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Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP

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  • Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP

    Hallo,

    vor knapp 6 Wochen hatte hatte ich eine spiralförmige Humerusfraktur und wurde am gleichen Tag operiert. Mir wurde ein Marknagel eingesetzt, der mit 4 Schrauben fixiert ist. Zusätzlich habe ich eine Titancerclage, um das abstehende Knochenteil am Knochen zu fixieren.
    Nach 10 Tagen begann ich mit Physiotherapie und zusätzlich Lymphdrainage, da der ganze Arm sehr dick geschwollen war.
    Die Heilung machte gute Fortschritte, nach 3 Wochen kam ich tagsüber ohne Schmerzmittel aus.
    Seit gut 2 Wochen habe nun plötzlich sehr starke Schmerzen von der Schulter bis in die Hand. Selbst die Haut am Unterarm ist extrem schmerzempfindlich. Zuerst bekam ich 2x täglich Diclo 75 und nachdem diese nicht wirkten zusätzlich Tilidin-Tropfen. Von diesen nehme ich zur Zeit 3-4x35 Tropfen zusätzlich zu den Diclo 75. Damit habe ich die Schmerzen für max. 6 Std. im Griff, dann kommen sie wieder.
    Die Rötgenaufnahme zeigte, dass alles okay sein müsste. Der Arm ist nicht geschwollen, aber ich kann ihn kaum bewegen.

    Kann mir jemand weiterhelfen, wo die Ursache für diese extrem starken brennenden Schmerzen liegen könnte?
    Ich komme normalerweise komplett ohne Schmerzmittel aus und bin vor Natur aus eher der anpackende Typ als der wehleidige. Aber dieser Dauerschmerz belastet meine Psyche massiv.

    Vielen Dank schon mal fürs lesen! Ich wäre ehrlich dankbar für Tipps!


  • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


    Brennende Schmerzen und eine Überemfindlichkeit der Haut können auf Nervenschmerzen hindeuten und dafür ist Diclo definitiv nicht das richtige Medikament. Ein Röntgenbild hilft hier idR nicht weiter. Manche Patienten mit ähnlichen Symptomen entwickeln auch ein Suddeck (CRPS). Hierbei verändert sich auch die Haut, die Behaarung und die Beweglichkeit. Der Arm sieht auch anders aus. Ansonsten haben manche eine Schädigung eines Nervens oder auch eines Nervenstrangs. Das muss abgeklärt werden. Evtl kann ein Neurologe oder ein Schmerztherapeut weiterhelfen. Bei starken Beschwerden kann auch evtl der Hausarzt auf einen schnellen Termin drängen (fast alle bieten "Notfalltermine" an). Eine Diagnostik über das Internet ist mir leider nicht möglich.
    Lassen Sie von sich hören!!

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    • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


      Herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort!
      Der Arm ist nicht mehr geschwollen, die Haut fast gleich. Höchstens die Hand ist minimal gerötet, aber nicht glänzend und prall sondern eher trocknen und ich meine auch, dass die Nägel an dieser Hand stärker gewachsen sind, Haarwuchs unverändert.

      Mein Hausarzt hatte mich zum Unfallarzt überwiesen, der auch die erste Nachuntersuchung gemacht hatte.
      Er meinte, ich hätte den Arm evtl überlastet, was ich eigentlich ausschließe. Meiner Meinung nach kann eine Überlastung nicht diese massiven Schmerzen über mehr als 2 Wochen nach sich ziehen. Der Nervus radialis wäre nicht geschädigt, da ich die Hand nach oben bewegen und den Daumen abwinkeln kann.
      Beide Ärzte hielten die Kombination von Diclo und Tilidin für gut, weil mehrere Ursachen abgedeckt werden könnten.
      Ergänzend versuche ich mit einem VitaminB12-Präparat und Hypericum-Globuli das zu unterstützen. Und natürlich Omeprazol.

      Falls sich übers Wochenende keine Besserung zeigt, werde ich mich zu einem Neurologen oder Schmerztherapeut überweisen lassen.

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      • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


        Nachdem ich am Donnerstag fast schmerzfrei war, sind die Schmerzen seit gestern wieder massiv da.
        Selbst das T-Shirt auf der Haut verursacht Schmerzen. Ich hab jetzt was ganz lockeres an.
        Auf alle Fälle werd ich mich am Montag weiterüberweisen lassen.

