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Anpassung von Langzeitinsulin

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  • Anpassung von Langzeitinsulin

    Hallo,

    ich habe momentan Schwierigkeiten meine BZ einzustellen. Ich spritze seit Monaten Lantus mit 16 Einheiten am Abend. Am Morgen habe ich meistens so um die 125 BZ, manchmal auch nur 95.

    Mein BZ fällt aber sehr stark ab. Ich esse dann meistens so an die 2 BE (um ca. 8.00 Uhr) und habe dann aber um 10.00 Uhr nur noch 100 oder weniger und muss wieder essen.

    Das aber ohne am Morgen zu spritzen. Diesen Wert erlange ich aber ohne mich stark körperlich zu bewegen.

    Ich denke das Langzeitinsulin ist zu hoch dosiert.

    Ich habe meinen Typ 1 erst seit 4 Monaten.

    In welchen Abständen kann man das Langzeitinsulin anpassen.

    Anzumerken wäre noch, dass ich sehr wenig BE zu mir nehme, meistens nur ca. 7 am Tage.

    Danke und Gruß

    Josef


  • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

    Moin Josef,

    wenige BEs esse ich seit Jahren, seit Juli vielleicht 4 am Tag, und ich hab gerade ne halbe BE zusätzlich gegessen, weil ich gerade 2 Stunden nach meinem Abendessen und dem Spritzen dafür 66 gemessen habe. Mein Ziel sind immer gesunde 70-90mg/dl, und in 2 Stunden würde ich die 66 einfach so stehen lassen, weil das Insulin dann ausgewirkt hätte, das ich zum essen spritze. In etwa 1 Stunde werde ich dann noch mal messen und dann hoffentlich nicht über 90 kommen.

    Bei 100 sind alle Beta-Zellen, die wir noch haben, vollauf mit der Ausgabe von Insulin beschäftigt. Denn sie haben ja die Aufgabe, den gesunden Blutzucker herzustellen und den wenigstens unter 90 zu senken. Ich käme also nicht im Traum auf die Idee, meinen Blutzucker gegen die restliche gesunde Funktion meiner restlichen Beta-Zellen immer über 100 Essen zu müssen.

    Wenn ich morgens nüchtern öfter unter 70mg/dl messe, spritze ich am nächsten Abend 2 Einheiten Lantus weniger.

    Bisdann, Jürgen

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    • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

      hallo josef,
      was ich vermisse ist : was und wie spritzt du das kurzzeit/bolusinsulin ?
      hält das lantus mit 16ie die 24h durch ?
      denn das gehört zum komplex dazu.
      mfg. klaus

      Kommentar


      • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

        Hallo Klaus,

        ich spritze vor dem essen Apidra. Pro BE eine Einheit Insulin.

        Wenn ich am Morgen nur so 120 habe esse ich meistens so 1,5 BE (Haferflocken) und spritze nichts. Wenn ich Glück habe muss ich dann nach 2 Stunden nicht Essen. Manchmal, vor allem wenn ich mich stark bewege geht mein BZ aber trotzedem auf 100 runter.

        Sicherlich sind meine Werte nicht schlecht. Aber ich bewege mich immer so zwischen 100 und 140 im Normalfall. Das aber ohne große Anstrengungen. Wen ich dann z. B,. eine leichte körperlich Arbeit verrichte falle ich sehr schnell ab.

        Wie am Samstag.
        Um 15.00 Uhr habe ich noch einen Wert von 136 gehabt (12 Uhr Mittag 3 BE gegessen und drei Einheitten gespritzt). Dann habe ich eine Stunde lang gearbeitet (Treppenhaus geputzt, Keller aufgeräumt usw.) und hatte dann um 16.00 Uhr nur noch 67 BZ, was mir Probleme bereitet hat.

        Es kann natürlich sein, das ich es nicht gewohnt bin drei Einheiten Insulien zu spritzen. Normal esse ich immer nur zwei BE und spritze 2 Einheiten Insulin.

        Nach Auskunft der Ärzte im Krankehaus soll ich 1 zu 1 spritzen (4 Tage Schulung)

        Manchmal denke ich, dass ich teilweise das Kurzzeitinsulin weglassen kann, wenn ich mich anschließen bewege. Vielleicht reicht mir bei entsprechender Ernährung auch meine Langzeitinsulin.

        mfg

        Josef

        Kommentar



        • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

          hallo josef,
          das problem ist bei deiner lantusmenge, wenn du die noch weiter reduzierst reicht sie nicht bis zur nächsten injektion, (die wirkzeit von lantus ist auch wie alle insuline mengenabhängig)
          auch auf das apidra solltest du nicht verzichten, nur die menge sofern du zu niedrig kommst leicht reduzieren.
          wobei du bei 100mg/dl "nicht" zu niedrig bist um essen zu müssen.
          bei bewegung hast du ja gemerkt wirkt insulin besser, daher mein vorschlag bewegung ja aber auch ein apfel dazu, das geht meist recht gut. da obst nicht ohne grund viel besser ist als vitamine durch pillen,, hats du da eine klasse möglichkeit ohne zusätzlich zu spritzen.
          mfg. klaus

          Kommentar


          • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

            Hallo Klaus,

            ich spritze vor dem essen Apidra. Pro BE eine Einheit Insulin.

