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sexuelle Erholungsphase beim Mann

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  • sexuelle Erholungsphase beim Mann

    Hallo,

    mein Mann und ich schlafen seit einiger Zeit getrennt. Wir schnarchen beide und das behinderte und gegenseitig in unserer nächtlichen Erholung. Also entschieden wir uns für getrennte Schlafräume. Sex haben wir weiterhin regelmäßig. Das ist nicht das Problem. Die Liebe ist dadurch auch nicht weniger geworden und die Küsse im Alltag auch nicht.
    Mir fehlt allgemein die Romantik, das Kuscheln eventuell am Morgen. Oder auch das spontane "Übereinander Herfallen" abends im Bett oder einfach mal zwischendurch. Das ja auch nicht gegeben ist, wegen der Kinder.
    Also bleibt uns der Sex nach Plan oder wenn einer mal eine Andeutung macht, morgen oder heute könnte es soweit sein.

    Zudem kommt noch, dass mein Mann eine sehr lange sexuelle Erholungsphase braucht, um überhaupt wieder erregbar zu werden und richtig Lust zu haben. Das kann schon mal über eine Woche dauern.
    Ich habe ihn nach unserem letzten Mal erzählt, dass ich es mir vormittags schon selbst gemacht hatte, weil ich es bis abends nicht mehr ausgehalten hätte. Ich bin dann trotzdem noch sehr erregt gewesen und bin zum Höhepunkt bei ihm gekommen. Das wäre bei ihm gar nicht möglich, hat er gesagt. Er hätte dann nie abends einen hoch bekommen, wenn er sich das schon vormittags oder einen Tag vorher gemacht hätte.

    Ist das bei allen Männern ab 40 so oder habe ich einen besonderen Mann?


  • Re: sexuelle Erholungsphase beim Mann

    "Ist das bei allen Männern ab 40 so oder habe ich einen besonderen Mann?"

    Bei allen gewiss nicht, aber die sogenannte Refraktärphase nimmt mit dem Alter deutlich zu.
    Dabei ist 40 zwar noch kein "Alter", aber dieser verlängerte Prozess der postkoitalen Erholung beginnt manchmal tatsächlich im mittleren Lebensalter sich deutlich zu zeigen.

    Das ist zunächst einmal ganz allgemein bedauernswert, da die Lust der Frau gerade im Alter von Mitte/Ende 30 ihren Höhepunkt erreicht, wenn eine positive Konditionierung ihrer Sexualität stattfinden konnte. Und nun trifft sie auf einen Partner bei dem fast das Gegenteil abläuft.

    In harmonischen Beziehungen (vor allem mit altruistischem Liebesstil) kann der Mann das Phänomen aber kompensieren, in dem er auf eine Ejakulation verzichtet, seine Erregung also langsam abklingen lässt. Dann gibt es das postkoitale Vakuum nicht, seine Lust und sein "Können" sind ständig verfügbar.

    Doch viele Männer schaffen und wollen das nicht, sie verweisen auf die mit zunehmenden Alter längere Koitusdauer, in der die Partnerin mehrere Orgasmen haben kann und dafür etwas länger warten muss, bis es wieder möglich ist.

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    • Re: sexuelle Erholungsphase beim Mann

      Nachtrag:

      Es gibt eine Trainingsmethode, bei der der Mann lernt, Orgasmus und Ejakulation zu entkoppeln. D.h. ein Orgasmus läuft ab, die Ejakulation bleibt aus - wenn der Mann es will.

      Dieses Training kommt aus dem Tantrischen, ist im Prinzip mehrere Tausend Jahre alt.
      In der westlichen Welt schaffen das beschriebene Procedere etwa knapp 2%.

      In meiner Praxis vermittele ich dieses Training auch, kann aber nur auf etwa 4 bis 5 Männer zurück blicken, die bis zum Erfolg durchgehalten haben (Dauer ca 1 1/2 bis 2 Jahre).

      Kommentar


      • Re: sexuelle Erholungsphase beim Mann

        "Ist das bei allen Männern ab 40 so oder habe ich einen besonderen Mann?"

        Bei allen gewiss nicht, aber die sogenannte Refraktärphase nimmt mit dem Alter deutlich zu.
        Dabei ist 40 zwar noch kein "Alter", aber dieser verlängerte Prozess der postkoitalen Erholung beginnt manchmal tatsächlich im mittleren Lebensalter sich deutlich zu zeigen.

        Das ist zunächst einmal ganz allgemein bedauernswert, da die Lust der Frau gerade im Alter von Mitte/Ende 30 ihren Höhepunkt erreicht, wenn eine positive Konditionierung ihrer Sexualität stattfinden konnte. Und nun trifft sie auf einen Partner bei dem fast das Gegenteil abläuft.

        In harmonischen Beziehungen (vor allem mit altruistischem Liebesstil) kann der Mann das Phänomen aber kompensieren, in dem er auf eine Ejakulation verzichtet, seine Erregung also langsam abklingen lässt. Dann gibt es das postkoitale Vakuum nicht, seine Lust und sein "Können" sind ständig verfügbar.