        Kommentar



        • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


          Dienstag hatte einen Termin beim Unfallarzt, der die Nachuntersuchung gemacht hat. Meine Medikamente gingen eh zu Ende und die Schmerzen waren nach wie vor da.

          Der Unfallarzt meinte, da das Röntgenbild von 2 Wochen zuvor nichts negatives zeigte, wäre alles okay. Das wären normale Wundheilungsschmerzen und für diese reichen diclo 50 und Novaminsulfon-Tropfen. Außerdem könne ich froh sein, denn früher wären die Leute an so einem Armbruch gestorben. Wenn ich zu den Novaminsulfon einen Schnaps trinken würde, wäre die Wirkung wie bei den Tilidin-Tropfen. Und schließlich hätte die OP die Krankenkasse schon den Beitrag von vielen Jahren gekostet!!!
          Ich habe Verständnis, wenn Kassenärtze ihren Frust am Quartalsende haben, aber das mit diesen Worten an Patienten weiterzugeben, geht zu weit. Die Empfehlung mit dem Schnaps ist zudem fahrlässig.

          Nachdem ich die Medikamentenempfehlung (ohne Schnaps!) getestet und lediglich 2 mal eine Stunde nachts geschlafen habe bei starken Schmerzen rund um die Uhr, war ich Mittwoch beim Hausarzt.
          Dort wurden meine Schmerzen endlich wieder ernst genommen und jetzt nehm ich 2 diclo 75 retard, 3 Paracetamol und 3 Oxycodon hcl 10 mg testweise bis Dienstag. Die Schmerzen sind nicht weg, oft sogar heftig, aber psychisch gehts mir besser, weil mir geglaubt wurde. Normalerweise schlafe ich nachts auch relativ schnell wieder ein, wenn mich die Schmerzen wecken.

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          • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


            Meine Schmerzen sind immer noch unverändert da. Zur Zeit nehme ich 2-3 Oxycodon hcl 20 mg und 2 diclo 75. Damit komme ich meistens hin. Es gibt gute und schlechte Tage und Nächte. Leider waren die letzten beiden nicht gut, aber das ändert sich
            bestimmt wieder.
            Mein Hausarzt hat mich zu einem andern Unfallchirurgen überwiesen. Dort war ich Donnerstag und bin sehr zufrieden mit ihm. Die Röntgenaufnahme ist okay, der Bruch heilt vorschriftsmässig. Die Schmerzen und die Bewegungseinschränkung passen nicht dazu. Deshalb hat er mich jetzt in die Uniklinik überwiesen. Dort war ich operiert worden und dort können alle Untersuchungen unter einem Dach gemacht werden, ohne (hoffentlich) lange Wartezeiten.
            Wenn mir dort nicht weitergeholfen wird, überweist er mich dann
            zum Neurologen und Schmerztherapeut.

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            • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


              Das hört sich doch ganz gut an. Es scheint sich in die richtige Richtung zu bewegen. Alles Gute!!

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              • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


                Die Schmerzen kommen laut dem Arzt in der Uniklinik dadurch, dass der Kappenmuskel an der Schulter gespalten werden musste, um den Marknagel in den Oberarmknochen einzuführen. Die Schmerzen könnten 3-4 Monate andauern und typisch wäre auch, dass die Schmerzen sich über den ganzen Arm hinziehen.
                Neurologisch könne ich in der Uniklinik nicht untersucht werden, das würde die Krankenkasse nicht übernehme *wunder*
                Dazu brauch ich eine Überweisung durch den Hausarzt oder Unfallarzt zu einem niedergelassenen Neurologen. Morgen habe ich nun einen Termin bei meinem Unfallarzt zwecks der Überweisung zum Neurologen.
                Warum einfach, wenns auch kompliziert geht.
                Wenn 4 Monate nach der OP (also in 2 Monaten) die Schmerzen nicht weg sind, soll ich wiederkommen. Ebenfalls, wenn der Neurologe etwas findet. Schonen soll ich mich und fleissig Krankengymnastik machen. Hoffentlich macht die Krankenversicherung das auch mit.
                Auf gehts in die nächste Arztrunde.

