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ist das wirklich eine Panikstörung?

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  • ist das wirklich eine Panikstörung?

    Hallo zusammen,

    vor zwei Wochen ging es los: ich bin mit meinem Auto auf der Autobahn zu meiner Familie gefahren, wie immer seit neun Jahren. Irgendwann wurde mir Schwindelig und ich hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ich dachte ich falle in Ohnmacht und bin auf den Parkplatz gefahren, ausgestiegen, dann wurde es besser. Beim wieder Auffahren ging es wieder los. Ich habe es bis nach Hause geschafft,aber war total fertig. Am nächsten Tag bin ich zurück gefahren- wieder das gleiche. ich dachte irgendwas stimmt mit meinem Auto nicht.
    Wieder einen Tag später ging ich zur Arbeit, die ich ebenfalls seit 9 Jahren verrichte, und keine halbe Stunde später ging es wieder los. ich wurde mit dem RTW weggebracht in die Notaufnahme, eher auf eigenen Wunsch, weil es schon das dritte mal passiert ist. Es wurde das übliche gecheckt ( bLut, EKG, Sauerstoffsättigung, Thrombose). Eigentlich wusste ich schon, dass da nichts dabei rauskommen wird. Ich bin gesund. Also wurde mir gesagt, ich habe hyperventiliert wegen Stress. Ja klar ist ja immer irgendwie die Psyche, wenn man nichts findet.
    Ich habe einige Bekannte, die mir erzählt haben, sie hatten das gleiche und es ein Halswirbel verdreht, der das ausgelöst hatund ich hatte tatsächlich Nackenschmerzen und unangenehmes Ziehen im Kopf.
    Also wollte ich zum Orthopäde, der hatte natürich erst anderthalb Wochen später einen Termin für mich. Ich lief ein bisschen rum als hätte ich einen Stock im Arsch, weil ich solche Schmerzen im Nacken und Kopfansatz hatte. Also bin ich zur Hausärztin. Die sagt, ich bin total verspannt und verschreibt mir Krankmeldung und Relaxan.

    Das ganze hat vor zwei Wochen angefangen ( erste Attacke). Ich habe es bis heute nicht zum Orthopäde geschafft, weil das mit diesem Attacken kein Ende genommen hat. Ich bin mir ganz sicher, dass ich zuvor noch NIE eine Panikattacke hatte. Ja, ich bin nicht die Ruhe in Person und ich habe einen stressigen Job, aber gerade in den letzten Monaten bin ich viel ruhiger geworden und das hat mich alles nicht mehr so gejuckt.
    Ich wollte gestern Lebensmittel einkaufen gehen und an der Kasse hat es mich wieder wie ein Blitz getroffen, ohne jegliche Vorwarnung, BAMM- verkrampft, gezittert, keine Luft gekriegt. Das heißt für mich momentan, dass ich alles hinschmeißen muss und kein selbstständiges Leben mehr führen kann. Und das in nur zwei Wochen? Das ist doch nciht normal? Natürlich habe ich mich in den letzten Tagen viel mit dem Thema Panikstörung beschäftigt und kann mir nicht erklären, wie das so schnell gehen konnte.

    Bis jetzt hat keiner meinen Nacken untersucht und der tut mir immer noch weh und ist komplett verspannt, aber das kann ja auch von den Panikattacken kommen.

    Jetzt habe ich auch gelesen, das es sich auch um eine Borreliose handeln kann, die mein Nervensystem angreift. Tatsächlich hatte ich schon einige Zeckenbisse, ohne Behandlung, ist aber schon viele jahre her.

    Meine Frage ist, wie wahrscheinlich ist es,dass ich tatsächlich eine so lebenseinschränkende Panikstörung in so kurzer Zeit ( zwei Wochen) entwickelt habe, obwohl ich das vorher nir hatte?
    Sorry für die lange Ausführung.
    VG,

    Katrin


  • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

    Hi,
    es kann schon eine Angststörung sein, die wäre aber nicht dauerhaft lebenseinschränkend, durch Psychotherapie und Psychiatrie in Kombination, kann man da viel machen.

    Es wäre aber wichtig alles andere auszuschließen, als Borreliose, Schilddrüsenerkrankung, HWS, am Besten auch ein MRT von HW und Schädel, ein EEG, EKG usw.
    Denn nur wenn alles was auch noch infrage kommt ausgeschlossen wurde, kann man von einer psychischen Erkrankung ausgehen.

    Du solltest täglich aufschreiben wie es dir geht, was du machst, wo die Attacken auftreten und wie du zwischen durch psychisch drauf bist, welche Aktivtäten du machst und wie es dir dabei und danach geht.
    Das würde einem Psychiater und auch einem Psychotherapeuten weiter helfen und auch Hinweise auf Trigger geben, ob nur psychisch oder physisch und somit auch Hinweise für die anderen Fachärzte.
    Achja und auch mal Zahnarzt und HNO aufsuchen.