            Wenn ich am Morgen nur so 120 habe esse ich meistens so 1,5 BE (Haferflocken) und spritze nichts. Wenn ich Glück habe muss ich dann nach 2 Stunden nicht Essen. Manchmal, vor allem wenn ich mich stark bewege geht mein BZ aber trotzedem auf 100 runter.

            Sicherlich sind meine Werte nicht schlecht. Aber ich bewege mich immer so zwischen 100 und 140 im Normalfall. Das aber ohne große Anstrengungen. Wen ich dann z. B,. eine leichte körperlich Arbeit verrichte falle ich sehr schnell ab.

            Wie am Samstag.
            Um 15.00 Uhr habe ich noch einen Wert von 136 gehabt (12 Uhr Mittag 3 BE gegessen und drei Einheitten gespritzt). Dann habe ich eine Stunde lang gearbeitet (Treppenhaus geputzt, Keller aufgeräumt usw.) und hatte dann um 16.00 Uhr nur noch 67 BZ, was mir Probleme bereitet hat.

            Es kann natürlich sein, das ich es nicht gewohnt bin drei Einheiten Insulien zu spritzen. Normal esse ich immer nur zwei BE und spritze 2 Einheiten Insulin.

            Nach Auskunft der Ärzte im Krankehaus soll ich 1 zu 1 spritzen (4 Tage Schulung)

            Manchmal denke ich, dass ich teilweise das Kurzzeitinsulin weglassen kann, wenn ich mich anschließen bewege. Vielleicht reicht mir bei entsprechender Ernährung auch meine Langzeitinsulin.

            mfg

            Josef
            Bei Bewegung brauchen Sie weniger Insulin, völlig richtig. Es kann aber auch gut sein, die drei dinge zu kombinieren: Bewegung, "was Gesundes" essen und Insulin!

            Kommentar


            • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

              herr dr keuthage, gibt es für das weniger an insulin eine faustregel, oder ist individuelles austesten gefragt? besonders, da es sich um einen t1 handelt.

              Kommentar



              • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                ging um sportanpassung des bolus, ggf basalratenanpassung bei längeren körperlichen aktivitäten

                Kommentar


                • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                  Moin Thomas,

                  mit irgendwas muss man anfangen, also Faustregel, und auf der Grundlage den BZ-Verlauf grobe Richtung zwischen 100 und 200mg/dl einstellen. Und dann eben weiter optimieren, so man kann und will.

                  Wer z.B. normal nach dem Frühstück eher 2 Stunden sitzt, kann so spritzen und essen, dass der BZ nach den 2 Stunden dann meistens zwischen z.B. 100 und 140 ist und vielleicht nicht weiter sinkt. Wenn der Typ dann aber in der Stunde direkt nach dem Frühstück einen Supermarkt-Ausflug macht, wirkt die Menge vom Insulin wahrscheinlich etwa doppelt so gut, so dass die Hälfte vom Bolus reichen würde oder doppelt so viel gegessen werden müsste.
                  Wer aber solche Feinheiten nicht berücksichtigen kann und will, der muss seinen BZ halt eher bei Ziel 160-200 halten, damit sein BZ bei so Ausnahmen wie dem Supermarkt-Ausflug halt nicht wesentlich unter 100 absinkt und er ohne besondere Vorsorge sicher genug vor Hypos bleibt.

                  Tatsächlich kann nur jeder Insuliner selbst raus finden, was für ihn am besten passt - und dabei auch als Typ1 oft genug entdecken, dass z.B. das schnelle Analog bei ihm selbst gar nicht den beworben kurzen Wirkverlauf hat usw. usw.

                  Bisdann, Jürgen

                  Kommentar


                  • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                    nochmal eine frage.

                    Wenn ich aber das Langzeitinsulin verringere wäre es doch möglich, dass ich nicht mehr so viele Zwischenmalzeiten machen muss und auch nicht so schnell abfalle, oder liege ich da falsch.

                    Was bewirkt eigentlich das Langzeitinsulin bei mir. Ich habe gelesen, dass manchen nur 8 Einheiten Lantus spritzen.

