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Darmkrebs

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  • Darmkrebs

    Sehr geehrter Herr Dr. Henneser,
    erneut möchte ich Sie um einen Rat Bitten.
    Vor fast 3 Jahren ist mein Mann an Darmkrebs erkrankt und 3 Lebermetastasen wurden ebenfalls diagnostiziert.
    Darm tumor und Lebermetastasen wurden vor 3 Jahren erfolgreich operiert.und meinem Mann ging es sehr gut. Nun zu meinem Problem.
    Seit ca. 2-3 Wochen hat er relativ starke Darmgräusche ein lautes unüberhörbares klucker .Er hat keine Schmerzen. Aber er hat keine Appetit, hat ein gutes Kilo abgenommenund fühlt sich auch etwas schlappEr war erst am 5. Mai zur Kernspin und auch zur Blutentnahme Tumormaker 0,95Leberwertwe leicht erhöht wie immer und HB in Ordnung also eigentlich alles im grünen Bereich. Der behandelnte Arzt sagte alles in Ordnung. Die Darmspieglung war vor 9 Monate und da war auch alles ok.
    Nun machen wir uns aber wegen der aufgetretenen Probleme ziemliche Sorgen.
    Was kann das denn sein mit der Gewichtsabnahme und den Darmblubbern?

    Danke für Ihre Hilfe
    Christa44

    Danke für Ihre Mühe

  • Re: Darmkrebs


    Ergänzend kann man die Lunge röntgen oder ein CT anfertigen. Darmgeräusche haben jedoch nichts mit Darmkrebs zu tun, im Gegenteil, sie weisen auf einen gut funktionierenden Darm hin. Wegen der Gewichtsabnahme würde ich mir bei einem Kilo keine Sorgen machen, das Ausmaß von Gewichtsverlusten welche auf einen Tumor/ein Rezidiv hinweisen liegt bei etwa 10% Gewichtsverlust in 3 Monaten, also deutlich mehr.

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    • Re: Darmkrebs


      Sehr geehrter Herr Doktor Hennesen,

      gester wurde mein Mann im KH aufgenommen.
      Der Befund Diverlikutose mit Darmdurchbruch aber es ist nichts in den Bauchraum ausgetreten. Ich nehme an das sich das gedeckte Perforation des Darms nennt ?
      Er bekommt jetzt Infusionen und keine Nahrung. Leider bekomme ich über das Wochenende keinen Arzt um näher nachzufragen.

      Nun meine Frage an Sie ,vielleicht können Sie mir in etwa mitteilen wie es mit der Behandlung weitergehen könnte, wenn die Entzündung abgeklungen ist. Kan denn nach der Darmresektion vor 2 Jahren jetzt wieder der Darm operiert werden? oder welche Möglichkeiten gibt es sonst noch.

      Danke für Ihre Hilfe

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      • Re: Darmkrebs


        Sehr geehrter Herr Dr. Hennessen,
        gestern habe ich vom behandelnden Onkologen einen Arztbericht gelesen und da steht dass im linken Leberlappen ein 1,2 cm großer Rundherd sichtbar wurde im MR. Man vermutet eine Metastase. Die Leber wurde vor 2 Jahren Rechte Seite resektiert. Kann man denn das mehrmals machen ? Kann es auch sein dass es noch andere Ablagerungen auf der Leber gibt oder welche Möglichkeiten gibt es ?
        Nun zum Darm?
        Vor 9 Monaten wurden bei der Kolkoskopie 2 kleine Polypen entfernt nahe der schon einmal resektierten Stelle kann dadurch ein Divertikel entstehen und zur gedeckten Perforation führen ?
        Wie finden Sie dass ? Mein Mann hatte turnusmäßig die Konntrolluntersuchungen MR , Blut usw. Als er nach der Auswertung der Befunde fragte hieß es, es ist alles in Ordnung Tumormaker 0,95 leicht erhöhte Leberwerte aber dass wäre bei einer resektierten Leber normal.
        Kein Wort von einem 1,2 cm großem Rundherd auf dem linken LL.
        Wäre die Geschichte mit dem Darm nicht gekommen wäre eine weitere Kontrolluntersuchung erst nach 4 Monaten gewesen.Was sagen Sie zu dieser Angelegenheit ? Ihre Meinung interessiert mich sehr.
        Danke für Ihre fachkompetente Auskunft.
        Christa44

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        • Re: Darmkrebs


          Divertikel sind Ausstülpungen des Darmes, sie haben nichts mit einem Tumor gemeinsam und führen auch nicht zu einem T. Auch Gewichtsverluste/Darmgeräusche werden durch sie nicht verursacht, Ihr Mann wird gegen die Entzündung behandelt (Divertikulitis), danach ist alles in Ordnung, eine OP ist meist nicht sofort nach einer ersten Divertikulitis zu empfehlen.

