• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Depressionsverschlechterung durch WJ

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Depressionsverschlechterung durch WJ

    Hallo Fr.Dr.
    hab gelesen,das in den Wechseljahren Frauen oft Depressionen entwickeln.
    Kann sich eine bestehende Depression dadurch auch verschlechtern? Habe seit 3 Mon. plötzlich (vorher recht regelmäßig aber schon immer schwach) keine Blutungen mehr. Hatte das auf Einnhme von Seroquel zurückgeführt,weil es so plötzlich ausblieb.
    Doch jetzt habe ich seit 1 Wo.alle 1-2 Tage etwas Blutung, Bauch- und Brustschmerzen,also doch vielleicht WJ. Bin 49 J.,keine Kinder.
    Da sich auch meine Depr. in diesem Frühjahr eher verschlechtert als bessert ,meine Frage:
    Gibt es einen Zusammenhang zwischen Östrogenvermienderung
    und Depri-verschlechterung???

    Bitte geben Sie mir einen Rat,was ich machen kann.
    Mit freundlichen Grüßen
    Monic

  • Re: Depressionsverschlechterung durch WJ


    Hallo Monic, ich werde meine Antwort in 2 Teile gliedern. Der erste Teil spiegelt die offiziellen Leitlinien dazu wieder, der 2. Teil spiegelt die Praxiserfahrung wieder.

    Leitlinien werden von einem Gremium von Fachspezialisten erarbeitet, sie vergleichen Studien und kommen dann zu einem Konsenz, einer gemeinsamen Aussage, ob die Wechseljahrsbeschwerden wie Depressionen mit Hormonen behandelt gehören oder nicht.
    So steht darin geschrieben
    "Die Mehrzahl von prospektiven Beobachtungsstudien hat gezeigt, dass Depressionen in den Wechseljahrennicht häufiger auftreten.
    Depressionen in der Vorgeschichte sowie kognitive und soziale Faktoren sind in ganz erheblicher Weise mit dem Auftreten von Depressionen in den Wechseljahren assoziiert"

    und die Kommission hat entschieden, dass Hormone nicht zur Behandlung empfohlen werden sollen, jedoch aber zur Behandlung der Hitzewallungen, welche ja ursächlich durch den Schlafentzug zu Depressionen führen können.

    Also kurzgefasst: wenn die Depression durch Schlafentzug entstanden ist, weil Sie die "fliegende Hitze" nachts haben, besteht eine gute Chance alles mit einer Hormonersatztherapie behandeln zu können.

    Jetzt zu meinen Erfahrungen die ich mit meinen Patientinnen gemacht habe, die bereits regelmäßig ein Antidepressivum ab dem 40 Lebensjahr einnehmen. Unter Antidepressiva kommt es zu Zyklusunregelmäßigkeiten, das ist bekannt. Ich habe immer wieder gefragt, ob denn die Zyklusunregelmäßigkeiten (also auch das Ausbleiben der Periodenblutung) bereits vor Einnahme der Medikament bestand und ich habe fast immer die Antwort erhalten, dass dies so war. Also "erst die Hormonstörung, dann die Depression". Dies ist jedoch nur meine eigen gemachte Beobachtung und kann natürlich nicht mit der Vielzahl an Studien verglichen werden, welche dem Gremium der Leitlinien zur Verfügung stehen.

    Vielleicht fragen Sie Ihren behandelnden Frauenarzt, wie er Ihre Situation einschätz, oft kann der Arzt, der sie jahrelang kennt einen guten Rat geben.
    Allgemein gilt Licht als stimmungsauffhellend. Es gibt von Phillips eine Lampe, speziell mit einem sehr hellen Licht zur Besserung der Stimmungslage, man/frau schaut 30min direkt morgens hinein.
    Dann gibt es gute Wechseljahrspräparate von anthroposophischen Firmen wie WALA und WELEDA. Diese sind pflanzlich/homöopathisch und verfehlen meiner Beobachtung nach nicht ihre Wirkung. Ich denke da an Sepia comp. oder ein Aurum (Gold)-Präparat.

    Des weiteren lassen Sie doch einmal nach Ihren Schilddrüsenwerten schauen, dies sehr zentrale Stoffwechselorgan wird hin und wieder zu wenig in der Umstellungszeit beachtet. Selen soll hier sehr von Vorteil sein um die Schilddrüse zu unterstützen.

    ich hoffe Ihnen neue Anregunge gegeben zu haben
    Frau Dr. Athanassiou

    Kommentar


    • Re: Depressionsverschlechterung durch WJ

      Hallo und wie geht es Ihnen jetzt? Haben Sie die Wechseljahre gut überstanden?
      beste Grüße

      Kommentar