                Leider sind die Nächte am schmerzintensivsten.

                Aber ich bin froh, dass sich zumindest etwas tut und die Hoffnung besteht, dass in 2 Monaten der Spuk vorbei ist.

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                • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


                  Hallo,

                  mein Zustand hat sich leider noch verbessert, die Schmerzen sind eher noch stärker geworden.
                  Da vor allem nachts die Schmerzen sehr stark sind, habe ich von meinem Hausarzt für abends Amitriptylin 25mg verschrieben bekommen. Dadurch sollte ich besser schlafen können. Leider wirken sie nicht so wie sie sollen.
                  Da mittlerweile mein Darm durch das Oxycodon auch ziemlich gelähmt war, nehme ich nun 2mal täglich Macrogol und damit ist dieses Problem zumindest gelöst.

                  Etwas positives gibt es, ich kann meinen Arm jetzt nach vorne bis in Scheitelhöhe heben und seitlich auch ca 100 Grad. Nach hinten leider noch keinen cm und an meine linke Schulter komme ich auch noch nicht.

                  Gestern hatte ich den Termin beim Neurologen. Ich hatte Glück und habe einen Notfalltermin bekommen, sonst hätte ich wesentlich länger als 3 Wochen warten müssen.

                  Er hat an der rechten Schulter eine Muskelatrophie festgestellt, die ganz klar durch die mangelhafte Bewegung zu erklären ist. Im Prinzip war er mit den Reaktionen zufrieden, soweit ich meinen Arm bewegen konnte. Als Abschluss hat er die Nervenleitgeschwindingkeit gemessen (vom Hals zum Oberarm). Er musste die Spannung mehrmals erhöhen, bis es auf auf dem Bildschirm ein Ausschlag gab. Tut mir leid, dass ich es so laienhaft ausdrücke.
                  Es wäre ein deutliches Zeichen für eine Neuropathie. Durch die OP an der Schulter wären vermutlich doch Nervenbahnen verletzt worden.
                  Er hat mir zusätzlich Lyrica 25 mg verordnet, aufsteigend dosiert: 1. Woche eine Kapsel täglich, 2. Woche 2x1 Kapsel usw bis zu 2x3 Kapseln/Tag.
                  Ich habe gestern Abend die erste genommen, aber leider wieder eine fast schlaflose Nacht durch masive Schmerzen gehabt. Immer wenn ich auf die Uhr schaue, sind erst 15 bis max. 30 Minuten vergangen.
                  Ganz deutlich spüre ich, dass der eine Schmerz von der Eintrittsstelle des Marknagels in den Oberarm ausgeht, während der brennende Schmerz eher an der Außenseite des Armes von der Schulter bis in die Hand zieht.

                  Am Montag habe ich nun wieder einen Termin bei meinem Unfallchirurgen. Da hoffe ich nun auf einen weiteren Fortschritt in der Behandlung.
                  Ich werde auch mal nachfragen, ob die Lyrica-Einnahme nicht erhöht werden kann. Ich habe den Eindruck, dass es so keine Wirkung zeigt.

                  Kann mir jemand erklären, wieso Lyrica so gestaffelt eingenommen werden soll?

                  Kommentar


                  • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


                    Hallo,

                    mein Zustand hat sich leider noch nicht verbessert, die Schmerzen sind eher noch stärker geworden.
                    Da vor allem nachts die Schmerzen sehr stark sind, habe ich von meinem Hausarzt für abends Amitriptylin 25mg verschrieben bekommen. Dadurch sollte ich besser schlafen können. Leider wirken sie nicht so wie sie sollen.
                    Da mittlerweile mein Darm durch das Oxycodon auch ziemlich gelähmt war, nehme ich nun 2mal täglich Macrogol und damit ist dieses Problem zumindest gelöst.

                    Etwas positives gibt es, ich kann meinen Arm jetzt nach vorne bis in Scheitelhöhe heben und seitlich auch ca 100 Grad. Nach hinten leider noch keinen cm und an meine linke Schulter komme ich auch noch nicht.

                    Gestern hatte ich den Termin beim Neurologen. Ich hatte Glück und habe einen Notfalltermin bekommen, sonst hätte ich wesentlich länger als 3 Wochen warten müssen.

