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Patientenakte neuer Hausarzt

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  • Patientenakte neuer Hausarzt

    Guten Abend,

    habe letzte Woche meinen langjährigen Hausarzt gewechselt. Mein neuer Hausarzt möchte nun die Patientenakte meines alten Hausarztes. Wohl auch weil ich an einer sehr seltenen Erbkrankheit leide (die Diagnose dieser habe ich allerdings gleich beim neuen HA dabei gehabt, da ich noch das Originalschreiben der Uniklinik hatte) . Leider stehen in meiner alten Patientenakte auch Dinge (Drogenmissbrauch, psychiatrische Probleme sowie eine Nacht in der Intensivstation aufgrund einer Drogenüberdosis/-psychose), von denen ich nicht möchte, dass mein neuer Hausarzt diese mitbekommt.

    Wie kann ich sicherstellen, dass diese Dinge nicht weitergegeben werden? Gibt es eine Möglichkeit? Leider habe ich auch kein allzu gutes Verhältnis mit meinem ehemaligen Hausarzt und könnte ihn daher nicht darum bitten. Wäre sehr wichtig. Wenn ich privat die Akte anfordere und manche Stellen schwärze bzw. Seiten weglasse, bemerkt dies mein neuer Hausarzt auch. Bzw. was mache ich, wenn die Akte als CD kommt?

    Vielen lieben Dank!


  • Re: Patientenakte neuer Hausarzt

    Ich würde da eher zum alten HA gehen und um die Befunde bitten, dann nur jene dem neuen HA geben die du ihm geben möchtest.
    Normalerweise erledigen das die Damen am Empfang, kannst auch telefonisch ankündigen dass du sie abholen willst.
    Darauf hast du, soweit ich weiß, ein Recht, es ist also egal was dein alter HA dazu sagt.
    Die Patientenakte wirst du eher nicht in die Hände bekommen, das sind Unterlagen die beim Arzt bleiben und dort auch aufbewahrt werden müssen.
    Da gäbe es die Möglichkeit dem neuen dein Einverständnis zu geben und er lässt sich dann die Befunde zusenden, dann hat er aber alle.

    Wenn du Dinge schwärzt, oder entfernst, dann wird der neue das ja sehen zumindest beim Schwärzen, das würde dem Vertrauensverhältnis nicht gut tun.
    Also, versuche dir die Befunde ausdrucken zu lassen, dann kannst du frei entscheiden welche du weiter gibst und welche nicht.
    Es ist aber natürlich so, dass man als Patient manchmal gar nicht weiß welche Befunde vielleicht noch relevant werden und wenn die dann fehlen, dann fehlt vielleicht auch eine wichtige Spur zu einer Diagnose.

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    • Re: Patientenakte neuer Hausarzt

      Vielen Dank für die Antwort. Für mich wären die Befunde praktisch immer gleich mit der Akte, worin liegt denn der Unterschied? Oder sind mit Befunde nur die laborbewerte gemeint? Mein neuer HA wüsste nämlich auch gerne die eingesetzten Medikamente. Und ich hatte auch eine Darmspiegelung. Und es gibt bestimmt auch Befunde des Psyhiaters, in dem Befunde wie drogeninduzierte Psychose stehen sollte. Oder sind Befunde immer nur die Laborbefunde? Und was ist mit beispielsweise Biopsiefunden, die nicht in der Laborwerterabelle stehen wie Ergebnisse der Darmspiegelung. Bin irgendwie verwirrt..


      Dankeschön

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      • Re: Patientenakte neuer Hausarzt

        Befunde sind, meiner Meinung nach, die Untersuchungsergebnisse, Blut, MRT, Arztbriefe etc.
        Für mein Empfinden, können in der Akte auch Anmerkungen des Arztes stehen (war zumindest früher so, als es noch die Papierakte gab, ich glaube aber nicht dass er das einfach so weiter gibt, bzw. weiter geben darf.
        Ob das heute noch so ist weiß ich nicht, aber irgendwo muss ein Arzt ja seine Gedanken dazu notieren.
        Natürlich ist das meiste heute Elektronisch, die klassische Akte gibt es nicht mehr.
        Normalerweise werden aber immer nur die Befunde angefordert, also die rein sachliche Ebene der Untersuchungsergebnisse, wozu dann auch die Berichte gehören, was empfohlen wird.

        Wie gesagt, du kannst das von deinem HA ausdrucken lassen und dann selber schauen was du weiter geben möchtest und was nicht.

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        • Re: Patientenakte neuer Hausarzt

          "Für mich wären die Befunde praktisch immer gleich mit der Akte, worin liegt denn der Unterschied?"

          Die Patientenakte besteht aus den persönlichen Aufzeichnungen/Eintragungen des Behandlers, verbleiben in der Praxis mit einer bestimmten Aufbewahrungspflicht (meist 10 Jahre).

          Befunde ergänzen die Akte, stammen meist von US der verschiedensten Art - i.d.R. extern erhoben.
          Außer Labor- , radiologischen und anderen apparativen US gehören dazu auch Epikrisen von stat. Behandlungen oder von Vorstellungen bei anderen Fachärzten.

          In Ihrem Fall ist die Befundanforderung günstiger, vor allem, wenn Sie vereinbaren, sie selbst abzuholen.

          Auf keinen Fall sollten Sie etwas "schwärzen".Das induziert Misstrauen und ist keine Basis für ein neues Arzt-Patienten-Verhältnis.

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          • Re: Patientenakte neuer Hausarzt

            Nachtrag:

            Könnten Sie nicht ganz offen zu dem neuen HA sein und sagen, dass Sie mal eine Krisenzeit hatten, die nun aber überwunden ist?

            Ich persönlich als Arzt würde das als Vertrauensbeweis empfinden ...

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            • Re: Patientenakte neuer Hausarzt

              Kann mich hier dr.rieke nur anschließen.
              Komplette Akte im versiegelten Umschlag direkt
              weiter leiten!
              Wahrscheinlich müssen Sie auch eine Unterschrift leisten.

              In einem möchte ich Tired noch korrigieren:
              jeder Patient hat das Recht in seine eigene Patientenakte Einsicht
              zu nehmen !
              Er kann sich diese auch als Kopie ausstellen lassen !
              Egal wie diese erstellt wurde.
              MfG

              Ps:
              Trauen Sie sich alles offen zu legen.
              Einmal weil Sie zu allem stehen was mal war, auch wenn
              Sie es sich wünschen das nie gemacht od. erlebt zu haben !

              Dann um ein Vertrauensverhältnis zu Ihrem neuen Arzt aufzubauen
              u. überhaupt diesen Arzt erst mal kennen zu lernen !
              Wie geht er auf alles ein, ist es überhaupt relevannt was mal war?

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