• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Gallengangskrebs

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Gallengangskrebs

    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser!
    Mein Vater wurde Anfang Mai 2004 zur Abklärung von Leberraumforderungen unklarer Dignität in die Medizinische Hochschule Hannover aufgenommen.
    Er hat keinerlei Beschwerden, bei ihm wurde aber ein Primärtunor des hepatico-biliären Komplexes (CCC), eine Verplumpung der Nebenniere sowie Lebermetastasen festgestellt. Eine Operation ist laut Aussage der Ärzte nciht möglich, die Leber ist auch zu stark angegriffen. Am 27.05.2004 soll eine Chemotherapie mit Gemzar/Cisplatin eingeleitet werden.
    Die Prognosen sind ja leider alles andere als gut, habe mich auf Ihren Seiten umgesehen. Die Ärzte wundern sich, dass er noch keinerlei Beschwerden hat. Was meinen Sie dazu? Benötigen Sie eventuell den Befund mit den Werten? Ich hätte gern gewusst was ihn und auch die Familie bei Einleitung der Chemotherapie erwartet, mit welchen nebenwirkungen ist zu rechnen? Die Ärzte dort meinten, dass die heutigen Therapien schon so wären, dass eventuell nicht einmal die Haare ausfallen. Die Familie steht der ganzen Angelegenheit recht hilflos gegenüber. Vielleicht können Sie mir ein paar Informationen geben.
    Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe und verbleibe
    mit freunlichem gruss
    Stefanie Bendel


  • RE: Gallengangskrebs


    Die Chemotherapie kann leider ebensowenig wie andere Therapieformen eine Heilung bringen. Es ist jedoch erwiesen, daß die Chemotherapie die Lebensqualität steigert und die Komplikationshäufigkeit beim Gallengangskarzinom vermindert. Es stehen verschiedene Chemos zur Auswahl, die Kombi aus Gemzar/Cisplatin wird jedoch zu Haarausfall führen. Die Verträglichkeit ist individuell sehr verschieden, man kann bei Unverträglichkeit stattdessen Carboplatin anstelle des Cisplatin verwenden.
    Sehr wichtig ist die Kontrolle, ob die o.g. Therapieziele erreicht werden. Da weder Heilung noch deutliche Tumorreduktionen erwartet werden können sollte eine Therapie nur dann fortgesetzt werden, wenn die Lebensqualität darunter in keiner Weise "leidet".
    Ich hoffe, die "offenen" Worte hinsichtlich der Wirksamkeit helfen Ihnen weiter.
    Alles Gute!

    Kommentar


    • RE: Gallengangskrebs


      Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser!
      Vielen Dank für Ihre offene Antwort, habe allerdings noch ein paar Fragen,denke habe ein paar Dinge, die die Ärzte uns in der MHH gesagt haben nicht verstanden. Dass eine Heilung nicht möglich ist, sondern nur eventuell ein Stillstand, wurde uns mitgeteilt. Es sind in anderen organen des Körpers zur zeit keine Metastasen nachweisbar, die Chemo, die morgen beginnt, mit Gemzar/ Cisplatin ( man sagte uns " allgemeine Chemo" ) wird nur gegeben zur Sicherheit falls sich Tumorzellen im Körper ausgebreitet haben, die noch nicht nachweisbar bzw. zu erkennen sind. Danach wird ihm ein Stand eingesetzt und er muss noch für ca. eine Woche in die Klinik. Dort gibt es dann eine Chemo die den Tumor im Gallengang und die Metastasen direkt bekämpfen soll. ( Wird wohl direkt einlaufen). Man sagte uns mit grossem Glück kann man den Primärtumor sogar zum Schrumpfen bringen, zumindest eine weitere Ausbreitung vermeiden. Es tut mir leid, aber man ist so gar nicht informiert was wir tun können meinen Vater zu unterstützen. Die Onkologin meinte, er würde sich schwach und erschöpft fühlen. Aber kann er wenn er sich besser fühlt dann doch noch alle alltäglichen Dinge erledigen? Eventuell Autofahren? Darf er alles essen, zumindest wenn er überhaupt mag? Gestern war er beim Hausarzt, der ihm vorgeschlagen hat, begleitend Aufbauspritzen zu geben, Mistel, Selen, Vitamine usw. WÄre das ratsam oder schadet das eher? Wir würden ihm so gerne helfen!!! er ist mittlerweile wieder recht zuversichtlich, Ärzte wundern sich allerdings dass so keinerlei Beschwerden da sind. Er fühlt sich prima, 62 Jahre alt und in Top-Form. Wenn diese Therapie nicht anschlagen sollte, sagten die Ärzte, es gibt noch weitere Therapiemöglichkeiten.
      Dass Heilung nicht möglich ist, ist uns klar, aber wenn Therapie anschlägt, ist es dann doch möglich eventuell noch viele Jahre mit dem Tumor zu leben, wenn man ihn unter Kontrolle hält? Oder ist es eher zu erwarten, dass sich der Krebs noch weiter ausbreitet? Wir hoffen ja so sehr, dass es dann doch noch früh genug erkannt wurde.
      Was können wir noch tun um ihn zu unterstützen? Gibt es eventuell Selbsthilfegruppen? Wir wohnen im Raum Hannover. Ich würde mich auch freuen, von ebenfalls betroffenen einen Ratschlag zu erhalten.
      Lieber Herr Dr. Hennesser, meinen Sie, dass es Möglichkeiten gibt ihm das Leben noch viele Jahre lebenswert zu erhalten? kann man denn mit so einem Tumor jahrelang überleben, wenn er entsprechend behandelt wird.
      Für Ihre ehrliche Antwort bedanke ich mich recht herzlich schon einmal im Voraus!!!
      Stefanie Bendel

