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Magenkrebs??

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  • Magenkrebs??

    Hallo!

    Ich habe mal eine Frage: Es geht um meinen Freund.
    Mein Freund klagt seit mittlerweile über einem halben Jahr über "so ein komisches Gefühl im Bauch" das mal eine Woche ganz weg ist,
    mal ein paar tage unterschiedlich stark da ist usw.
    Er sagt mal ist es oben in der Mitte, mal rechts in der Magengegend, mal weiter unten um den Bauchnabel herum, aber nie wirklich schmerzhaft.

    Mein Freund ist Hypochonder und hat Angst an Magenkrebs erkrankt zu sein. Ich weiß jetzt nicht wie ich mit ihm umgehen soll
    bzw. wie ernst ich ihn nehmen soll. Er war schon ein paar mal deswegen beim Arzt. Körperliche Untersuchung, Blutuntersuchung,
    Ultraschall waren alles ohne Befund. Auch eine Magenspiegelung vor vier Jahren war völlig unauffällig. Er raucht nicht, treibt
    sehr viel Sport (er sagt, das Gefühl im Bauch beeinträchtigt ihn auch NICHT dabei), er ernährt sich gesund (also wir kochen nicht fett,
    er ist viel Obst, Gemüse usw.), er hat auch keine Unverträglichkeit gegenüber irgendetwas (naja alkohol verträgt er nicht ganz so gut aber
    naja). Außerdem wirkt er sonst auch recht fit, nur nervlich ist er etwas am ende.

    Nun meine Frage: Wie wahrscheinlich ist es generell mit 27 (so alt ist mein Freund) an Magenkrebs zu erkranken. Und wie
    wahrscheinlich ist es mit den Umständen meines Freundes (gesunde Ernährung, keine Magenerkrankungen in seiner Familie, unauffällige Magenspiegelung vor
    vier Jahren) an Magenkrebs zu erkranken? Sie würden mir sehr helfen, damit ich weiß, wie ich mit seiner Hypochondrie und seinem "Gefühl im Bauch"
    umgehen soll).

    Vielen Dank,
    Meike

  • Re: Magenkrebs??


    Die Wahrscheinlichkeit, im Alter von 27 Jahren an Magenkrebs zu erkranken, ist tatsächlich äußerst gering. Wenn vor 4 Jahren eine Gastroskopie unauffällig war, ist diese Wahrscheinlichkeit umso geringer. Selbst bei 50 – 60jährigen Patienten würden Gastroskopien in 5-7jährigen Abständen für ausreichend gehalten (unter normalen Umständen). Oberbauchbeschwerden, die im engeren Sinne dem Magen zugeordnet werden, sind nicht ungewöhnlich – auch bei jüngeren Patienten. Eine psychische Ursache („Reizmagen“) ist hier natürlich nicht auszuschließen oder sogar wahrscheinlich. Allerdings müssen alle anderen organischen Ursachen vorher ausgeschlossen werden. Das erfolgt am besten durch einige Untersuchungen beim HA oder Internisten. Man sollte das Label „psychisch“ also nicht vorschnell vergeben.

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