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aufwachversuch nach künstl kom

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  • aufwachversuch nach künstl kom

    Hallo!

    Bin völlig verzweifelt und hoffe hier eine Antwort zu finden... Meine Mutter (63 Jahre) liegt seit 4 Tagen im künst Koma (Diagnose: lupus eyrthematodes mit zusätzlicher vorher schon vorhandener beidseitiger bakterieller Lungenentzündung). Die Blutwerte waren seit vorgestern gut, Leukos wieder auf Normalmaß, Sauerstoffsättigung bei 98 %, Herz/Kreislauf stabil, Blutdruck 120:70, Puls 88, aufgrund dessen entschied der am Wochenende diensthabende Arzt sie langsam aufwachen zu lassen. Heute morgen wurde das Narkosemittel komplett weggelassen und als ich sie heute nachmittag besucht habe, bot sich mir ein schreckliches Bild. Meine Mutter , immer noch "weit weg", aber schon ohne Narkosemittel, atmetete sehr heftig, zog regelrecht nach Luft, Puls 130 !!!, Blutdruck 140:80, O2-Sättigung nur noch 92 %. Sie hatte ein Auge geöffnet, zeigte aber keine Pupillenreaktion, eines war geschlossen, auf Ansprache reagierte sie noch nicht, zumindest nicht für uns ersichtlich... Als ich den Arzt ansprach, meinte er, sie würde sich doch noch zu sehr aufregen und man müsste sie nochmal sedieren, allerdings nun mit einem anderen Medikament, das man besser steuern könne und würde den Aufwachversuch in den nächsten Tagen nochmal starten... Dann meinte er noch, das würde schon mal vorkommen, und er will uns jetzt nicht zu viel Hoffnung machen...
    Ich bin vollkommen fertig mit den Nerven, bin auch noch schwanger im 6. Monat, das macht das alles nicht leichter, will doch nur wissen, ob sie wieder aufwacht und man das heute geschehene tatsächlich unter "mehr oder weniger normal" abhaken kann...
    Vielen dank jetzt schon für eine Antwort!
    Sabine


  • RE: aufwachversuch nach künstl kom


    Hallo Sabine,
    wenn Patienten aus einem künstlichen Koma wieder aufwachen sollen, sind, je nach Alter, Vorerkrankungen, Medikamenten etc. "Fehlversuche" manchmal schon vorprogrammiert. Leider läßt es sich nicht vorhersehen, wie ein Patient individuell auf die Beendigung der Medikation (Analgosedierung) reagiert. Verwirrtheitszustände, Desorientierheit, Realitätsverkennung, Nichterkennen von Angehörigen, starke Schläfrigkeit, hoher Puls usw. wirken auf die Angehörigen dann verständlicherweise sehr bedrohlich (im Fachjargon "Durchgangssyndrom").
    Wenn Ihre Mutter vor Einleitung des "künstlichen Komas" hinsichtlich der Hirnleistungsfunktion unauffällig gewesen ist, sie keine Sauerstoffmangelzustände erlitten hat, keine Hirndurchblutungsstörungen vorliegen, würde ich einmal die Prognose wagen, daß sich nach einiger Zeit wieder alles normalisiert. Mehr kann ich ferndiagnostisch nicht sagen, da ich mir vom Zustand ihrer Mutter kein eigenes Bild machen kann.
    Liebe Grüße und alle guten Wünsche für Ihre Mutter
    F. V.

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