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nERVENSCHMERZEN NACH bANDSCHEIBEN op

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  • nERVENSCHMERZEN NACH bANDSCHEIBEN op

    hALLO;
    kann mir evtl. jemand Rat geben was ich gegen die starken Nervenschmerzen nach einer mikrochirugischen Banscheiben OP L3/L4 mit Verletzung von L 1/2 (Nervenwurzel) tun kann. Ich hatte über 6 Wochen Morphin-Plaster nehmen müssen. Anschliesend bin ich durch schlimmen Entzug gegangen. Danach kam neurologische Reha über 5 Wochen. Jetzt bestehen immer noch starke Schmerzen im linken Bein, keine Reflexe im Knie nach vorhergegangener Lähmung im ganzen Bein. Alle Anwendungen in der Reha habe ich mitgemacht, trotzdem kaum Besserung. Inzwischen habe ich über den Tag insgesamt 15 verschiedene Medikamente einzunehmen. Dabei ist insbesondere das Mittel Neurotin gegen Schmerzen. Dosierung bisher bei 900 mg, soll gesteigert werden. Alle Nebenwirkungen die auf dem Beipackzettel stehen habe ich bereits jetzt schon, damit komme ich sehr schlecht klar. Es vermindert meine ansonsten doch starke Psyche. Ich habe das Gefühl fast keine Lebensqualität mehr zu haben.
    Ich wurde aus der Reha mit einigen Hilfsmitteln, wie z.Bsp 2 Krücken, Stock, Bandagen für Rücken, Knöchel und Knie ausgestattet. Immer nur bekomme ich von den Ärzten lediglich die Auskunft: Sie müssen Geduld haben. Arbeitsunfähigkeit nun schon seit Oktober 2006 und weiter bis vorraussichtlich Frühsommer 2007 wurde mir gesagt, auch dadurch, daß ich nichtmal mehr ein eigenes Einkommen habe, bin ich ziemlich am Ende meiner Kräfte.
    Ich würde mich freuen einen Rat zu bekommen, insbesondere ob es ein besser wirkendes und Nebenwirkungsfreieres Medikament als dieses Neurotin gibt.
    Liebe Grüße an alle Leser
    Karin


  • Re: nERVENSCHMERZEN NACH bANDSCHEIBEN op


    (8))Hallo Karin,es zut mir sehr leid,das bei dir so schlimme schmerzen vorhanden sind. Aber zu der Bandscheibenoperation muss ich dir sagen haben die Ärzte recht mit dem Abwarten und der Gedult.Wenn dein Bein vorher schon gelämt war,kann es in der Tat bis zu 1,Jahr dauern bis sich der Nerv wieder erholt - oder neue verbindungen schafft.Du musst wirklich sehr intensiv Krankengym. machen und viel ins Bewegungsbad gehen.Zu den schmerzen kann ich dir wenig sagen,ich hatte auch starke kam aber ohne morphin aus .Die abhängigkeit nach nur 6,Wochen ist auch sehr früh-nun ja ,jeder Körper ist anders.Zu deinen finanziellen Sorgen.Wenn du seit Oktober krankgeschrieben bist ,hast du doch noch Krankenentgelt-oder?Also meine Wünsche begleiten dich für eine schmerzfreie Zeit.Herzlichst Andrea

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    • Re: nERVENSCHMERZEN NACH bANDSCHEIBEN op


      Es gibt Pregabalin (Lyrica ) als Alternative zu Gabapentin. Einen Entzug auf ein Pflaster bekommt nur derjenige, der die Medikamente zu schnell absetzt (in diesem Fall wohl Ihre Ärzte!). Leider passiert das immer wiedre. Ein Schmerzpatient entwickelt sehr selten eine ECHTE Abhängigkeit von retardierten Opiaten. Es wäre eine Überlegung zusätzlich wieder mit einem Pflaster zu beginnen.

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      • Re: nERVENSCHMERZEN NACH bANDSCHEIBEN op


        Hi Karin, ich hoffe ich kann dir helfen. bin selber 2 x an L4/L5 operiert im Abstand von 10 Jahren. 1984 und 1994. Seit März 2006 geh ich habe ich eine Odysee von Arztbesuchen aufgrund NEU eingetretener Bandscheibenvorfälle oberhalb der OP-Stelle mit starken Nervenschmerzen in rechter Leiste, Hüfte und Bein. Die Rückenschmerzen ist man ja gewohnt, aber diese verdammten Nervenschmerzen. Nach Tramal, Diclofenac, Valorin, Ibuprofen800 verordnete man auch mir in der Neurologie dieses verdammte Neurontin mit dem Wirkstoff Gapapentin. Die Dosis haben die gesteigert bis auf 1800 mg pro Tag (3 x 600 mg) und es hat absolut nichts gebracht, außer die auch von dir beschriebenen Nebenwirkungen wie erhebliche Zahnfleischentzündungen, totale Aggressivität, Übelkeit. diese Tabletten haben mich absolut IRRE gemacht. Man überwies mich in die Psychosomatik und da verordnete man mir das Medikament Cymbalta, ein Antidepressivum mit einer schmerzlindernden Substanz. Auf dem Beipackzettel steht zwar gegen diabetische Schmerzen, aber man verschrieb es mir. Das Mittel Neurontin muss man aber unbedingt 14 Tage vorher absetzen, bevor man mit dem Antidpressivum beginnt. Ich wollte es nicht nehmen und habe es 3 Wochen liegen lassen (nach dem Motto, die können mich mal, ich bin ja jetzt schon irre von den Medikamenten). Bis zu einem Tag, an dem ich dann einfach nicht mehr konnte und die Probleme in der Familie auch durch meine Schmerzen sehr schlimm wurden - Da habe ich es einfach genommen und bereits mit der Einstiegsdosis von 30 mg pro Tag eine große schmerzlindernde wirkung erfahren.
        Jetzt nehme ich das Zeug mit 60 mg/Tag und komme weitgehend ohne zusätzliche Schmerzmittel aus. Das ist ein RIESENERFOLG für mich, nach dem ich seit März 2006 die Medikamente nur so in mich reingeworfen habe. Besonders morgens nach der Ruhephase hatte ich so schlimme Nervenschmerzen, dass ich als erstes eine Banane essen mußte um meine Schmerztabletten einwerfen zu können, die mir eigentlich auch nicht mehr richtig halfen.
        Ich verstehe ich selbst nicht aber das Zeug hat mir geholfen. Depressionen kriegt man bei anhaltenden Schmerzzuständen ohne das man was dafür kann.
        Herzliche Grüße und gute Besserung
        Gaby (bin 49 Jahre alt)

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        • Re: nERVENSCHMERZEN NACH bANDSCHEIBEN op


          Trotz Ihrer sehr positiven Erfahrung ist Cymbalta wie auch Neurontin keine Wunderdroge. Es ist schön von so positiven Berichten zu hören. Aber auch Neurontin kann wirklich sehr gut helfen. Wichtig ist nur, dass man es ausprobiert. Ich denke Ihr Beitrag macht Mut dazu.

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