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Frage nach dem Risiko (An Prof. Wust)

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  • Frage nach dem Risiko (An Prof. Wust)

    Guten Tag.
    Sie verfolgen meinen Weg ja sicherlich schon eine ganze Weile hier in diesem Forum. Nicht zuletzt, weil mich immer wieder die Angst dazu bringt, hier um Rat zu fragen.
    Und sicher haben Sie auch davon gelesen, dass nach dem EEG, der neurologischen Untersuchung (Chefärztin), 2x Augenarzt und dem Orthopäden, jetzt ein CT am 23.06 gemacht werden soll. Mein Hausarzt (ist Facharzt für innere Medizin) hat mir die Überweisung geschreiben. Nicht weil er auf die Idee gekommen ist, sondern weil ich ihn darum lang und breit gebeten habe. Mein Psychologe hällt diese Überweisung für einen Rückschritt und lehnt die Untersuchung ab. Dann bin ich nochmal zur Neurologin (siehe Beitrag "Angst vor CT"). Diese meinte, dass es keine medizinische Indikation für ein CT geben würde, und das nur als "therapeutische Maßnahme" begründbar wäre. Ein MRT käme nur dann in Frage, wenn ich es privat bezahlen würde, weil es wie gesagt keinen Anhalt für eine organische Genese gibt. Auch vergleicht Sie die Wahrscheinlichkeit, dass man nach allen Untersuchungen doch noch was findet, mit der Geschichte, dass der Storch die Babies bringt...
    Meine Frage beschäftigt sich nun damit, ob ich mich nicht selber damit schade, wenn ich das CT mache (Strahlenbelastung usw.)? Ich weiß, dass nach spätestens zwei Monaten der Befund schon wieder für mich veraltet wäre und ich diesen erneut hinterfragen würde...
    Von daher wäre es keine therapeutische Maßnahme, wobei ich, wenn ich es nicht mache, unglaubliche Angst hätte, dass man nun was übersehen haben könnte.
    Meine nächste Frage wäre, wie lange ein derartiger Befund des EEG (10.03.04) und der neurologischen Untersuchung (vor ca. 6 Wochen) Gültigkeit haben? Meine Neurologin meinte vorigen Donnerstag, dass Sie mich nicht nochmal untersuchen müsste, weil sich nichts verändert haben könnte. Wie lange kann man auf einen derartigen Befund (Spannungskopfschmerz) vetrauen?
    Letzte Frage: Im Moment habe ich das Gefühl Sprachstörungen zu haben. Es äußert sich darin, dass ich mich in der eigenen Sprache dann verhasple, wobei sich dies dann in stottern niederschlagt. Mein Psychologe hat heute morgen keine Sprachstörungen bemerkt. Wie definiert man krankhafte Sprachstörungen, die auf einen Tumor hinweisen könnten? Auch ein gewisses Gefühl der Vergesslichkeit beherrscht mich im Moment. Seitdem ich mir eine Sache nicht merken konnte, versuche ich mir ständig Sachen zu merken. Es ist nicht so, dass ich vewirrt bin, und nicht mehr weiß, wo die Tasssen bei uns stehen..
    Auch hier würde mich interessieren, wie die medizischen Definition von KRANKHAFTER Vergesslichkeit ist, und ob die bei mir vorliegen könnte. Sozusagen zunehmende Vergesslichkeit als Zeichen des Hirntumors...
    Oder hätte man dann schon was gefunden? Demnach wäre die Symptome nur Einbildung und nicht auf einen Hirntumor zurückzuführen.

    Mich würde mal interessieren, was Sie an meiner Stelle machen würden, und ob es noch notwendig ist, auf dem organischen Weg zu suchen? Und was Sie von den Sprachstörungen und der Vergesslichkeit halten.


    Vielen Dank, ich gebe sehr viel auf Ihre Meinung, weshalb ich meine Entscheidung über ein CT an Ihrer Antwort knüpfe.


  • RE: Frage nach dem Risiko (An Prof. Wust)


    Das sog. Strahlenrisiko durch ein CT des Kopfes ist sehr gering, da es am Kopf keine strahlenempfindlichen Gewebe gibt. Dennoch sehe ich nach Ihrer Beschreibung auch keine sichere Indikation. Die von Ihnen geschilderten Beschwerden sind alle sehr unspezifisch und offenbar für Ihre Umwelt nicht nachvollziehbar. Durch einen Hirntumor (oder anderen Herd) würden Symptome verursacht, die zunächst deutlich den anderen auffallen (und bei einer neurologischen Untersuchung objektivierbar wären). Es spricht sehr viel für eine tief greifende Verunsicherung und vielleicht auch Krebsphobie, die in erster Linie psychotherapeutisch anzugehen wäre. Ein Tumor äußert sich (wie schon mehrfach erklärt) durch einen progredienten Verlauf, d.h. die Beschwerden nehmen im zeitlichen Verlauf immer weiter zu. Bei Ihnen liegt aber ein wechselndes Beschwerdebild vor, was gerade gegen einen Tumor spricht.

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    • Ergänzung (An Prof. Wust)


      Erstmal ein großes Dankeschön, für Ihre Antwort und Ihre Mühen.
      Die Frage, die sich mir aber noch wie vor stellt ist, ob Sie an meiner Stelle ein CT machen lassen würden und wie die Wahrscheinlichkeit ist, dass nach allen Untersuchungen im Vorfeld jetzt doch noch ein Hirntumor diagnostiziert wird. Meine Neurologin schloss es nahezu aus. Und wie lange haben EEG-Befunde und Neurologie-Befunde Gültigkeit?
      Oder sollte ich das CT lassen und auf die Diagnose (Spannungskopfschmerz) der Neurologin vetrauen, sie ist letztlich Chefärztin...

      Wäre nett, wenn Sie nochmal antworten könnten.

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