleich einen Termin vereinbaren möchte. Es ist wirklich nicht einfach, den passenden Arzt zu finden (was übrigens auch - und da vielleicht noch mehr! - für den Hausarzt gilt)! Erst im Notfall lässt sich da die Spreu vom Weizen trennen. Traurig, aber wohl nicht zu ändern.

      Viel Glück bei der weiteren Suche!

      Alles Gute!

      Anke

      Kommentar


      • RE: Feuerprobe


        Hi,

        da muss ich Anke völlig Recht geben. So richtig weisst du erst, ob es der richtige ist, wenn es wirklich ernst wird. Einmal im Jahr freundlich lächelnd einen Abstrich machen, können die meisten. Aber wenn wirklich mal ein Problem da ist, stellt sich erst heraus, ob es wirklich DEIN Arzt ist.

        Ich hatte mit meinem ersten FA auch totalen Fehlgriff, er war mir total unsympatisch. Aber meine Familie fand ihn immer toll und trauert dem mittlerweile gar nicht mehr praktizierenden Arzt immer noch nach. Mir hat er bei der Untersuchung wehgetan, hat alles was ich gesagt habe mit einem süssen Lächeln abgetan (Och wie niedlich, eine Jungfrau, oder Regelschmerzen sind was ganz normales, da müssen Sie als Frau durch). Danach war ich acht Jahre nicht mehr beim Frauenarzt, aus purer Angst vor allem. Erst als die Probleme kamen. Am Anfang war der Arzt (mittlerweile sein Nachfolger) auch sehr freundlich, er glaubt alles im Griff zu haben. Die Untersuchung an sich war auch gar nicht mehr schlimm, wurde zur reinen Routine. Und irgendwann kamen wir zu einem Punkt, dass er nicht mehr weiterwusste bzw. dass es in Diagnostik und Therapie nicht mehr weiterwusste. Dann hiess es nicht, dass er nicht mehr weiss, sondern dass alles psychisch bedingt wäre. Dies wurde mittlerweile wiederlegt, es lag doch eine Ursache aus SEINEM Fachgebiet vor.

        Ich hätte mich über einen Arzt gefreut, der mich, auch wenn er selber nicht mehr weiter weiss, weiter betreut, mir Überweisungen zu spezialisierten Ärzten ausstellt, einfach mal sagt, dass er mit seinem Latein am Ende ist. Stattdessen hat er mir aus falschem Stolz weiter Möglichkeiten praktisch vorenthalten.

        Übrigens: Mein Hausarzt bietet mir so eine Stütze, der steht hinter mir, berät und macht und tut. Vermittelt Untersuchungen, toleriert eigene Vorschläge, ist nicht sauer wenn Zweitmeinungen eingefordert werden usw. Meiner Meinung nach ein Paradebeispiel, wie ich es noch beim Gyn suche...

        LG
        Dagi

        Kommentar



        • RE: Woran erkennt man...?


          Ein Ansatz wäre, erst zu einem Vorgespräch zu gehen, wer sich dazu nicht bereit erklärt, ist mit Sicherheit nicht der richtige Arzt. Außerdem kann man so erst sympathien erkunden.
          Ich hatte bei meiner Fä gleich am Anfang Glück. Ich bin heute immer noch da. Zwar hatte ich noch keine massiven Gyn. Probleme, dafür bin ich aber schon mit allem möglichen anderen Kram hingegangen. Sie hat immer ein offenes Ohr und nimmt sich Zeit, auch wenn das Wartezimmer aus allen Nähten platzt. Sie mußte sogar ihre Öffnungzeiten ausweiten, da die Kapazitäten nicht mehr ausreichten. Als ich das letzte Mal da war, hatte die Mittagspause schon begonnen und ich dachte, daß sie wohl jetzt schnell machen würde. Stattdessen hat sie sich trotzdem eine viertel Stunde Zeit genommen, obwohl immer noch 6 Leute im Wartezimmer saßen und sie die Pause an dem Tag wohl durcharbeitete. Weiterhin finde ich an einemArzt wichtig, daß er/sie individuelle Lösungen mit einem zusammen erarbeitet und nicht nach Schema F vorgeht. Wenn auf Bedenken nicht eingegangen wird, kann man es voll vergessen. Leider hatte ich mit meinem Hausarzt noch nicht solches Glück. Ich probiere noch.
          Es ist wohl immer erst ein Sprung ins kalte Wasser, bis amn irgendwann den/die richtigen gefunden hat.

          Wünsche viel Glück bei der Suche.

          P.S. Habe mal von einer Frau gelesen, die hat die Ärzte immer erst per E-Mail angeschrieben, da sie wohl auch probleme mit dem Arztkontakt hatte. Unter denjenigen, die zurückschrieben, hat sie dann gewählt. Soll ganz gut funktioniert haben.

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