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Wie lange Hormontherapie

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  • Wie lange Hormontherapie

    Hallo Dr. Kahmann, hallo Herr Burger,

    ich brauche Ihren Rat. Vor 2 1/2 Jahren Op. PT2c N0 M0 Rx Gleasen 3+5=8

    Gleich nach der Op.wurde eine Hormonblockade eingeleitet bzw. RHLH Analogon. Nach sechs Monaten dann die adjuvante Bestrahlung. Verlauf bisher o.k. PSA unter Hormontherapie bis heute 0,00 ng/ml. Natürlich Nebenwirkungen!!

    Wie lange sollte ich die Hormontherapie noch durchführen. Wir sprachen schon mal darüber, dass in den Leitlinien 2-3 Jahre stehen. Gilt dies ab der 1. Verabreichlung, also ab der Op oder gilt dies nach Beginn der Bestrahlung, in meinem Fall also 6 Monate später? Welche Risiken wenn zu lange oder zu kurz ?

    Danke schon mal für die Antwort und Grüße.


  • Re: Wie lange Hormontherapie


    Das gilt eigentlich ab der Bestrahlung. Jetzt haben Sie aber 2 Jahre nach der Bestrahlung. Die Datenlage sagt 2-3 Jahre. INsofern könnten Sie die Hormontherapie jetzt absetzen.

    Kommentar


    • Re: Wie lange Hormontherapie


      Hallo Herr Dr. Kahmann, hallo Herr Burger,

      nach drei Monaten war ich nun wieder bei der PSA Kontrolle. Bisher hatte ich seit meiner OP unter Hormonblockade immer PSA 0,00 ng/ml. Diesmal lautete das Ergebnis 0,01 ng/ml. Alle anderen Werte waren in Ordnung, das Testo war bei 0,54.

      Was bedeutet das, bzw. muss ich mir Sorgen machen ?
      Mit meinem Arzt konnte ich noch nicht sprechen.

      Viele Grüsse helmut51

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      • Re: Wie lange Hormontherapie


        Sie müssen sich keine Sorgen machen. Der PSA wird nach Absetzen der Hormonblockade ansteigen. Auch der Testosteronwert wird steigen. Das ist alles im Bereich des Erwarteten.

        Kommentar



        • Re: Wie lange Hormontherapie


          Hallo Dr. Kahmann,

          danke für Ihre Antwort. Ich habe die Hormonblockade noch nicht abgesetzt. Trotzdem hatte ich bei der letzten Kontrolle PSA 0,01
          Wie ist Ihre Meinung?

          Viele Grüße.

          Kommentar


          • Re: Wie lange Hormontherapie


            Hallo,

            hier im Patienratgeber Prostatakarzinom I wird Ihre Frage beantwortet auf Seite 55:

            http://www.krebsgesellschaft.de/down...009-pl-pca.pdf

            "Die ärztliche Leitlinie empfiehlt die unterstützernde Hormontherapie vor und während der Bestrahlung für das lokal begrenzte Prostatakarzinom mti hohem Risiko."

            Ob der Gleason Score 8 alleine für ein hohes Risiko steht, mag ich als medizinischer Laie nicht beurteilen. Das macht besser Dr. Kahmann.

            Weiter aus dem Ratgeber:

            "Im Anschluss an die Bestrhalung wird die sogenannte adjuvante Hormonentzugstherapie durchgeführt. Diese ist eine Langzeittherapie und dauert in der Regel mindestens 2 Jahre.

            Also gerechnet nach der Bestrahlung.

            Ich würde das an Ihrer Stelle aber nicht so eng sehen. Ich glaube, das weiß man einfach nicht so genau.. Ich selbst habe nach 11 Monaten, nach dem der PSA-Wert im nicht mehr messbaren Bereich meines Labors von < 0,01 war, die Hormontherapie eingestellt. Und biss heute, nach 11 Jahren blieb der PSA-Wert auch dort.

            Sie können auch einfach, wenn Sie den Mut haben, mal intermittieren und beobachten, was der PSA-Wert macht.

            Gruß

            Hansjörg Burger
            Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V.

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            • Re: Wie lange Hormontherapie


              Hallo Herr Burger,

              danke für Ihre Antwort. Ich habe mit meinem Urologen vereinbart, dass ich die 3 Jahre Hormonentzug durchführe um so sicher wie möglich zu gehen. Mein Problem ist aber, dass ich nach 2 Jahren mit insgesamt 8 PSA Messungen mit dem Ergebnis 0,00 ng/ml nun erstmals ein Ergebnis von 0,01 ng/ml erhalten habe.

