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Ernährungsumstellung

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  • Ernährungsumstellung

    Aufgrund eines Nüchternzuckerwertes bei mir (m., Ende 40, BMI 27) von 115 forderte mein Hausarzt den Langzeitzuckerwert an, der sich nach seiner Aussage ebenso „grenzwertig“ präsentiert, nämlich bei genau 6. Mein Arzt gab mir einige Tipps zur Ernährungsumstellung, um die Diagnose „Diabetes“ noch so lang wie möglich hinauszögern zu können, allerdings – es gestaltet sich bei mir nicht ganz so einfach, da ich viele von ihm empfohlenen Lebensmittel besser nicht essen sollte, z.B.: - Salat: größere Mengen unverträglich wg. Reizdarm - Hülsenfrüchte: nicht empfehlenswert wg. zu hoher Harnsäure - Fisch: zu viel Salz wg. leicht erhöhten Blutdrucks etc. Bleibt die Frage: Was darf ich überhaupt noch essen? Mein „Hauptnahrungsmittel“ Brot wurde mir auch nur in kleinen Mengen zugestanden wg. zu hohen Gehalts an Kohlenhydraten. Daher meine Frage: Sind Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, -nudeln, Naturreis im Gegensatz zu ihren wertstoffbefreiten Varianten auch häufiger und in größeren Portionen erlaubt? Ebenso Pellkartoffeln statt Pommes oder Püree? Eine weitere Frage: Bei meinem Vater begann es vor 30 Jahren genauso – scheint also in der Familie zu liegen. Ich plane jedoch, im Gegensatz zu meinem Vater meine Ernährung wirklich umzustellen. Könnte ich damit erfahrungsgemäß einen Diabetes langfristig verhindern oder nur um vlt. ein paar Jahre hinauszögern?


  • Re: Ernährungsumstellung

    hallo u welcome,
    zuerst zu deiner letzten frage, - das weiß niemand, kein arzt und wir auch nicht.- (und an hellseher glaube ich nicht)
    es wird berichtet das es auch längere zeit geht (ev mit erheblichen diätbemühungen) , auch wird oft der lauber zitiert(man renne/radfahre seinem diabetes davon), nur der hat in seinem buch soviele lügen(falsche behauptungen) drin dem glaube ich nichts.
    "daß mit kh reduktion und bewegung der bz normalisierung geholfen wird ist dabei völlig unbestritten."
    ansonsten-
    statt salat sage gemüse (blattsalat ist dekoration kein lebensmittel)
    fisch kannst du essen hat nicht mehr salz als fleisch.
    nur ist teuer, oder aus zucht(umwelt!) und teuer. und es gibt menschen die sowas nicht essen.
    hülsenfrüchte sind bei erhöhter harnsäure unproblematischer als fleisch
    vollkornbrot bringt vom kh gehalt her den gleichen bz-anstieg wie normales brot es geht nur etwas langsamer hoch.
    (nicht jeder verträgt vk brot)
    bei reis habe ich den test gemacht und festgestellt wenn der gekocht ist(und roh kann man ihn ja nicht essen) ist die bz-technische wirkung bei beiden sorten gleich.
    nudeln esse ich kaum, zweifle aber am nutzen, von vk nudeln.
    es werden dir noch einige diät verfechter die verschiedenen richtungen empfehlen.
    meine empfehlung ist keine diät sondern nur eine reduzierung der kohlenhydrate (und da spart man die größte menge bei den sog sättigungsbeilagen) ohne sich zu quälen.
    wobei pellkartoffeln kh mäßig die günstigste beilage ist (drei st eigroß)
    mfg. klaus

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    • Re: Ernährungsumstellung

      Hallo,
      ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Logi-Methode gemacht. Ich denke, gerade, wenn man zu Beginn der Erkrankung steht, kann man durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung noch viel Positives erreichen.

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      • Re: Ernährungsumstellung

        Die Erfahrung mit dem Reizdarm in meinem näheren Familienumfeld hat mir über viele Jahre gezeigt, dass wohl eher keine pauschalen Ernährungsvorgaben passen, sondern, dass die Angelegenheit in jedem Fall sehr individuell ist und die eine ohne Beschwerden von einer Sache Essen kann, von der der andere nur einen Happen für den nächsten Aufstand im Bauch braucht. Und da kann schon ein kleiner und logisch nicht nachvollziehbarer Unterschied wie von reifen grünen zu reifen roten Äpfeln von Verträglichkeit zu Unverträglichkeit kippen, und andere vertragen überhaupt keine Äpfel usw. usw. Geht also nur mit Ausprobieren und im Zweifel systematischem Überprüfen.

        Und nach meiner ganz persönlichen Erfahrung gilt das sehr ähnlich auch für den Umgang mit Diabetes, wenigstens mit sowas wie meinem Typ2. Den hab ich inzwischen über 25 Jahre diagnosereif, bei der Diagnose damals mit HBA1c 15und sogar ganz schön überreif. Seit über 10 Jahren auf Insulin. Und vor so gut 4 Jahren hab ich angefangen, meinen Diabetes als meinen Gesundheits-Coach zu gebrauchen, ja eigentlich aus der Sicht der Krankheit zu miss-brauchen: Habe also gezielt und systematisch mit meiner Essensauswahl bei Mengen und Zusammensetzungen und mit intensiver Bewegung immer nach dem essen (insgesamt wenigstens 1 Stunde pro Tag) möglichst viel für meinen gesünderen Blutzucker-Verlauf getan und immer nur noch die dann noch verbleibende Differenz zum völlig gesunden Blutzucker mit Insulin ausgeglichen.

