Granisetron

Allgemeines

Granisetron gehört zu den 5-HT3-Antagonisten (Serotonin-Antagonisten), die gegen gesteigerten Brechreiz eingesetzt werden. Es ist vor allem wirksam bei Brechreiz und Übelkeit, die in Zusammenhang mit operativen Eingriffen, Bestrahlungstherapie oder der Therapie mit Zytostatika stehen.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Brechreiz mindern
  • Serotoninwirkung vermindern
  • Brechreiz vorbeugen
  • Erbrechen hemmen
  • Erbrechen vorbeugen.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Granisetron im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Granisetron nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Granisetron oder andere 5-HT3-Antagonisten darf der Wirkstoff nicht eingenommen werden.

Bei Leberfunktionsstörungen darf es nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden. Dies gilt auch, wenn die Beweglichkeit des Darms beeinträchtigt ist.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bisher gibt es keine Hinweise auf Gefahren für Mutter oder Kind während der Schwangerschaft. Dennoch sollte wegen mangelnder Erfahrung auf die Einnahme des Medikaments während einer Schwangerschaft verzichtet werden.

Aus dem gleichen Grund darf das Medikament während der Stillzeit nicht verabreicht werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter einem Jahr sollten das Medikament nicht erhalten. Für die Anwendung als Infusion über eine Vene liegt diese Grenze bei zwei Jahren.

Welche Nebenwirkungen kann Granisetron haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Granisetron. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Verstopfung.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Grippeartige Symptome, Fieber, Schüttelfrost, Schwächegefühl, Benommenheit, Schwindel, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Angstgefühl, Müdigkeit.

Seltene Nebenwirkungen:
Vorübergehender Anstieg der Leberenzymkonzentration im Blut, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge, Wassereinlagerungen (Ödeme), anaphylaktische Reaktionen; Blutdruckabfall, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen;
bei wiederholter Anwendung als Injektion über eine Vene: örtliche Beschwerden an der Einstichstelle.

Welche Wechselwirkungen zeigt Granisetron?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

In Verbindung mit dem Narkosemittel Phenobarbital steigt die Nierenausscheidung von Granisetron um circa ein Viertel, wenn dieses direkt ins Blut (intravenös) gegeben wurde.

Granisetron sollte nur mit Vorsicht zusammen mit dem Parkinson-Mittel Apomorphin eingenommen werden. Bei dem chemisch ähnlichen Ondansetron kann es nämlich aufgrund bisher unbekannter Wechselwirkungen zu starkem Blutdruckabfall und Ohnmacht kommen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei wiederholter Gabe muss der Arzt die Leberfunktion und das Blutbild kontrollieren.
  • Das Reaktionsvermögen kann beeinträchtigt sein.
  • Vorsicht ist im Straßenverkehr und beim Bedienen von potenziell gefährlichen Maschinen geboten.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Granisetron?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Granisetron enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Infusionslösungs­konzentrat

So wirkt Granisetron

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Granisetron. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen), zu welcher der Wirkstoff Granisetron gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Granisetron

Granisetron gehört zu den 5-HT3-Antagonisten (Serotonin-Antagonisten), die gegen gesteigerten Brechreiz eingesetzt werden. Es ist vor allem wirksam bei Brechreiz und Übelkeit, die in Zusammenhang mit operativen Eingriffen, Bestrahlungstherapie oder der Therapie mit Zytostatika stehen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Granisetron sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Granisetron

Der Wirkungsmechanismus von Granisetron entspricht dem anderer 5-HT3-Antagonisten, die zu den Mitteln gegen Übelkeit und Erbrechen gehören. Die den Brechreiz verstärkende Wirkung von Serotonin, das insbesondere bei chirurgischen Eingriffen und Zytostatikatherapie ausgeschüttet wird, wird blockiert.

Im Gegensatz zu Ondansetron ist es länger wirksam, weshalb es seltener eingenommen werden muss. Die Verstoffwechselung des Medikaments kann von Mensch zu Mensch deutliche Unterschiede aufweisen.

Da ein tumorauslösendes Risiko nicht mit voller Sicherheit ausgeschlossen werden kann, sollte Granisetron nicht langfristig angewendet werden.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.