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eingeblutetes Hypophysenmakroadenom

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  • eingeblutetes Hypophysenmakroadenom

    Durch einen Zufall wurde bei mir am 25.07.2012 ein eingeblutetes Hypophysenmakroadenom festgestellt. Ich erlitt ein BWK 12 Fraktur welches operativ behandelt werden musste. Mir wurde zur Stabilisierung des BWKs zwei Fixateure eingesetzt. Bei dieser OP verlor ich anscheint Nervenwasser, was wiederum zu starken, massiven anhaltenden Kopfschmerzen führte. Diese sollten i.d.R. nach 5-7 Tagen vorrüber sein, was bei mir aber leider nicht der Fall war. Diese starken, heftigen Kopfschmerzen hielt knapp 14 Tage an, was die Ärzte dazu verlassen ließen eine sogenannte Kernspintomographie bei mir durchzuführen.


    Bei dieser Kernspintomographie wurde bei mir ein eingeblutetes Hypophysenmakroadenom gefunden.




    Der Befund lautet:


    "eingeblutetes Hypophysenmakroadenom


    MRT des des Kopfes zeigt eine subakut eingeblutetes Hypophysenmakroadenom in einer Größenausdehnung von 1,0x0,8x1,1 cm, das Diaphragma sellae wird nicht signifikant angehoben, das Chiasma ist frei abgrenzbar. Des Weiteren zeigen sich fleckenförmige im subcorticalen und teilweise im paraventrikulären Marklager gelegne Signalanhebungen, ein entzündliches Geschehen kann nicht ausgeschlossen werden. Kein Nachweis eines intra- oder extraerebralen Hämatoms, kein Tumor. Regelrechte Weite der Liquorraäume. "


    Ich wurde darauf hin zu einem Neurochirurgen weiter verwiesen. Die Ärzte drängten darauf, dass ich mich schnellstmöglich bei ihm vorstelle, was auch 3 Tage später passierte.
    Bei meinem anschließenden Vorstellungsgespräch dort wurde ich lediglich zu einem Endokrinologen weiter verwiesen. Ich habe weder Fragen stellen können, noch in irgend einer Form Antworten bekommen, was dieser Befund nun für mich bedeutet. Man sagte mir im Krankenhaus, dass ich zwar nicht daran sterben würde, dennoch macht mir der Befund Angst.


    Was heisst eingeblutet?
    Wäre eine OP ratsamer als die Einnahme von Medikamenten?
    Wird man dadurch ein Leben lang irgendwelche Schäden davon tragen?
    Kann eine OP einem auf Dauer heilen oder wird man ein Leben lang davon "verfolgt"???????


    Ich bin erst 30 Jahre alt und die Berichte und Erfahrungen, die ich im Internet darüber lesen, beunruhigen mich :-(

  • Re: eingeblutetes Hypophysenmakroadenom


    Ein Hypophysenadenom wird üblicherweise (nur) dann operiert, wenn es Beschwerden verursacht (z.B. Kopfschmerzen, Sehstörungen) oder endokrine Störungen i.S. einer Überproduktion (da die Hypophyse für die Hormonregulation sehr wichtig ist). Eine Unterproduktion von Hormonen kann i.allg. leicht substituiert werden – auch dafür muss nicht unbedingt operiert werden. Ein weiteres Kriterium für eine Operation wäre ein Wachstum des Adenoms. Darüber lässt sich bei Ihnen keine Aussage machen – man müsste den zeitlichen Verlauf ermitteln (z.B. Kontroll-MRT in 3-6 Monaten). Mit anderen Worten: die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, um eine Empfehlung zu geben. Deswegen haben die Neurochirurgen nicht so viel gesagt (weil sie es noch nicht wissen). Jedenfalls wollten sie nicht gleich operieren, was doch eher positiv zu bewerten ist.

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    • Re: eingeblutetes Hypophysenmakroadenom


      Stimmt, dies wäre positiv zu bewerten, müsse man es nicht operieren. Dennoch bin ich etwas geschockt vom Gespräch mit dem Neurochirurgen.
      Es befindet sich eine Wucherung in meinem Kopf. Als ich bei ihm vorsprach fragte er mich tatsache, was ich denn wolle "schließlich hätte er die Bilder schon im KH gesehen" ... dann gehen sie mal zum Endokrinologen und dann sehen wir weiter ... das wars !!!
      Eine Wucherung im Kopf ist niemals gut! Und was bitte heisst "eingeblutet" ??
      Des Weiteren finden sich Berichte von Prof. im Internet, die sagen das eine OP IMMER ratsam wäre, da man Medikamente zwar einnehmen kann und es lindert, aber sobald man dies absetzt würde es weiter wuchern.
      Eine Sehschwäche besteht bei mir nicht! Noch nicht.
      Kopfschmerze schon, dass auch schon seit Jahren! Dacht aber immer es läge an meinem Beruf (Rechtsanwaltsfachangestellte) und das ich so tgl. fast bis zu 9 Std. am PC saß! Auch Schlappheitsgefühl und Unwohl sein. Menstruationsprobleme habe ich auch seit Ende letzten Jahres. War deswegen schon beim Gynäkologe (Feb d/J).

      Kann man ein Hypophysenmakroadenom auf Dauer mit Medikamenten wegbekommen? Bleibt es ansonsten da & ich bin nachher gezwungen ein Leben lang Medikamente zu nehmen ????

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      • Re: eingeblutetes Hypophysenmakroadenom


        Bei einer bestimmten Gruppe von Hypophysenadenomen kann eine Medikamentöse Therapie mit einem Prolaktinhemmer durchgeführt werden. Damit werden eventuell auch andere Beschwerden, die sie haben, mitbehandelt. Das wäre eine wenig belastende Therapie. Auch das ist aber noch gar nicht klar. Natürlich ist man nicht begeistert, wenn etwas gefunden wird. Jetzt gilt es aber, die beste Strategie zu entwickeln. Das ist m.E. eher eine abwartende Strategie. Mit oder ohne Medikament ist zunächst die Wachstumsdynamik zu ermitteln. Mit anderen Worten: ob die „Wucherung“ überhaupt „wuchert“, weiss man noch gar nicht. Operation ist erst der nächste Schritt, falls erforderlich. Natürlich liegt hier ein Abwägungsprozess vor, und Sie werden immer Neurochirurgen finden, die lieber schneller operieren wollen oder dazu raten. Eine Einblutung erfolgt in einen Teil des Adenoms, eventuell nachdem dort Gewebe untergegangen ist. Das könnte ein Hinweis auf Wachstumstendenz sein. Eigentlich weiß man aber nicht, wie lange die Raumforderung schon da ist.

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