                    Er hat an der rechten Schulter eine Muskelatrophie festgestellt, die ganz klar durch die mangelhafte Bewegung zu erklären ist. Im Prinzip war er mit den Reaktionen zufrieden, soweit ich meinen Arm bewegen konnte. Als Abschluss hat er die Nervenleitgeschwindingkeit gemessen (vom Hals zum Oberarm). Er musste die Spannung mehrmals erhöhen, bis es auf auf dem Bildschirm ein Ausschlag gab. Tut mir leid, dass ich es so laienhaft ausdrücke.
                    Es wäre ein deutliches Zeichen für eine Neuropathie. Durch die OP an der Schulter wären vermutlich doch Nervenbahnen verletzt worden.
                    Er hat mir zusätzlich Lyrica 25 mg verordnet, aufsteigend dosiert: 1. Woche eine Kapsel täglich, 2. Woche 2x1 Kapsel usw bis zu 2x3 Kapseln/Tag.
                    Ich habe gestern Abend die erste genommen, aber leider wieder eine fast schlaflose Nacht durch masive Schmerzen gehabt. Immer wenn ich auf die Uhr schaue, sind erst 15 bis max. 30 Minuten vergangen.
                    Ganz deutlich spüre ich, dass der eine Schmerz von der Eintrittsstelle des Marknagels in den Oberarm ausgeht, während der brennende Schmerz eher an der Außenseite des Armes von der Schulter bis in die Hand zieht.

                    Am Montag habe ich nun wieder einen Termin bei meinem Unfallchirurgen. Da hoffe ich nun auf einen weiteren Fortschritt in der Behandlung.
                    Ich werde auch mal nachfragen, ob die Lyrica-Einnahme nicht erhöht werden kann. Ich habe den Eindruck, dass es so keine Wirkung zeigt.

                    Kann mir jemand erklären, wieso Lyrica so gestaffelt eingenommen werden soll?

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                    • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


                      Ich meld mich hier mal wieder zurück.
                      Meine Schmerzen sind noch da, aber etwas verträglicher und akzeptabel für mich.
                      Zur Zeit nehme ich morgens 1/2 Oxycodon 20mg, 1 Diclo 75, 1 Lyrica 75mg und 1 Omeprazol 40mg. Abends die gleiche Mischung, nur 1 ganze Oxycodon und zusätzlich 1 Amitripthylin. Dazu natürlich etwas gegen die Darmlähmung.
                      Nachts schlafe ich etwas besser.
                      Dir Schmerztherapeutin hatte mir eine Armplexus-Blockade gesetzt, um den Schmerz dadurch dauerhaft etwas zu mindern. 2 Tage war es besser, dann folgten 4 ganz schlimme Tage. Danach ging es 3 Wochen relativ gut. Seit einer Woche sind die Schmerzen wieder stärker.
                      Ich kämpfe mit ständiger Müdigkeit, kaum sitze ich auf einem Stuhl, fallen die Augen zu und ich schlafe und träume. Ich finde das irgendwie irreal und ich hoffe, das hört bald auf. Während ich das hier schreibe, bin ich auch 2mal eingeschlafen. Die Konzentration lässt sehr nach und das Erinnerungsvermögen ebenfalls. Vermutlich sind das Nebenwirkungen von Lyrica.
                      Hat jemand damit Erfahrung, was ich dagegen machen kann außer starkem Kaffee zu trinken?
                      Die Bewegungsfähigkeit ist trotz Physiotherapie noch sehr eingeschränkt. Viele Leute sprechen mich darauf an, dass meine Schulter schief ist. Das ist ein Auf und Ab für meine Psyche. Ich möchte nicht mit 53 Jahren nur wegen einem Armbruch als Krüppel dastehen. (Ich entschuldige mich bei allen Betroffenen für das Wort).
                      Ich glaub die Fortschritte durch die Therapie befinden sich max im mm-Bereich, trotz dass die Physiotherapeutin bei der Dehnung immer bis über die Schmerzgrenze hinaus geht. Das macht mich psychisch kaputt. Bei meiner Arbeit bin ich auf 2 gesunde Arme angewiesen.
                      Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei dem Unfallchirurgen und der Schmerztherapeutin. Hoffentlich tut sich was in die richtige Richtung.

