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Leukämie: Diese Formen von Blutkrebs gibt es
Leukämie, auch als Blutkrebs bekannt, ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Allen Formen gemeinsam ist, dass sich bestimmte Vorläuferzellen weißer Blutkörperchen krankhaft verändern und unkontrolliert vermehren.
Je nach Art der betroffenen Zellen und dem Krankheitsverlauf unterscheiden sich die Leukämieformen jedoch deutlich. Diese Unterschiede haben Einfluss darauf, wie rasch die Erkrankung fortschreitet und welche Behandlungen infrage kommen.
Welche Arten von Leukämie es gibt und worin sie sich unterscheiden, zeigt diese Bildergalerie.
Hinweis: Diese Bildergalerie ersetzt keine fachkundige Untersuchung. Die genannten Symptome können auch auf andere Krankheiten hinweisen. Wer unter anhaltenden Beschwerden leidet, sollte ärztlichen Rat einholen.
Akute lymphatische Leukämie ist eine Form
Bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) sind unreife Vorläuferzellen betroffen, aus denen sich normalerweise Lymphozyten entwickeln. Die ALL ist die häufigste Leukämieform im Kindesalter, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten. Typisch sind ein rascher Krankheitsverlauf und Beschwerden wie ausgeprägte Müdigkeit, eine erhöhte Infektanfälligkeit und eine verstärkte Blutungsneigung.
ALL: Heilungschancen der Leukämieform
In der Regel ist eine sofortige medizinische Behandlung notwendig, meist in Form einer intensiven Chemotherapie. Während bei Kindern häufig gute Heilungschancen bestehen, ist die Prognose bei Erwachsenen insgesamt ungünstiger. Sie hat sich durch moderne Therapien jedoch deutlich verbessert.
Lesetipp: Lymphdrüsenkrebs – typische Symptome eines Lymphoms
Akute myeloische Leukämie ist weitere Art
Die akute myeloische Leukämie (AML) entsteht aus anderen Vorläuferzellen im Knochenmark als die akute lymphatische Leukämie (ALL) und betrifft überwiegend Erwachsene. Wie die ALL schreitet auch diese Leukämieform rasch voran und geht mit ähnlichen Symptomen einher, da die normale Blutbildung gestört wird.
Wie wird die akute myeloische Leukämie behandelt?
In der Regel ist bei der akuten myeloischen Leukämie eine schnelle medizinische Behandlung notwendig, meist in Form einer intensiven Chemotherapie. Die genaue Therapie und die Heilungschancen sind individuell und richten sich unter anderem nach dem allgemeinen Gesundheitszustand der betroffenen Person sowie nach bestimmten Merkmalen der Erkrankung.
Chronische lymphatische Leukämie (CLL) als weitere Art
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist eine meist langsam verlaufende Form von Blutkrebs. Sie wird umgangssprachlich auch als Altersleukämie bezeichnet, da sie überwiegend ältere Erwachsene betrifft. Im Unterschied zu den akuten Leukämien schreitet die Erkrankung häufig über Jahre nur langsam voran. Viele Betroffene haben zunächst keine oder nur milde Beschwerden. Typische Symptome sind im Verlauf unter anderem geschwollene Lymphknoten.
Lesetipp: Chronische lymphatische Leukämie – typische Symptome der Altersleukämie
Altersleukämie: Therapie einer CLL
Bei der CLL ist nicht immer eine sofortige Behandlung notwendig. In frühen Stadien wird die CLL oft zunächst ärztlich beobachtet. Nehmen die Beschwerden zu, stehen heute verschiedene Therapien zur Verfügung, mit denen sich der Krankheitsverlauf häufig gut kontrollieren lässt.
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Chronische myeloische Leukämie ist weitere Form
Auch die chronische myeloische Leukämie (CML) betrifft vor allem Erwachsene. Sie ist insgesamt seltener als die CLL. Ursache ist eine erworbene genetische Veränderung, die dazu führt, dass sich veränderte Blutzellen vermehrt bilden. Anfangs verursacht die Erkrankung häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden wie Erschöpfung oder Nachtschweiß. Sie wird daher oft zufällig bei einer Blutuntersuchung entdeckt.
Lesetipp: Chronische myeloische Leukämie – mögliche Symptome bei Blutkrebs
Wie wird CML behandelt?
Heute lässt sich die CML in vielen Fällen gut behandeln. Zielgerichtete Medikamente können das Fortschreiten der Erkrankung häufig langfristig kontrollieren. Eine regelmäßige medizinische Betreuung ist jedoch wichtig, da sich die Beschwerden trotz Therapie erneut verstärken können und die Behandlung dann angepasst werden muss.
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Leukämie, auch als Blutkrebs bekannt, ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krebserkrankungen des blutbildenden Systems. Allen Formen gemeinsam ist, dass sich bestimmte Vorläuferzellen weißer Blutkörperchen krankhaft verändern und unkontrolliert vermehren.
Je nach Art der betroffenen Zellen und dem Krankheitsverlauf unterscheiden sich die Leukämieformen jedoch deutlich. Diese Unterschiede haben Einfluss darauf, wie rasch die Erkrankung fortschreitet und welche Behandlungen infrage kommen.
Welche Arten von Leukämie es gibt und worin sie sich unterscheiden, zeigt diese Bildergalerie.
Hinweis: Diese Bildergalerie ersetzt keine fachkundige Untersuchung. Die genannten Symptome können auch auf andere Krankheiten hinweisen. Wer unter anhaltenden Beschwerden leidet, sollte ärztlichen Rat einholen.
- Online-Informationen von DocCheck: Leukämie: https://flexikon.doccheck.com/de/Leuk%C3%A4mie (Abruf: 01/2026)
- Online-Informationen von MSD Manual: Überblick über Leukämien: https://www.msdmanuals.com/de/heim/bluterkrankungen/leuk%C3%A4mien/%C3%BCberblick-%C3%BCber-leuk%C3%A4mien (Abruf: 01/2026)
- Online-Informationen der Stiftung Deutsche Krebshilfe: Leukämie bei Erwachsenen: https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Blaue_Ratgeber/Leukaemie_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf (Abruf: 01/2026)
- Online-Informationen des Deutschen Krebsforschungszentrums: Behandlung der akuten lymphatischen Leukämie (ALL): https://www.krebsinformationsdienst.de/leukaemie/behandlung/akute-lymphatische-leukaemie (Abruf: 01/2026)
- Online-Informationen des Klinikums der Technischen Universität München (TUM Klinikum): Akute myeloische Leukämie (AML): https://med3.mri.tum.de/de/die-klinik/schwerpunkte/aml (Abruf: 01/2026)
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