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    • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

      Hi,

      Danke für die schnelle Antwort. Ich würde ja wirklich all diese Ärzte konsultieren, aber das Problem ist, dass ich wirklich nichts mehr machen kann ohne eine Attacke zu kriegen. Das einzige was noch geht ist spazieren gehen und in meiner Wohnung sein. ich krieg einfach nichts mehr gebacken und meine Hausärztin ( bei der ich aber erst seit kurzem bin, vorher hatte ich keine) hat mir gesagt, ich wäre körperlich gesund und sei psychisch krank.
      Es ist wie als hätte ich die komplette Kontrolle über meinen Körper verloren.
      Ich weiß, dass ich nicht sterbe, wenn ich eine Attacke kriege, grundsätzlich funktioniert mein Körper, aber ich will nicht jedes Mal vor anderen Menschen halb in Ohnmacht fallen. Das ist halt nicht so geil...

      Liebe Grüße

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      • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

        Geht es denn in Begleitung besser?
        Damm würde ich als erstes einen Termin bei einem Psychiater machen, der kann dir auch sagen welche Untersuchungen noch unbedingt gemacht werden sollte und etwas verschreiben was dir fürs erste helfen sollte, um dann den Rest auch noch anzugehen.
        Nur bis das voll wirkt dauert es halt einige Wochen.

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        • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

          leider sind auch alle Psychiater momentan ausgebucht, oder nehmen einen gar nicht ohne Überweisung. Meine Ärztin ist haltknallhart in Urlaub ohne mich weiter zu leiten. Sie sieht da wohl nicht so, dass man das schnell angehen sollte.

          Ich gucke jetzt mal, ob mir ihre Vetretungsärztin helfen kann.

          Liebe Grüße

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          • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

            Also unbedingt brauchen die keine Überweisung.
            Ich würde es im Notfall in einer psychiatrischen Ambulanz versuchen, dort wirst du aber eine Ü brauchen, ggf. nachträglich.
            Aber erst einmal die Vertretungsärztin.

            Hast du auch bei den Nervenärzten geschaut, also jenen die Neurologie und Psychiatrie praktizieren?

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            • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

              ja ich habe heute bei der Neurologie und Psychopraxis vor Ort angerufen und die haben mich sofort, abgewiesen und nicht mal nachgefragt, ob ich ein Rezept habe. Meine Freundin hat jetzt gesagt, ich soll in eine Tagesklinik für Notfälle gehen. Leider geben die dir eh nur Tabletten und das wollte ich eigentlich nicht...

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              • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

                Gibt es denn eine Tagesklinik für Notfälle?
                Normalerweise muss man da stationär und es geht nur sofort als Notfall, also Gefahr in Verzug und ansonsten auch nur mit Warteliste.
                In eine Ambulanz kann man aber immer als Notfall, auch ohne direkte Gefahr aber mit hohem Leidensdruck, die können dann auch ggf. einen Klinik oder Tagesklinikaufenthalt in die Wege leiten.

                In einer (Tages)Klinik, wird eigentlich auch mehr gemacht als nur Tabletten gegeben, spätestens in der zweiten Woche sollten einige Therapien angeboten werden, allerdings kommt es auch darauf an wie das Personal aufgestellt ist.

                Wenn möglich würde ich da eher eine psychosomatische Klinik empfehlen, psychiatrische gehen natürlich fast immer mit einem Medikament einher und sind natürlicherweise mehr auf Psychiatrie als auf Psychosomatik ausgelegt, aber dennoch nicht nur auf Tabletten wobei es ja auch gut ist wenn man welche bekommt die helfen und damit die anderen Therapien erleichtern.

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                • Re: ist das wirklich eine Panikstörung?

                  PS.
                  bei einer psychosomatischen Klinik wird es aber wohl nicht mit Notfalleinweisung gehen, sondern auch über eine Warteliste,

                  Wichtig ist auch dass du eine ambulante Therapie bekommst, also auch bei Psychotherapeuten auf die Warteliste setzen lassen.
                  Wenn du eine Hand voll Absagen hast, oder unzumutbare Wartezeiten, dann schreib die Therapeuten auf und wende dich an deine KK, die müssen dann eine Abrechnung über ein privates System bewilligen, da steigen die Chancen auf einen Platz (die Welt ist ungerecht).

                  Aber, als Notlösung würde ich erst einmal in eine Ambulanz, wenn es eine Notfalltagesklinik gibt wäre das auch eine Möglichkeit habe aber noch nie von so etwas gehört.

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