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                      • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP


                        Nun sind seit der OP schon 7 Monate vergangen.
                        Beim letzten Termin in der KH-Sprechstunde hat der Oberarzt endlich festgestellt, dass meine Schmerzen und die Bewegungsunfähigkeit eine Ursache haben. Eine der oberen Schrauben, die den Nagel fixieren, hat den Muskel gereizt oder blockiert und deshalb ist die Schulter steif und die Gelenkkapsel geschrumpft. Durch eine ambulante Reha soll jetzt nochmal versucht werden, so viel wie möglich Bewegung zu erreichen. Sobald der Oberarmknochen fest genug ist, wird das Material entfernt und die Verklebungen in der Schulter entfernt. Dann wäre zumindest eine 80 -90%ige Bewegung der Schulter wieder möglich.

                        Seit dieser Diagnose geht es mir vom Kopf her wieder gut. Und seit ich dann die Amithriptylin abgesetzt habe, bin ich auch wieder wach und im Leben zurück. Aus den Lyrica konnte ich mich auch rausschleichen. Zur Zeit nehme ich 2 x10 mg Oxycodon, 2 x Diclo 75 und 2 x 40 mg Omeprazol, Macrogol nach Bedarf.

                        Die Schulter ist nach wie vor schmerzhaft steif, aber mit den Medikamenten es ist auszuhalten. Im Oktober beginnt die Reha, mal schauen, wie das wird.
                        Meine Schmerztherapeutin sieht es etwas anders, wenn die Schraube den Muskel fixiert, wird die Reha nichts bringen. Es erinnert mich ein wenig an den Kampf gegen Windmühlen. Aber ich will jede Möglichkeit ausschöpfen. In meinem Beruf brauche ich volle Bewegungsfähigkeit.

                        Ganz blöd ist, dass es fast 6 Monate dauert, bis der Arzt im Krankenhaus mir glaubt, dass die Ursache der Schmerzen in diesem Bereich der blockierenden Schraube liegt. Davor wurde alles als normaler Wundheilschmerz abgetan.

                        Auf jeden Fall blicke ich positiv in die Zukunft.

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                        • Schultersteife nach OP


                          Nun bin ich wieder ein Stückchen weiter.
                          Mir wurden 15 Tage ambulante Reha bewilligt. Gebracht hat es nicht ganz den erwünschten Erfolg. Die Bewegungen nach vorn und hinten wurden besser, die Schulter ist mehr unter Kontrolle, aber ein Schürzengriff ist unmöglich und Drehbewegungen nach rechts oder links auch kaum. Die Schmerzen sind ständig da, aber sie sind auszuhalten. Auf der Skala von 1-10 sind sie etwa zwischen 3 und 5 bei einer Medikamenteneinnahme von Diclo 75 1-0-1, Oxycodon 10 mg 0,5-0-1, Omeprazol und ein Eisenpräparat.
                          Gestern war ich nun in der Schultersprechstunde. Nach Weihnachten wird der Verriegelungsnagel und die Schrauben entfernt. Die Verklebungen sollen gelöst werden und der Arm vorsichtig mobilisiert. Alles weiter sehen sie dann bei der OP.
                          Ich soll dann einen Schmerzkatheder bekommen und der Arm wird direkt im Anschluss in einem Bewegungsstuhl mobilisiert.
                          Nach der OP werden sie entscheiden, ob ich im Anschluss direkt eine stationäre oder eine ambulante Reha machen soll.

                          Zu dem Oberarzt, der mich operieren wird, hab ich Vertrauen. Aber trotzdem ist es mir doch jetzt bange vor der OP.

                          Es würde vermutlich ein Jahr dauern, bis die Schulter wieder weitgehend bewegungsfähig ist.
                          Die Behandlung der Schultersteife wäre bedingt durch den Unfall und die OP langwieriger als eine primäre Schultersteife.

                          Kann die Ursache in einem Fehler bei der ersten OP liegen? Oder ist diese Komplikation doch nicht so untypisch?

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                          • Re: Starke Schmerzen in Schulter und Arm nach OP

                            Hallo,
                            wie is es denn nach der Reha weitergegangen?
                            Habe ein ähnliches Problem....
                            danke und viele Grüße,
                            Karen

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