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Tavor 0.5

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  • Tavor 0.5

    Hallo!

    Wegen massiven Schlafstörungen, bedingt durch die Wechseljahre habe ich von der Ärztin Tavor 0.5 gekriegt, für die Notfälle, wenn ich mal gar nicht mehr einschlafen kann und dazu Angstzustände kriege. Ich habe Angst vor solchen Medikamenten, aber gestern habe ich die Tablette genommen, weil ich einfach nicht einschlafen konnte und jetzt würde ich gerne fragen, wie oft darf man Tavor nehmen, ohne Gefahr abhängig zu werden? Zweimal pro Woche? Oder lieber nur einmal wöchentlich? Oder ist Abhängigkeitsrisiko hoch nur wenn man es täglich und in größeren Dosierung für mehrere Wochen einnimmt?
    Danke und Gruß!

  • Re: Tavor 0.5


    Hallo,

    es gibt leider keine klare Regel, nach wieviel Einnahmen eine Abhängigkeit entstünde. Das ist von Patient zu Patient verschieden. Es kann aber tatsächlich sehr schnell gehen, schon nach wenigen aufeinanderfolgenden Einnahmen. Als Schlafmittel ist es eigentlich nicht unbedingt die Erste Wahl, sondern eher bei akuten Angststörungen oder innerer Unruhe.
    Wenn Sie das Medikament nur alle paar Tage unregelmäßig nehmen, ist es weniger problematisch. Ich empfehle Ihnen trotzdem, die Ärztin nach einer Alternative zu fragen.

    Viele Grüße
    Dr. Heike Pipping

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    • Re: Tavor 0.5


      Vielen Dank für Ihre Antwort! Die Ärztin hat mir neulich Zopiclon verschrieben, als sicherere Alternative. Nun, auch bei diesem Mittel habe ich Angst abhängig zu werden. Können Sie mir dazu was sagen, zum Beispiel wie viele Nächte hintereinander darf man es nehmen?

      Danke und schöne Feiertage!

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      • Re: Tavor 0.5


        Eine Gewöhnung und "Entzugserscheinungen" sind auch bei Zopiclon möglich. Aber wie Frau Dr. Pipping schon sagte, das lässt sich nicht so genau vorhersagen, Menschen reagieren nun mal recht unterschiedlich auf Medikamente.

        Lorazepam (Tavor) hat schon eine recht lange Wirkdauer (Halbwertszeit 11 Stunden oder höher), beim Zopiclon ist sie deutlich kürzer. Es schadet sicher nichts, solche Unterschiede ungefähr zu kennen.

        Generell ist das Gewöhnungsrisiko bei solchen Mitteln am geringsten, wenn man die Dosis recht niedrig hält und es nicht länger als ca. 8 bis 14 Tage hintereinander einnimmt.

        Letztlich müssen Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen. Jetzt nehmen Sie das Zopiclon halt mal ein paar Tage hintereinander, um einigermaßen einschätzen zu können, wie es bei Ihnen wirkt, welche Dosis ausreichend ist, usw.

        Zum "Ausprobieren" solcher Mittel sind Wochenenden bzw. die Nächte vor arbeitsfreien Tagen sicher nicht das schlechteste.
        (Ich würde jedenfalls nicht dazu raten, ein eher starkes Beruhigungs- oder Schlafmittel, das man noch gar nicht kennt, abends einzunehmen, wenn man am nächsten Morgen z.B. aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen beabsichtigt, auf einer Leiter herumklettern muss oder z.B. eine Prüfung hat. So etwas kann "nach hinten losgehen", wie man so sagt.)

        Eine gewisse - sinnvolle - Zurückhaltung bei der Einnahme wird vermutlich auch gefördert, indem man sich nur kleine Packungen verschreiben lässt... ;-)

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        • Re: Tavor 0.5


          Für Schlafstörungen gibt es unzählige Alternativen zu Benzodiazepinen wie Lorazepam (Tavor) und deren Analoga. Spontan würden mir Antihistaminika der ersten Generation (Hydroxyzin, Diphenhydramin, etc.) oder bestimmte Antidepressiva mit sedierender Wirkung (Opipramol, Mirtazapin, etc.) einfallen. Diese führen zu keiner körperlichen (!) Abhängigkeit, zumindest bei Letzteren gäbe es allerdings wesentlich mehr Nebenwirkungen.

          Persönlich würde ich dennoch den Versuch einer nicht-medikamentösen Therapie der Schlafstörung empfehlen, zumal die hier genannten Medikamente zu keinem gesunden und erholsamen natürlichen Schlaf führen (Verringerung der REM-Schlafphasen).

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