        Dafür brauche ich seitdem nur noch ein Viertel der Insulinmenge, mit der ich vor über 10 Jahren eingestellt wurde. Und ich bin der festen Überzeugung, dass ich heute weder Insulin noch sonstige Zuckermedis für meinen gesunden Blutzucker bräuchte, wenn ich mich von meiner Diagnose an mit Essen & Bewegen so wie die letzten gut 4 Jahre verhalten hätte.
        Ja, ich bin tatsächlich "Fitt wie ein Diabetiker", aber mein Diabetes ist nicht weg, wie Hans Lauber gern von seinem sagt und schreibt: Denn wenn er von seinem gezielten Behandlungs-Verhalten mit Messen+Essen+Laufen abweicht und sich einfach nur nach dem allgemeinen Verständnis gesund verhält, fängt sein Blutzucker wieder an, so langsam immer höher zu steigen und die Diagnose-Grenzwerte wieder übersteigen zu wollen.

        Remission hat sich in der Medizin als treffenderer Ausdruck für so verhaltensbasiert gesundes Zurückdrehen einer Krankheit eingebürgert. Und so sehe ich das auch, wenn Betroffene wie Du mit ihrem Ess- und Bewegungsverhalten gezielt und systematisch dafür sorgen, dass der Blutzucker gar nicht erst über die Diagnose-Grenzwerte ansteigt und möglichst viele von 24 Stunden im Remissions-Bereich bleibt. Hier eine schöne Anleitung dazu http://phlaunt.com/diabetes/DeutschMgDlFlyer.pdf .
        Der Anleitung fehlt die gezielt blutzuckerwirksame Bewegung, und zwar die immer direkt nach dem Essen. Hans Lauber läuft, aber Gehen reicht dafür auch schon, wie ich mit der Hunde-Oma erlebt und auch hier im Forum berichtet habe. Nachdem sie sich angewöhnt hatte, nach jeder Mahlzeit eine ihrer Standardrunden so etwa 20-30 Minuten mit dem Hund zu gehen und erst danach in ihrem Schaukelstuhl zu ruhen, blieb ihr HBA1c zuverlässig im völlig gesunden Bereich deutlich unter 6, wo er vorher schon munter an 8 hatte ansteigen wollen. Übrigens mit ganz normal sogenannt gesundem Essen im Rahmen von Essen-auf-Rädern und ohne jede Zucker-Medikation..

        Langer Schreibe kurzer Sinn: Es gibt bestimmt auch für Dich einen Remissions-Weg, aber den kann Dir niemand von außen weisen, sondern Du kannst nur systematisch selbst ausprobieren, womit Du am besten zurecht kommst. Daumendrück

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        • Re: Ernährungsumstellung

          Hallo,
          ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Logi-Methode gemacht. Ich denke, gerade, wenn man zu Beginn der Erkrankung steht, kann man durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung noch viel Positives erreichen.
          ..da schließe ich mich gern an..

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          • Re: Ernährungsumstellung

            Aufgrund eines Nüchternzuckerwertes bei mir (m., Ende 40, BMI 27) von 115 forderte mein Hausarzt den Langzeitzuckerwert an, der sich nach seiner Aussage ebenso „grenzwertig“ präsentiert, nämlich bei genau 6. Mein Arzt gab mir einige Tipps zur Ernährungsumstellung, um die Diagnose „Diabetes“ noch so lang wie möglich hinauszögern zu können, allerdings – es gestaltet sich bei mir nicht ganz so einfach, da ich viele von ihm empfohlenen Lebensmittel besser nicht essen sollte, z.B.: - Salat: größere Mengen unverträglich wg. Reizdarm - Hülsenfrüchte: nicht empfehlenswert wg. zu hoher Harnsäure - Fisch: zu viel Salz wg. leicht erhöhten Blutdrucks etc. Bleibt die Frage: Was darf ich überhaupt noch essen? Mein „Hauptnahrungsmittel“ Brot wurde mir auch nur in kleinen Mengen zugestanden wg. zu hohen Gehalts an Kohlenhydraten. Daher meine Frage: Sind Vollkornprodukte wie Vollkornbrot, -nudeln, Naturreis im Gegensatz zu ihren wertstoffbefreiten Varianten auch häufiger und in größeren Portionen erlaubt? Ebenso Pellkartoffeln statt Pommes oder Püree? Eine weitere Frage: Bei meinem Vater begann es vor 30 Jahren genauso – scheint also in der Familie zu liegen. Ich plane jedoch, im Gegensatz zu meinem Vater meine Ernährung wirklich umzustellen. Könnte ich damit erfahrungsgemäß einen Diabetes langfristig verhindern oder nur um vlt. ein paar Jahre hinauszögern?
            Sie sind auf einem sehr guten Weg! Vollkornbrot ist viel besser als Weißbrot und können Sie essen bis Sie satt sind. (Pell)Kartoffeln auch. Noch wichtiger als die Ernährung ist allerdings Sport und Bewegung.

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