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hochdosiert Vitamin B1 bei Demenz

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  • hochdosiert Vitamin B1 bei Demenz

    Ich habe ein wenig in Pubmed gewühlt und Bezüglich Alzheimer/Demenz und Vitamin B1 einige interessante erschienene Artikel gelesen.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass Ende der Achtziger Jahre vielversprechende Ergebnisse aufgetaucht sind! Leider wurde genau da nicht weiter gemacht. (Das ist wieder typisch für die Pharmaforschung. Ist kein Geld zu verdienen werden gute Ansätze nicht nur nicht weiter verfolgt sondern auch aller Wahrscheinlichkeit nach das Nichtweiterverfolgen schmackhaft gemacht.) Jedenfalls hat es einfach aufgehört!
    Die Dosierungen lagen damals zwischen 3 und 8 gramm oral (ja tatsächlich Gramm!) täglich.

    1996 haben dann die Japaner noch mal nachgelegt. Und auch das ist typisch für unsere Pharmaforschung. ‘88,’91 und ‘93 wurden passable Ergebnisse mit Hochdosen erzielt und wo macht man dann weiter? Mit Niedrigdosen!(100mg). Hat aber auch noch ein bisschen funktioniert.
    Dann gabs zwei Reviews, die, wen wundert es, von einer zu dünnen Studienlage berichten und nun 2007 haben die Franzosen für die milde Form gute Ergebnisse mit B1, kombiniert mit einem Cholinesterasehemmer, erzielt. Wobei da natürlich wieder ein Patent drauf ist, das man wenigstens noch ein bisschen verdienen kann. Ob die Ergebnisse besser sind als die Hochdosis alleine, wage ich zu bezweifeln.

    Die Studien liefen damals übrigens über 3 Monate.

    Nun also die Preisfrage:
    ich kenne nur die 200 mg Tabletten. Gibt es höher dosierte Tabletten oder Injektionen?
    Wer hat auch schon mal von der Behandlung mit hochdosiertem Vitamin B1 gehört und kann mir Infos geben?


  • Re: hochdosiert Vitamin B1 bei Demenz


    Hallo casaplatina!

    Meine Mutter mit Alzheimer-Demenz gebe ich u.a. Vitamin B Komplex. Sie hat auch Diabetes Typ 2. Beides Alzheimer und Diabetes Typ 2 wird auch als Diabetes Typ 3 bezeichnet.

    Diabetiker leiden sehr häufig an einem ausgeprägten Vitamin B1-Mangel.

    weiteres hier zu B1 und seiner Vorstufe:

    http://gesundheit-adhoc.de/index.php...e=0&msgNr=2372

    Die fettlösliche Thiamin-Vorstufe, das Benfotiamin,ist von Vorteil, da diese wegen ihrer Fettlöslichkeit nach oraler Gabe in wesentlich höheren Konzentrationen vom Körper und den Geweben aufgenommen wird als Thiamin.


    Vitamin B1 vernetzt Gehirn und Muskeln und sorgt für ein gutes Gedächtnis und kurbelt die Bildung des Glückshormons Serotonin an.

    Da es aber wasserlöslich ist sollt man es mit der Mahlzeit in mehreren Einzeldosen verabreicht werden.

    thiamin kommt nur in wenigen lebensmitteln in grossen mengen vor. raffinierten produkten fehlt dieses vitamin gänzlich.
    hoher alkoholkonsum beeinträchtigt die thiamin-resorption.
    folsäure-mangel: verschlechtert die aufnahme von thiamin.
    erhöhter bedarf: der körper besitzt keine grossen thiamin-speicher. bei stress, verletzungen, schilddrüsenüberfunktionen, lebererkrankungen, stillen oder im wachstum ist der bedarf erhöht.
    medikamente: orale kontrazeptiva wie "die pille" erhöhen den thiamin-bedarf enorm.
    magnesium-mangel stört die umwandlung von vit. B1 in seine aktive form.
    vitamin C schützt vit. B1 vor deaktivierung im darm.


    viele Grüsse

    Timur

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    • Re: hochdosiert Vitamin B1 bei Demenz


      Liebe Casapalatina,

      ich habe gerade auch den Bericht von Timur gelesen und beschlossen meiner Mutter diese Vorform zu besorgen.
      Selber kenne ich mich in dem THema nicht aus, bin aber dankbar für jeden alternativen HInweis.

      Danke an euch Beide

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      • Re: hochdosiert Vitamin B1 bei Demenz


        Sehr geehrte/r casapalatina,

        die aktuellste mir bekannte zusammenfassende Arbeit zum Thema Bit. B1 (Thiamin) und M. Alzheimer stammt von 2001 (Rodríguez-Martín JL et al.; "Thiamine for Alzheimer's disease"; Cochrane Database Syst Rev.). Eine Wirksamkeit konnte dort in einer Metaanalyse verschiedener Studien nicht herausgearbeitet werden, weil diese erhebliche methodische Mängel hatten.
        (Zitat: "REVIEWER'S CONCLUSIONS: It is not possible to draw any conclusions from this review. The number of people included in the studies if less than 50 and the reported results are inadequate."). Ich möchte die Erwartungen daher dämpfen. Da der Wirkstoff aber gut verträglich ist sind zumindest Nebenwirkungen selten.

        Mit freundlichen Grüssen,

        Spruth

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