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Schwangerschaft und Medikamente

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  • Schwangerschaft und Medikamente

    Hallo,

    mein Freund und ich wollen im Laufe des Jahres mit der Familienplanung beginnen.
    Allerdings habe ich diverse chronische Krankheiten und muss Medikamente nehmen.

    Nun mache ich mir Sorgen, wie sich das auf eine eventuelle Schwangerschaft auswirken könnte.

    Ich bin 32 Jahre alt und stark übergewichtig.


    Bluthochdruck:
    Der wurde bereits vor 14 Jahren bei einem weit geringerem Körpergewicht festgestellt.
    Ich nehme zur Zeit Candecor Comp 32mg/12.5mg. Das ist wohl während einer Schwangerschaft streng untersagt, da es zu Fehlbildungen führt.
    Das Problem: Ich vertrage die meisten anderen Blutdruckmittel nicht. ACE-Hemmer verursachen Herzrhythmusstörungen und Husten. Calcium-Antagonisten führen innerhalb von 3 Tagen zu extrem angeschwollenen Knöcheln. Beta-Blocker (Metoprolol) führt schon in kleiner Dosierung zu Durchblutungsstörungen in den Beinen.
    Der Blutdruck liegt unbehandelt bei maximal 155/100.
    Der untere Wert lässt sich erst senken, seitdem ich das Kombipräparat mit Entwässerungsmittel einnehme, vorher war er konstant
    hoch.
    Gibt es da überhaupt andere Mittel oder würde man bei den Werten ohne Tabletten sowieso auf eine Behandlung verzichten?

    Schilddrüsenunterfunktion:
    Ich nehme L-Thyroxin 50, das soll in der Schwangerschaft ungefährlich sein, oder?

    Allergien:
    Ich nehme ganzjährig Cetirizin, das sollte auch ungefährlich sein?!

    chronische Schmerzen:
    Ich habe starke Probleme mit der Muskulatur im Schulter-/Nackenbereich.
    Leider werden aus den Nackenschmerzen an 1 - 3 Tagen pro Woche starke Kopfschmerzen.
    Dagegen muss ich Ibuprofen nehmen, meist in einer Dosierung von 800mg.
    Bei der Einnahme von ASS muss ich mich sofort übergeben, Paracetamol zeigt in einer nicht gesundheitsschädlichen Dosierung keine Wirkung mehr, da damit in meiner Kindheit über Jahre meine Migräneanfälle behandelt wurden.
    (die Migräne ist mittlerweile kaum noch vorhanden, vielleicht 2 Anfälle im Jahr)

    Was für Schmerzmittel kann man während der Schwangerschaft nehmen?
    Ohne geht es auf keinen Fall, ich nehme sie schon nur bei Schmerzen die nicht mehr erträglich sind, an den anderen Tagen lindere ich die Schmerzen mit heissen Kornkissen (Kälte verstärkt den Schmerz, Bewegung auch).

    chronische Gastritis
    Dagegen nehme ich jetzt seit 2 Jahren Omeprazol 40mg 1x täglich.
    Besteht dadurch irgendein Risiko?

    Gruß,
    Julia


  • Re: Schwangerschaft und Medikamente

    chronische Schmerzen:
    Ich habe starke Probleme mit der Muskulatur im Schulter-/Nackenbereich.
    Leider werden aus den Nackenschmerzen an 1 - 3 Tagen pro Woche starke Kopfschmerzen.
    Hallo,

    das mit den Nacken- und Kopfschmerzen kenne ich auch zur Genüge. Dabei spielt oft Vitamin-D-Mangel eine Rolle. Bei stark Übergewichtigen ist dieser Mangel besonders häufig !

    Man kann den Vitamin-D-"Füllstand" des Körpers messen. Dieser Blutwert heißt 25-OH-D, andere Bezeichnungen sind u.a. Calcidiol oder (ganz kurz) 25D. Leider wird der Wert von den Ärzten oft nicht bestimmt.

    Da ich in letzter Zeit hier in diversen Foren oft zum Thema geschrieben habe, verweise ich auf meine bisherigen Beiträge, z.B. hier:

    http://www.onmeda.de/forum/migr%C3%A...opfschmerz-tun

    Auch andere gesundheitl. Probleme, etwa Allergien, können sich durch Erreichen eines optimalen Vitamin-D-Status bessern.

    Grüße,
    th.

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    • Re: Schwangerschaft und Medikamente

      Gerade noch eine neue Studie zum Thema gefunden:
      http://kurier.at/lebensart/gesundhei...fer/46.733.754

      http://www.aerztezeitung.de/medizin/...hochdruck.html

      Kommentar


      • Re: Schwangerschaft und Medikamente

        Hallo blackgirl223,
        den besten Einfluss auf den erhöhten Blutdruck erzielen Sie über eine Gewichtsreduktion.
        Das Mittel der ersten Wahl ist Alpha-Methyldopa zur Behandlung der chronischen Hypertonie in der Schwangerschaft. Darauf können Sie umgestellt werden. Diuretika gehören nicht zur Standardtherapie Bluthochdruck in der Schwangerschaft. Falls ein Diuretikum in der Schwangerschaft allerdings erforderlich ist, kann Hydrochlorothiazid eingesetzt werden, weil mit diesem Mittel eine hohe Erfahrung vorliegt und das Risiko begrenzt ist.
        Bei ein Druck von 155/100 RR sollte eine Behandlung erfolgen.
        Das Schmerzmittel der Wahl in der Schwangerschaft ist Paracetamol, dass Sie wieder probieren sollten, da erstens der Körper anders reagieren könnte aufgrund der Schwangerschaft und zweitens aufgrund der kindlichen Behandlung von Schmerzzuständen keine Gewöhnung eingetreten sein kann. Wenn Sie Paracetamol einnehmen, dann direkt 1g um den Schmerz gut zu behandeln.
        Omeprazol ist in Ordnung und aus der Stoffklasse der Protonenpumpen-Hemmer in der Schwangerschaft das sinnvollste Mittel.
        Schilddrüsenmedikamente müssen im Bedarf angepasst werden und die Dosis steigt meistens im Verlauf der Schwangerschaft.
        Viele Grüße
        Annette Mittmann

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