      Kommentar


      • RE: Gallengangskrebs


        Hallo Stefanie,

        ich kann Dir leider nur in einer Hinsicht helfen. Und zwar geht es um die zusätzlichen Möglichkeiten zur Steigerung des Allgemeinbefindens. Meine Mutter ist im Februar 2004 an Brustkrebs erkrankt. sie bekommt nun alle drei Wochen eine Chemo. Sie hat gleich zu Beginn angefangen Mistel zu spritzen und das tut ihr offenbar ganz gut. Zumindest sind die Blutwerte absolut okay und sie ist auch psychisch nicht sonderlich angeschlagen. Allerdings hat sie mit Übelkeit kurz nach der Chemo zu kämpfen. Also ich würde Euch raten, diese Misteltherapie zu machen, wir haben damit gute Erfahrungen.

        Ich wünsche Euch alles Gute

        Liebe Grüße Beatrice

        Kommentar



        • RE: Gallengangskrebs


          Hallo Bea!
          Mein Vater hatte heute seine erste Chemo, den Termin um mit der misteltherapie und Selen-Therapie zu beginnen ist am Dienstag. Wir werden sehen was sich ergibt. Aber vielen Dank Für Deinen Tip und auch euch alles Gute!
          Einen lieben Gruss,
          Stefanie

          Kommentar


          • RE: Gallengangskrebs


            Hallo Stefanie, bei unserer Mutter wurde ebenfalls Gallengangskarzinom festgestellt. Wir stehen am Anfang. Es ist so schwer zu glauben. Nicht reparabel zu sein. Wie geht es Deinem Vater jetzt? Unsere Mutter wird jetzt in Hamburg zusätzlich untersucht. Lass uns bitte in Kontakt bleiben. Lass uns nach Möglichkeiten der Genesung suchen.

            Kommentar


            • RE: Gallengangskrebs


              Hallo Hagen!!!
              Danke für Deine Antwort!!
              Würde sehr gerne in Kontakt bleiben!!
              Bei meinem Vater wurden jetzt beeits zwei Chemos gemacht, diese Woche hat er Pause. Die Chemos hat er auch relativ gut vertragen, ist zwar erschöpft aber sein befinden ist sonst ganz gut.
              Danach wird ja eine sogenannte lokale chemo angestrebt, vielleicht doch noch eine op, da er auch lebermetastasen hat. Wir sind auch völlig verzweifelt!!!
              Hat Deine Mutti auch welche? Wie wurde es bei ihr festgestellt?
              Bei meinem Vater durch zufall, bei ner Herzuntersuchung, Gallenwerte im Blut waren leicht erhöht!!!
              ...hast Du vielleicht eine email-adress?

              Kommentar



              • RE: Gallengangskrebs


                hallo Stefanie, ich kann Dir leider erst heute antworten.Auch bei unserer Mutter wurden Metastasen in der Leber festgestellt. Am 17.6. beginnt die Chemo. Unsere Mutter wurde noch in Hamburg bei einem Heilpraktiker zusätzlich untersucht. Sie meint es war sehr positiv für sie. Desweiteren wurden ihre Blutwerte zu einem Prof., der Charite in Berlin geschickt, um diese weiter zu untersuchen. Im Moment können wir nur warten.
                Unsere Adresse lautet hagen.kelber@ewetel.net

                Kommentar