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          • Re: Darmkrebs


            Da es sich offenbar um eine sehr kleine Metastase handelt ist eine erneute OP prinzipiell möglich, man wird noch die LAge und die Operabilität überprüfen müssen, aber grundsätzlich ist auch eine erneute OP kein Porblem.
            Ein Polyp hat nichts mit einem Divertikel zu tun und führt auch nicht zu einem solchen. Hinsichtlich der unauffälligen Vorbefunde: eine Metastase wird erst ab einer gewissen Größe erkennbar, die unauffälligen Vorbefunde sprechen also nicht dagegen.

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            • Re: Darmkrebs


              Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
              Diagnose Dedeckte Darmperforatio.
              Operation morgen ca. 3 Std. Das Gewebe wird dann eingeschickt.
              Kann es auch ein neuer Tumor sein der dies verursacht hat? Tumormaker nach wie vor 0,95.
              Ist es möglich das diese selbst bei bestehenden Tumoren nicht ansteigen?
              Die Entzündungswerte sind zurückgegangen.Vermutet man etwas weil das Gewebe eingeschickt wird oder wird dies bei der Vorerkrankung prinzipiel gemacht?
              Danke für Ihre Hilfe

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              • Re: Darmkrebs


                Die Wahrscheinlichkeit daß es sich um eine Perforation, also einen Darmriß aufgrund eines Divertikels handelt ist bei bestehender Divertikulose viel !!! größer als ein Riß durch das Auftreten eines zweiten Karzinoms im Darm. Allenfalls der Befund der Leber könnte mit dem Tumor zusammenhängen, aber das wird man in Ruhe nach der OP klären müssen - ja nach Lage der vermutetetn Metastase kann man diese auch während der Darm-OP sehen und punktieren. Wie gesagt, eine Divertikelperforation ist ein Akutereignis welches meist ohne irgendeine Ankündigung auftritt und auch nicht mit Vorerkrankungen wie einem Tumor zusammenhängt. Alles Gute!

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                • Re: Darmkrebs


                  Sehr geehrter Herr Doktor Hennesser,
                  im Mai wurde mein Mann operiert, die OP dauerte dann über 7 Stunden, da sich im Bauchraum Verwachsungen und Vereiterung des Dickdarms mit der Harnröhre,der Flankenmuskulatur und

                  auch ein neuer Tumor am Dickdarm gefunden wurde. Auch einige Lympknoten waren wieder befallen und eine kleine Lebermetastase.
                  Ein erschreckendes Ergebnis. Der Chefarzt meinte dass der erneute Tumor vielleicht bei der 1. OP übersehen wurde ?!.
                  Mein Mann hat sich sehr schnell von der OP erholt und es geht ihm gut. trotz Chemo die er im 14 tägigen Abstand bekommt. Es sind insgesamt 8 Sitzungen wobei er schon 6 Sitzungen absolviert hat.
                  Er bekommt Infussion plus Tabletten. Nach der 6. Chemo wurde die Leber per Ultraschall untesucht und die Metastase war fast nicht mehr sichtbar.In der Empfehlung des KH steht , dass die Lebermetastase nach erfolgter Chemo und weiteren Untersuchungen CT oder PET operiert werden soll.
                  Wie soll das gehen, wenn nichts mehr sichtbar ist ? Wird dann eine OP trotzdem angestrebt oder wie soll das dann weitergehen.
                  Bitte teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit.
                  Danke für Ihre Bemühungen.
                  Christa44

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                  • Re: Darmkrebs


                    Das ist ein zunächst guter Verlauf. Man kann in einer OP den Darm nicht von innen untersuchen und somit auch nur etwas rausoperieren, was vorher bspw. durch die Spiegelung festgestellt (und ggf. markiert) wurde. Mit "gutem Verlauf" meine ich die Wirksamkeit der Chemotherapie. Das ist wirklich ganz hervorragend. Warten Sie die kompletten Untersuchungen ab, die OP macht deshalb Sinn, da sich auch ein geschrumpfter Tumor nach einiger Zeit wieder vergrößern kann. Wenn wirklich gar nichts mehr zu finden sein sollte ist die OP Ermessenssache, ganz persönlich würde ich dann auch nichts unternehmen.

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