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hoher PSA, Biopsie, Krebs

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  • hoher PSA, Biopsie, Krebs

    Hallo. Ich bin 64 und vor 2 Jahren war mein PSA Wert 13. Ich bekam Antibiotika weil der Arzt dachte es könnte sich um eine Entzündung handeln woraufhin der Wert dann auch sank, soweit alles okay. Vor 3 Wochen dann das erschreckende Resultat : PSA 26, vergösserte Prostata ! Der Arzt meinte es könne wieder eine Entzündung sein und ich nahm jetzt 20 Tage Antibiotika. Allerdings ohne Erfolg, der PSA ist bei 26 geblieben. Jetzt muss eine Biopsie gemacht werden. Da mein Arzt aber in Urlaub ist und ich jetzt noch 2 Wochen warten muss ist die Situation schon sehr gespannt. Bei dem hohen Wert handelt es sich ja mit grosser Wahrscheinlichkeit um Krebs, oder ? Sagt der Wert auch etwas über das Stadium aus ? Körperlich fühle ich mich fit, habe auch keine Schmerzen, ausser nächtlicher Harndrang ... aber bei Krebs fühlt man ja oft keinen Schmerz. Ich würde mich sehr über Ihre Meinung freuen. Danke im Voraus.


  • RE: hoher PSA, Biopsie, Krebs


    Der PSA von 26 zeigt ein erhoehtes Risiko (<50%) fuer einen Prostatakrebs an ist aber nicht beweisen. Die Verzoegerung der Biopsie um 2 Wochen sollte keine Veraenderung der Tumorsituation mkt sich bringen. Dennoch kann ich verstehen, dass Sie beunruhigt sind. Falls die Unruhe zu gross ist, bitten sie doch die Vertretung Ihres Urologen um eine fruehere Biopsie. Dennoch moechte ich Sie nochmals beruhigen zum einen ist ein Tumor nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit gegeben und die 2 Wochen bringen mit sehr hoher Sicherheit keine Veraenderung des Tumorstadiums. Der Wert sagt nichts ueber das Stadium direkt aus. Wenn der Tumor nicht tastbar war, ist es klinisches Stadium cT1c. Die Zusammenschau aus dem Gleason Wert, dem klinischen Stadium und dem PSA ergibt dann das spezifische Risiko des Patienten. Darueber koennen wir dann diskutieren, falls ein Tumor gefunden werden sollte.

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    • RE: hoher PSA, Biopsie, Krebs


      Didi:Vö

      Hallo Picco!

      In jedem Fall eine Biopsie machen lassen.
      Hatte nur einen PSA Wert von 5,4. Befund : Krebs.
      Bin im Januar 2005 im PZNW (Prostata-Zentrum-Nord-West GRONAU)
      behandelt worden.( Brachytherapie-Seed)
      Dies schreibe ich nur ,dass es sein kann,aber nicht sein muß.
      Ich drück Dir die Daumen.

      Mit freundlichem Gruß
      Didi:Vö

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      • RE: hoher PSA, Biopsie, Krebs


        Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Beim Tastbefund und beim Ultraschall stellte der Arzt "nur" eine Vergrösserung fest. Wobei ich sagen muss dass die Tastuntersuchung etwas schmerzhaft war, so war das auch schon beim letzten Mal. Mir geht einfach nicht aus dem Kopf dass der Arzt meinte schlechter könne der PSA Wert nicht sein. Ich denke jetzt schon dass es sich nicht nur um Krebs handelt sondern um Krebs im Endstadion, mit Metastasen usw. Hat man wenn der Krebs schon so weit fortgeschritten ist nicht vielleicht doch mehr Beschwerden oder ist der Tumor dann vielleicht sogar tastbar oder auf dem Ultraschall erkennbar ? Ich bin jedenfalls erleichert wenn ich endlich einen genauen Befund habe und weiss woran ich bin denn ich mache mich selbst verrückt.

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        • RE: hoher PSA, Biopsie, Krebs


          Sie machen sich in der Tat zu negative Gedanken. Wenn die Untersuchung schmerzhaft war, kannsehr wohl eine Entzuendung als Ursache des hohen PSA sein. Ein PSA von 26 bedeutet keineswegs, dass falls sich ein Tumor findet, der Tumor bereits fortgeschritten ist. PSA Werte von metatstasierten Tumoren sind ueblicherweise noch deutlich hoeher. Warten sie die Biopsie ab, lassen sie diese Biospie von einem Kollegen des sich im Urlaub befindlichen Kollegen machen. (Wer ist denn der Kollege, ich befinde mich derzeit auf dem Urologenkongress in Atlanta und der Kollege ist vielleicht sogar hier vor ort und nicht im Urlaub und ich kann ggf mit ihm sprechen. ) Ich kann Ihre Unruhe ueber die Ungewissheit verstehen, die Chance dass gar kein Tumor vorhandenist ist jedoch gegeben und Sie machen sich unter Umstaenden zu viele Sorgen.

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          • RE: hoher PSA, Biopsie, Krebs


            Hallo picco, hallo Dr. Kahmann,
            es wird sehr oft von möglichen Entzündungen bezüglich der PSA-Problematik gesprochen. Soweit ich weiß, sind die meisten Entzündungen aber abakterielle, die dann ja wohl durch Antibiotika nicht erreicht werden. Infolge der PSA Wert nicht sinken wird. Wenn ich hiermit richtig liege, dann die Anschlußfrage, ob auch abakterielle Entzündungen eine PSA Erhöhung verursachen können. Und welche Gründe es noch geben kann, dass ein hoher PSA nicht gleichzeitig Krebs bedeutet, wie es sich in Ihrer Aussage 50% : 50% darstellt.

            Viele Grüße und alles Gute !

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            • RE: hoher PSA, Biopsie, Krebs


              Auch abakterielle entzuendungen koennen eine PSA erhoehung machen. es gibt weiterhin amdere reizungen der prostata, die eine PSA erhoehung machen koennen (wenn auch meisten nicht ueber 20), wie z.B. mechanische Reize (exzessives Radfahren, Prostataabtastung). Hier wuerde eine Antibiose nur bedingt den wert reduzieren. Man sollte dennoch nach Vermeiden der Reize den PSA wiederholen und die Veraenderung des wertes beurteilen. Ein einzelner Wert hat nur bedingte aussagekraft.

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              • RE: hoher PSA, Biopsie, Krebs


                Hallo Dr Kahmann ! Vielen Dank für Ihre schnelle Antworten die mir immer wieder Mut machen. Heute wurde die Biopsie gemacht (soweit ich mitbekommen habe wurde 6-7 mal gestochen). Jetzt heisst es wieder Warten. In 17 Tagen habe ich den nächsten Arzt-Termin. Hoffnungen auf ein positives Resultat mache ich mir jedoch wenig. Mein Arzt informiert mich eigentlich sehr wenig, sieht alles etwas locker, wahrscheinlich für Ihn nur Routine. Vielen Dank nochmals.

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