        Doch viele Männer schaffen und wollen das nicht, sie verweisen auf die mit zunehmenden Alter längere Koitusdauer, in der die Partnerin mehrere Orgasmen haben kann und dafür etwas länger warten muss, bis es wieder möglich ist.
        Es ist auch schon vorgekommen, dass er so oft zurück gehalten hat, dass er am Ende gar nicht mehr zum Orgasmus kommen konnte. Er ist immer sehr bedacht darauf, dass ich zuerst komme, was mitunter sehr lange dauern kann. Manchmal gehen wir beide leer aus, was aber kein Problem dar stellt. Ich weiß aber dann auch nicht, ob er sich es dann später noch selber macht oder ob er wirklich bis zum nächsten Mal wartet.

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        • Re: sexuelle Erholungsphase beim Mann

          "Er ist immer sehr bedacht darauf, dass ich zuerst komme, was mitunter sehr lange dauern kann. Manchmal gehen wir beide leer aus, was aber kein Problem dar stellt."

          Schön, dass Sie einen rücksichtsvollen Mann haben, der auf seinen Orgasmus auch mal verzichten kann.

          Allerdings ist dabei die Interpretation wichtig, vor allem aus weiblicher Sicht: "Leer ausgehen" bedeutet sprachlich ja ein Defizit, ein Bedauern.
          D.h. aber auch, dass der Orgasmus als wesentlicher Teil des sexuellen Tuns betrachtet wird und man folglich auf ihn wartet.

          Damit werden aber die neurophysiologischen Systeme, der Sympathikus und der Parasympathikus, überfordert und "bremsen" den Orgasmus aus, weil man auf ihn wartet.

          Wenn man Sex einfach geschehen lässt, jeden Anteil des intimen Zusammenseins genießt und nicht auf den eigenen Orgasmus wartet, dann kommt er von allein, es geschieht es einfach.

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          • Re: sexuelle Erholungsphase beim Mann

            Man hat bei Experimenten herausgefunden, dass Männer bei einem neuen Sexpartner wieder top sind, auch wenn sie geglaubt haben, sie können nicht mehr. Es ist die Abwechslung, die sie anregt, das Neue.
            Das funktioniert auch mit der gleichen Person- sie muss sich nur völlig neu und überraschend anders benehmen und geben.
            Fräulein Z. ..man denkt viel und dann kommt es zufällig ganz anders. Glaub ja nicht, so bleibt es. Man ändert sich doch laufend und gibt sich niemals immer gleich, also wird bei euch der Sex auch änderbar sein und werden ( hoffentlich nicht zum Schlechten hin).
            Du könntest diese Erforschung einer Tatsache für dich nutzen, indem du dich einfach mal "verkleidest" und ihm eine komplett unbekannte Seite von dir präsentierst- eine, die ihn baff macht und was er von dir nicht angenommen hat, dass du so sein kannst.

            Jetzt vielleicht noch nicht, aber irgendwann, wenn die Familie nicht mehr so im Vordergrund steht, dann kannst du und er zum experimentieren anfangen. Ich finde, ihr habt derzeit ein tolles, sehr inniges Sexleben ja trotzdem, trotz ein paar Abstriche. Gefährdet die nicht mit Vorwürfen und Einwänden. Man hat sich arrangiert derzeit, ohne dass wer Stress hat dabei. Ist das nicht auch toll?
            Fantasien von ihm kannst du ja inzwischen heimlich sammeln gehen...und irgendwann erfüllst du die eine oder andere.
            Frauen, die recht stürmisch sind, die überraschen zum Beispiel mit sehr, sehr gesittet tun- oder Frauen, die ihre Männer als sexuell recht aktiv einschätzen, die könnten mal zur Abwechslung (! die Abwechslung ist der Reiz, das Konträre) mal sagen, nee, keinen Bock, ich hab keine Lust..
            Oder wieder eine Vorgabe, die mir spontan einfällt, man könnte mal so tun, als wäre man nicht informiert, wie Sex überhaupt geht und lässt sich mal auf gar nichts ein, ausser, was der Moment so befielt...zum Beispiel, du bleibst nicht am Rücken liegen wie gewohnt, gehst über ihn und stellst dich über ihn, das Knie angewinkelt, statt über Kreuz...ich meine nur, man passt sich immer an und das zum Leidwesen des Überraschungseffektes. Der aber ist es, der Kicks verursacht.
            Das NEUE kickt. Nicht das Arragement.

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            • Re: sexuelle Erholungsphase beim Mann

              Zusatz, Nachtrag:

              Man kann nicht alles zugleich haben. Ich bin der Meinung, wenn man beruflich sehr eingeteilt ist, privat eh auch schon ganz viel um die Ohren hat, dann muss Zusätzliches mal warten können. Ein neues Sexualverhalten ist Zusatz, der bei euch derzeit vielleicht gar nicht wirklich gebraucht wird, oder?
              Ich habe viel Tagesfreizeit, mir wäre mehr Sex mit meinem Partner, der schwer arbeitet nicht ungelegen, aber ich sag mir, mach ich halt ohne ihn derweil "Mehrleistung" und wenn er wieder mehr Freizeit hat, dann stehle ich ihm wieder gewisse Stunden ab. Ich habe keine Einbußen, er durch meine Rücksichtnahme auch nicht. Schlaf und Gemütlichkeit ist auch wichtig, wenn man viel zu tun hat.
              In diesem Sinne, man kann auch als Frau alleine mal durchstarten. Für deinen Mann ist offenbar Ruhe auch sehr wichtig derzeit.

              Irgendwie meine ich, ihr zwei regelt das sicher super, da ist doch viel Liebe und Behutsamkeit bei euch. So schön, was man da liest, wie ihr es macht. Alles zu seiner Zeit.

              Lieben Gruß

              Elektraa

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