              Nun habe ich Sorge, dass sich hier Unheil ankündigt. Oder kann das mal sein, dass es auch unter HB Schwankungen gibt.

              Wie wäre denn das weitere Vorgehen, wenn es zu einem weiteren Anstieg käme. Einen kurativen Ansatz könnte ich doch dann wohl vergessen, oder?


              Viele Grüße.

              Kommentar



              • Re: Wie lange Hormontherapie


                Hallo,

                schauen Sie doch einmal genau auf den Befund, steht da 0,01 oder steht da < 0,01. Bei < ist der PSA-Wert unter der Nachweisgrenze des verwendeten Testkits und Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.

                Wenn nicht, würde ich mich an Ihrer Stelle auch nicht verrückt machen lassen. Unser PSA-Papst in Deutschland, Prof. Semjonow ist der Meinung, dass ein PSA-Wert unter 0,1 gar nicht exakt zu messen ist.

                Außerdem ist die Rezidivdefinition in den S3-Leitlinien ein PSA.Wert > 0,2, der aber in mehreren Messungen bestätigt sein muss.

                Nachdem Sie alle kurativen Therapien bereits durchgemacht haben, würde ein PSA-Rezidiv tatsächlich bedeuten, dass der Prostatakrebs unheilbar geworden ist. Aber keine Angst, an einem Prostatakrebs stirbt man in der Regel nicht so schnell und ein Rezidiv hat meist eine jahrelange Entwicklung ohne Symptome.
                Die Herz- Kreislaufrisiken bedrohen einen Mann stärker als der Prostatakrebs.

                Gruß

                Hansjörg Burger

                Gruß

                Hansjörg Burger

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                • Re: Wie lange Hormontherapie


                  Ich bin davon fehlerhaft davon ausgegangen, dass die Hormontherapie abgesetzt sei, da der Testosteronspiegel mit 0,54 nicht im angestrebten Bereich während einer Hormontherapie liegt. Ggf. sollten Sie eine Umstellung der Hormontherapie bei Ihrem Urologen erfragen.

                  Kommentar


                  • Re: Wie lange Hormontherapie


                    Hallo Dr. Kahmann, hallo Herr Burger,

                    vielen Dank für Ihre Hilfe. Nach dem ersten Schreck versuche ich jetzt mal entspannt zu bleiben. Ich werde mit meinem Arzt über die Möglichkeit des Wechsels von Pamorelin zu Eligard oder Trenantone etc. sprechen und den nächsten Wert abwarten.
                    Herr Burger vielen Dank für die Beruhigung.
                    Ich werde wieder berichten.
                    Ihnen beiden noch eine schöne Adventszeit und ein ruhiges Weihnachtsfest. Allen Forenteilnehmern alles Gute.

                    helmut51

                    Kommentar



                    • Re: Wie lange Hormontherapie


                      [quote Dr. Kahmann]Sie müssen sich keine Sorgen machen. Der PSA wird nach Absetzen der Hormonblockade ansteigen. Auch der Testosteronwert wird steigen. Das ist alles im Bereich des Erwarteten.[/quote]

                      Sehr geehrter Dr. Kahmann,

                      sollte ich nun die HB absetzen, weshalb wird dann der PSA-Wert ansteigen. Die Prostata wurde ja entfernt und ggf. verbleibende Reste bestrahlt. Gesetz den Fall, dass ein kurativer Ansatz Erfolg hatte, sollte doch das PSA unten bleiben. Wo ist mein Denkfehler?

                      Gruß helmut51

                      Kommentar


                      • Re: Wie lange Hormontherapie


                        Tut mir Leid, war ein Denkfehler von mir. Sie haben Recht bezüglich des PSA Wertes nach Op und Radiatio.

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                        • Re: Wie lange Hormontherapie


                          Hallo Dr. Kahmann, hallo Herr Burger und Forenteilnehmer,

                          ich war letzte Woche bei der Nachsorge. Das PSA ist nun wieder bei 0,00 ng/ml. Es besteht die Hoffnung, dass die geringe Erhöhung von 0,01 vor 3 Monaten eine Messtoleranz war und kein Beginn eines Trends nach oben. Ich schreibe es ins Forum, als Info für Betroffene mit ähnlicher Situation. Alle anderen Werte waren ebenfalls in Ordnung.

                          Viele Grüße, helmut51

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