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Thrombose und schwimmen

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  • Thrombose und schwimmen

    Guten Abend Frau Dr. Schaaf,
    und natürlich an alle anderen da draußen,

    vor ca. 3 Wochen wurde bei mir eine tiefe Beckenbeinvenen-Thrombose festgestellt. Es folgte ein fünftägiger Krankenhausaufenthalt, der gespickt war mit Heparinspritzen und der Einstellung durch Falithrom .
    Nun trage ich wie soviele andere auch den reizenden Thrombosestrumpf und nehme brav mein kleines weisses Pillchen..... Neben der wöchentlichen Blutabnahme gehts mir blendend.
    Beschwerden gibt es keine...
    Nun zu meiner Frage.
    Da die süssen Wintermonate wieder beginnen möchte ich schon jetzt mit schwimmen gegenwirken.
    Die Meinungen gehen ja sichtlich auseinander. Eine genaue "Anweisung" hab ich noch nicht gefunden.
    Ach und wie sieht es eigentlich mit der Nebenwirkung "Haarausfall" aus? Hat da jemand Erfahrung mit? Kann ich dem irgendwie entgegenwirken?
    Ich bedanke mich schon mal im voraus und freue mich auf Eure Antworten..

    schönen Abend und Grüße aus der Hauptstadt.

    querschlaegerin (8))


  • Re: Thrombose und schwimmen


    Wieso sehe ich den Beitrag erst heute??? Sorry...
    Egal...

    Schwimmen ist gut. Richtig ist auch, dass die Meinungen auseinandergehen.
    Tatsache ist, dass Wasser eine Kompression macht, die - je nach dem was man im Wasser tut -, fast genau so gut ist wie die des Strumpfes. Ich fürchte, das weiß nicht jeder. Jedenfalls habe ich von den "Schwimmgegnern" bis jetzt noch keine vernünftige Erklärung für ihr Verhalten gehört und bleibe deswegen bei meiner Einstellung "Schwimmen ist gut." Hinzu kommt, dass ich mit meinen Patienten so viel Aufklärung betreibe, dass sie in der Lage sind, zu erkennen, was ihnen konkret gut tut und was nicht. Bewegung ist gut, aber das Maß muss jeder für sich herausfinden. Nachdem es Ihnen so gut geht nach der kurzen Zeit, bin ich zuversichtlich, dass sie das Schwimmen gut vertragen werden. Schlecht vertragen würde sich als Schwellung, Spannungsgefühl, komisches tiefes Kribbeln und Ähnliches bemerkbar machen. Dann raus aus dem Wasser, hinlegen, evtll. Beine hoch und wieder rein in den Strumpf. Ansonsten gilt: Schwimmen so lange Sie wollen, auch am Rand festhalten und im Wasser "Radfahren" ist sehr gut, weil die Beine dabei so tief sind = hohe Kompression. Das Wichtigste zum Schluss: Nach dem Schwimmen etwa 10 Minuten Beine hochlegen und wenn sie wieder richtig trocken sind, den Strumpf anziehen. Schwimmen mit Strumpf, was auch gelegentlich empfohlen wird, halte ich in aller Regel für nicht nötig.

    Haarausfall?
    Nur einmal gesehen, ging nach Absetzen wieder zurück. An Ihrer Stelle würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen, aber vielleicht gibt es dazu ja Userbeiträge.

    Dr. Schaaf

    p.s. Wissen Sie zufällig wo Ihre TVT ist? Unterschenkel, Oberschenkel, Leiste, Becken?

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    • Re: Thrombose und schwimmen


      Guten morgen Frau Dr. Schaaf,

      vielen Dank für Ihre Antwort.

      Freut mich außerordentlich das ich meine Schwimmhäute wieder mal unter Beweis stellen kann..
      Meine Hausärztin hat mir empfohlen den Strumpf anzulassen. Viel besser liest es sich wenn ich diesen weglassen kann..
      Und das mit dem Haarausfall ist schon sehr belastend. :-( Aber ich halte tapfer durch.