                    Wenn ich was esse müsste ich dann doch von dem Kurzeitinsulin mehr spritzen und die BZ Werte würden auch passen.

                    Ich habe eben das Problem, dass ich immer so bei 120 bis 140 BZ bin. Wenn ich dann spontan was machen möchte (z. B. in die Stadt fahren) reicht das nicht. Ich muss dann immer essen, was ich aber nicht mag. Eine Banane oder ein Apfel sind da gleich wieder weg.

                    Schadet eigentlich ein BZ Wert von ca. 170 dem Körper

                    Danke und Gruß


                    Josef

                    Kommentar



                    • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                      hallo josef, kurzgesagt ist das bolusinsulin/kurzzeitinsulin für die aufbereitung von kohlenhydraten gedacht, während das basalinsulin einfluß auf den fettstoffwechsel die speicherung von glykogen sowie dessen abbau steuert. glykogen = gespeicherte kohlenhydrate

                      Kommentar


                      • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                        Danke für die Antwort. Kann ich dann das LZ Insulin herabsetzen. Was würde das für mich bedeuten. Mein Ziel wäre, dass ich nicht so viele Zwischenmahleiten einlegen müsste.

                        Kommentar


                        • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                          Moin Josef,

                          wie viel Insulin einer spritzt, richtet sich nicht nach einem irgendwie allgemein gültigen Schema, sondern danach, wie viel jemand braucht. Ich weiß von Leuten, die mit 8 Einheiten Lantus hin kommen, und von anderen, die 80 Einheiten brauchen.

                          Abends spritze ich mein Lantus so, dass ich mitten bei der Nacht nach Möglichkeit nicht unter 70 komme und morgens mit möglichst kleinem Nüchtern-BZ aufwache. Und weil mir dafür abends weniger als 10 IEs reichen und weil ich bei mir gemessen habe, dass die dann aber am folgenden Vormittag schon praktisch nichts mehr bewirken, gönne ich mit morgens noch einmal so eine Dosis für den Tag. Die bemesse ich so, dass mein BZ allein mit dem Lantus nicht sinkt. Er soll nur ohne Essen nicht ansteigen.
                          Damit sinkt er dann bei etwas körperlicher Betätigung auch nicht nennenswert ab, und ich brauche dann auch nicht nach zu essen

                          Wie das bei Dir am besten funktioniert, kannst eigentlich nur Du raus finden, indem Du's systematisch ausprobierst.

                          Daumendrück, Jürgen

                          Kommentar


                          • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                            Das meine ich neben. Vielleicht ist das Lantus bei mir doch zu viel, da ich bei körperlicher Betätigung schnell abfalle.

                            Mein Arzt sagt ich muss die 16 Einheiten spritzen und auf zwei mal Verteilt hält er nichts.

                            Wenn ich am Abend gut spritze und gehe so mit 140 ins Bett stehe ich am nächsten Tag mit 110 auf. Ich habe auch festgestellt, dass ich dann um ca. 02.00 Uhr auch noch nicht viel weniger habe.

                            Mein "Loch" kommt immer ersa am Folgetag so um 10.00 Uhr

                            Erwähnen muss ich noch, dass ich nachtmittags wenn ich zu Hause bin auch ein zwei leichte Bier trinke. Am Abend, wenn ich weggeht trinke ich auch zwei drei Bier .

                            Macht das auch was aus. m


                            Hauptsächtlich geht er mir nur darum, warum ich bei körperlicher Betätigung so schnell abfalle und ich permanent essen muss um nicht unter 100 zu fallen.

                            Kommentar


                            • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                              Nimmst Du eigentlich auch Insulin zum Essen oder irgendwelche Tabletten für Deinen Diabetes?

                              Kommentar


                              • Re: Anpassung von Langzeitinsulin

                                Moin Thomas,

                                alles Insulin macht das selbe: Glukose in die Zellen helfen, die sie brauchen, Glukose als Glykogen speichern, so weit Speicherkapazität frei ist und überschüssige Glukose in Fett umformen und als Fett speichern und gespeichertes Fett so lange gegen die Verwendung sperren, wie ausreichend Glukose vorhanden ist, und auch die Leber bei der Glukose-Ausgabe bremsen.

                                Das Insulin zum Essen ist für die Glukose zuständig, die mit dem Essen zusätzlich anfällt und von der die meiste gar nicht gemessen wird, weil sie schon in der Leber verwurstet wird. Und das Langzeit-Insulin ist für den beständigen Glukose-Umsatz zuständig, der immer läuft, auch dann, wenn wir ein paar Tage lang keine KHs oder überhaupt nix gegessen haben

                                Bisdann, Jürgen

                                Kommentar