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Lungenkrebs: Wie wahrscheinlich? Grund zur Sorge?

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  • Lungenkrebs: Wie wahrscheinlich? Grund zur Sorge?

    Hallo,

    im Augenblick geht es mir nicht gut, weil ich mir ziemliche Sorgen mache. Zunächst einmal die wichtigsten Infos: Ich bin 24 Jahre alt und rauche seit etwa 8/9 Jahren. Etwa fünf oder sechs Jahre rauchte ich eine Schachtel am Tag, in den vergangenen zwei, drei Jahren habe ich meinen Konsum auf acht bis zehn Zigaretten reduziert.
    Nun zu meinen Beschwerden. Seit mehr als drei Wochen habe ich einen schleimigen Husten, der sehr hartnäckig ist und einfach keine Besserung erfährt. Als der Husten begann, hatte ich keinerlei sonstige Erkältungssymptome - weder Fieber noch Schnupfen noch Gliederschmerzen. Im Grunde habe ich seit über drei Wochen nur diesen schleimigen Husten. Inzwischen kommen auch Brustschmerzen hinzu. Ich war bereits letzte Woche Mittwoch und noch einmal diesen Mittwoch beim Arzt. Beim ersten Mal wurde mir nur gesagt, ich solle es mit Acc Akut versuchen (Hustenlöser bewirken bei mir nichts), bei meinem zweiten Arztbesuch wurde eine Sputumuntersuchung angeordnet. Bis ich diesbezüglich aber näheres erfahre, müsse ich mindestens bis Ende nächste Woche warten, hieß es.
    Mein Auswurf ist gelb und wenn ich atme, rasselt es im Rachen und in der Brust. Einen starken Hustenreiz verspüre ich so nicht. Meine Lunge ist nur extrem verschleimt und ich versuche den Eiter auszuhusten. Seit zwei Tagen rauche ich nicht mehr - bisher hat sich die Abstinenz auf meine Schleim(rück)bildung nicht weiter ausgewirkt. Ich bin total beunruhigt und kann kaum noch an etwas anderes denken. Ich sage mir zwar, dass ein Bronchialkarzinom in meinem Alter sehr selten ist; doch sobald ich von Leuten lese, die genauso alt oder kaum älter sind als ich und davon betroffen sind, denke ich, ich habe es auch.
    Nun eine Frage: Gibt es einen Grund, sich über ernsthafte Ursachen Gedanken zu machen?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand meine Fragen beantworten könnte.


  • Re: Lungenkrebs: Wie wahrscheinlich? Grund zur Sorge?

    Durch das Rauchen kommt es zu einer chronischen Bronchitis (Schädigung und Umbau der Schleimhaut). Ihre Beschwerden lassen auf eine solche Bronchitis schließen, die mit Husten und Auswurf einhergeht. Ein Infekt kann eine solche Bronchitis auslösen und/oder kann sich zusätzlich aufpfropfen (was zu gelblichem Sputum führt). Allgemeinsymptome (die vor allem durch Viren ausgelöst werden) müssen nicht dazu gehören. Es sind vor allem bakterielle Infektionen beteiligt. Mitunter kann man mit einer Antibiotikatherapie Besserung erzielen.
    Es ist sehr begrüßenswert, dass Sie das Rauchen beendet haben. Für die Erholung der Schleimhaut müssen Sie allerdings deutlich mehr Geduld aufbringen. Sie haben die Schleimhaut über Jahre mit dem Rauchen geschädigt, dann dauert es länger als 2 Tage, bis sich die Schleimhaut wieder erholt hat. Die Umbauprozesse können Monate dauern und erst nach Jahren hat sich die Schleimhaut komplett erholt. Ich hoffe, dass Sie trotzdem so vernünftig sind, das Rauchen zu beenden.
    Ein Bronchuskarzinom werden Sie jetzt (noch) nicht haben bzw. es ist extrem unwahrscheinlich. Ein Grund mehr, das Rauchen zu beenden, denn in 20 Jahren soll es auch noch so sein. Beachten Sie: nach 30 Packungsjahren steigt das Risiko für ein Bronchuskarzinom deutlich an (Sie haben bis jetzt weniger als 10 Packungsjahre).

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