      Meine Thrombose befindet sich im linken Bein/Becken.. das genaue Ende des Thombus konnte nicht gesehen werden..

      Noch eine Frage... unbändiger Appetit? Ist das eine mögliche Nebenwirkung vom Medikament Falithrom?
      Welche Medikation darf ich eigentlich nehmen bei Schmerzen...(Kopf, Zahn usw)

      So viel neue Fragen sollten es eigentlich gar nicht werden... :-)

      Ich bedanke mich und wünsche noch einen schönen Tag..

      Kommentar


      • Re: Thrombose und schwimmen


        Ich kenn ja eigentlich nur Marcumar und habe mit Falithrom keine Erfahrung. Fragen Sie doch mal, ob Sie nicht wechseln könnten, wenn es unter Falithrom - so habe ich Sie jetzt verstanden - schon zum Haarsausfall kommt.

        Schmerzmittel und Marcumar ist kein Problem, solange sie nicht operiert werden sollen. Was sagt der Beipackzettel von Falithrom?

        Wann ist die nächste Kontrolle des Befundes? Sie sollten unbedingt wisen, wo genau der Thrombus sitzt. Ist wichtig für die Zukunft. "Kann man nicht sehen" würde mich nicht zufrieden stellen.

        Dr. Schaaf

        Kommentar



        • Re: Thrombose und schwimmen


          Frau Dr. Schaaf,

          Nun habe ich nocheinmal meinen Befund gelesen..

          Zitat:
          In der am Aufnahmetag druchgeführten farbkodierten Duplexsonographie des linken Oberschenkels zeigte sich eine tiefe Beinvenenthrombose im Bereich der linksseitigen V- femoralis communis und der procimalen V. saphena magna. Das proximale Thrombusende konnte hier nicht eingesehen werden.

          Medikation:
          Falithrom (Phenprocoumon) 6 Monate

          Die nächste Untersuchung wir in 14 Tagen stattfinden..

          Kommentar


          • Re: Thrombose und schwimmen


            Schönen Abend,
            bin neu hier im Forum und möchte auch bischen zur allgemeinen Aufklärung beitragen.
            Auf die Frage mit dem schwimmen bei Thrombose kam ja schon die perfekte Antwort. Da
            möchte ich nur ergänzen, dass mein HA mir sagte, dass die Wassertemperatur nicht zu
            hoch sein soll und auch an die Luftfeuchtigkeit in Hallenbädern ist zu denken, die kann
            einem ja manchmal auch den Blutdruck höher werden lassen. Ich nehme Falithrom jetzt
            genau 1 Jahr, hatte eine tiefe Beinvenenthrombose, und werd froh sein, wenn ich dieses
            Medikament wieder los bin. Im Januar entscheidet der Angiologe, ob es abgesetzt werden
            kann. Haarausfall hab ich keinen, aber das mit dem gesteigerten Appettit kenn ich, ein
            Teufelskreis. Mein nächstes Problem ist Fersensporn in beiden Füßen und solang man
            Falithrom einnimmt, darf man nur Schmerzmittel nehmen, die keinen Einfluss auf die
            Blutgerinnung haben und das ist wohl nur Paracetamol, was mir leider gar nicht hilft.
            Kann nur auf Absetzen mit Falithrom hoffen, dass ich meinen entzündeten Fersensporn
            mit Entzündungshemmern behandeln kann. Spritzen geht auch nicht, solange man
            Blutverdünner nimmt. Ist eben alles so eine Sache, man glaubt gar nicht, was einem
            so alles unterkommen kann. So, für jetzt aber genug, ich will ja keinen zuquatschen.

            Liebe Grüße pudelmädchen.

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            • Re: Thrombose und schwimmen


              Hallo und nen schönen guten nabend Pudelmädchen...

