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Magenkrebs und Metastasen mit 31

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  • Magenkrebs und Metastasen mit 31

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wust,

    meine Geschichte in Kurzform:
    2005-2007: in Kinderwunschbehandlung im Fertility-Center Westend Berlin bei Prof. Kentenich
    12/2007 erfolgereiche künstliche Befruchtung mit Zwillingen
    08/2008 Geburt der Zwillinge nach holpriger Schwangerschaft
    seit 08/2008 hörten die Rückenschmerzen aus der Schwangerschaft nicht auf und konnten nur mit starken Schmerzmitteln gestillt werden
    10/2008 Schmerzen im linken Bein, dann brennen des Beines, dann Taubheit
    11/2008 Einweisung in die Schloßparkklinik in Berlin, man entdeckte einen Tumor in der unteren Wirbelsäule und einen geschwollenen Lymphknoten am Hals. Beides wurde entfernt, danach stand fest:
    Magenkrebs mit Metastasen im Bauchfell, an der Leber und der Wirbelsäule
    Ende 11/2008 Beginn einer Chemotherapie, da eine Operation wohl "nicht mehr in Frage" kommt.
    12/2008 nach dem ersten Zyklus ließ ich einen PET-Scan machen. Dieser ergab, dass die Metastasen im Bauchraum nicht mehr zu sehen waren und die an der Leber inaktiv sind und auch der Tumor am Magen bereits etwas angegriffen. Man entdeckte aber weitere 2 Stellen an der Schädeldecke, die aber sehr neu zu sein schienen.

    Ich habe kaum Schmerzen und benötige keine Schmerzmittel. Fühle mich auch sonst ganz OK (bis auf meine Psyche)
    Mittlerweile habe ich 3 Zyklen hinter mir. der 4. muss nun um eine Woche verschoben werden, da die Blutwerte zu schlecht sind

    Ich versuche immer wieder Hoffnung zu haben, weiss aber machmal nicht was das für einen Sinn hat. Überall liest man und auch die Ärzte sagen, dass einen Heilung ausgeschlossen ist.

    Andererseits sind die Ärzte überrascht über meine Schmerzfreiheit und mein Befinden.
    Der Tumormarker ist schlagartig von 93 auf 4,4 gesunken.

    Ich habe das Gefühl, dass der gesammte Krebs rasend schnell entstanden ist. Der Lymphknoten war binnen 1-2 Tagen da. Ich habe deshalb die Hoffnung, dass die Chemo alles entfernen kann.

    Kann ich diese Hoffnung haben? Die Ärzte haben mir diese Hoffnung genommen, weil das bisher noch nicht vorkam. Ist es denn absurt zu hoffen, dass vielleicht eine Operation für mich in Frage kommt?

    Was denken Sie? Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

    Wie würde es weitergehen, wenn die Chemo nicht alles entfernt?

    Ich brauche Hoffnung. Ich bin 31 und habe 5-Monate alte Zwillinge.

  • Re: Magenkrebs und Metastasen mit 31


    Bei Ihnen wurde mit der Chemotherapie offenbar eine Remission erzielt. Das folgt aus Ihrem verbesserten Befinden (und dem gesunkenen Tumormarker). Es ist leider sehr schwer, mit Chemotherapie allein einen Tumor nebst Metastasen vollständig zu vernichten. Allerdings gibt es in der Onkologie immer auch ungewöhnliche Verläufe. Wir wissen z.B. nicht, welchen Einfluss Ihr Immunsystem hat. Keiner kann die Zukunft sicher vorhersagen. Daher sollten Sie optimistisch sein und die Zeit so gut es geht ausnutzen. Selbst wenn der Tumor wieder auftreten würde, gäbe es therapeutische Optionen (u.a. Zweitlinien-Chemotherapie). Eine Operation ist allerdings bei einem metastasierenden Tumor nicht sinnvoll.

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