              Ich danke Dir recht herzlich für Deine Antwort. Und da lass ich mich doch gerne mal zuquatschen. (8))
              Ich nehm das Falithrom ja jetzt erst ca. 4 Wochen und so langsam gewöhn ich mich an die Tatsache, das es wohl noch eine Zeitlang so weitergehen wird.
              Sag mal, bezüglich dem gesteigerten Appetit...hast Du irgendetwas dagegen unternehmen können? Das macht mich ganz wahnsinnig, hab das Gefühl als wenn meine Gehirnzellen nicht richtig funktionieren.. (()
              Annonsten drück ick dir natürlich die Daumen, das Du das Falithrom bald los bist und wieder richtig durchstarten kannst.
              Wünsch noch einen entspannten Abend..

              querschlaegerin.. (8))

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              • Re: Thrombose und schwimmen


                Na aber hallo, die Antwort kam ja superschnell. Hab grad mit meiner kleinen Tochter (11 Jahre - Nachzüglerkindchen) und unserem lieben Hundilein - Pudelmädel - eine Runde um den Block gedreht und komm grad wieder rein und schon ist deine Antwort da. Allso nochmal zum gesteigerten Appettit. Bei mir hats richtig reingeschlagen, habe bis vor einem
                Jahr geraucht und nach der Thrombose natürlich sofort aufgehört und das kommt ja auch
                noch gewichtserschwerend dazu, denn wie man weiß, nimmt man ja erstmal zu, wenn man
                mit dem Rauchen aufhört und das Freßverlangen steigt natürlich an. Es schmeckt einfach
                alles besser. Mein Orthopäde hat mich dann zu einem Kurs geschickt "Ernährungs-beratung/-umstellung". Hat aber nichts gebracht, solang es nicht vom Kopf her kommt, ändert man sein Eßverhalten nicht. Dann kommt bei mir noch dazu, dass ich kaum Sport
                machen kann, da ich nach mehreren Beckenoperationen in dieser Richtung sehr einge-
                schränkt bin. Du siehst, ich kann dir keinen Geheimtipp veraten - ich könnt auch die Waage
                zum Fenster raushauen. Übrigens, bei Nebenwirkungen unter Falithrom hab ich auch mal
                gelesen, dass es zu Wasseransammlungen im Gewebe kommen kann und das merkste dann auch auf der Waage. Aber es nützt nichts, Kopf hoch und durch, vielleicht bringen
                wir die Pfunde ja doch irgendwann zum purzeln. Es weiß halt keiner wann, witz, witz..

                Lieber Gruß an Querschlaegerin vom Pudelmädchen.

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                • Re: Thrombose und schwimmen


                  juten morgen Pudelmädchen...

                  da macht es doch gleich viel mehr Spaß die Mails abzurufen.
                  Danke für Deine Antwort.. ()))

                  Komischer weise steht ja in der Information nichts von solch Nebenwirkungen bei der Einnahme von Falithrom.. Aber woher soll das sonst kommen.
                  Hab schon den Verdacht gehabt, das ich schwanger bin. Aber das wurde sozusagen heute früh ausgeschlossen. hhhmmmmm... macht mich ganz wahnsinnig.

                  Ja ja die Kopfsache. Wie gesagt, ich glaub meine Gehirnzellen sind in ihrer Tätigkeit völlig eingeschränkt.. B)

                  Da Frau Dr. Schaaf das schwimmen nicht abgeraten hat, werd ich wohl wieder die eine oder andere Bahn drehen.. Das könntest Du doch sicherlich auch machen oder? Schließlich sind wir ja dann leicht wie eine Feder... lach...

                  Ich drück Dir auf jeden Fall janz feste die Daumen...

                  Liebe Grüße von mir an Dich..

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                  • Re: Thrombose und schwimmen


                    Hi und grüß Gott,
                    du hast Recht, komm las uns schwimmen gehen und du wirst sehen, die
                    Pfunde purzeln nur so drauf los. Ach ja, wenns bloß so einfach wäre. Doch wir
                    dürfen nicht verzagen, irgendwann wird sich unser Körper auch der neuen Situation
                    anpassen ohne darauf mit Gewichtszunahme zu reagieren. Wir müssen nur Geduld haben
                    und dran glauben. In diesem Sinne eine gute Zeit wünscht

                    pudelmädchen!

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