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Aktinische Keratosen

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  • Aktinische Keratosen

    Mein Mann hat auf dem Kopf ziemlich ausgebreitet Aktinische Keratosen. Diese wurden bereits 3x für jeweils 6 Wochen mit Aldara behandelt. Das hat keine Besserung gebracht. Jetzt haben die Ärzte die Photodynamische Therapie empfohlen. Aufgrund der Ausbreitung werden mindesten 2 Zyklen geplant. Das kostet ca. 1000 EUR. Die Krankenkasse hat im Vorfeld bereits informiert, dass sie die Kosten nicht übernimmt.
    Fragen: darf die Krankenkasse die Kostenübernahme verweigern? Welche anderen effektiven Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
    Noch ein paar Hintergrundinformationen: er wurde vor über 12 Jahren nierentransplantiert. Uns ist bekannt, dass die Einnahme der Immunsupressiva das Hautkrebsrisiko erhöht. Nach einer Lungenembolie vor 2 Jahren nimmt er außerdem Falithrom. Im Gesicht hat sich aus einer Aktinischen Keratose bereits ein Plattenepithelkarzinom gebildet, das z. Zt. operativ entfernt wird.

  • Re: Aktinische Keratosen


    Aus einer aktinischen Keratose kann sich ein Karzinom entwickeln. Es gibt eine Reihe therapeutischer Möglichkeiten wie Exzision, Kryotherapie, Kurettage, Dermoabrasion u.a. Die photodynamischeTherapie gehört zu den therapeutischen Optionen. Die gesetzlichen Kassen übernehmen nicht die Kosten, weil die Überlegenheit zu den anderen (kostengünstigeren) Verfahren nicht nachgewiesen wurde. Wenn Sie die Kosten nicht selbst tragen können oder wollen, müssen Sie nach anderen Therapieverfahren oder Strategien suchen, z.B. in einer anderen dermatologischen Klinik. Eine Möglichkeit wäre auch, die aktinische Keratose zu beobachten. Wenn sich ein Karzinom entwickelt, muss operiert oder bestrahlt werden. Das könnte unterm Strich für die Kasse sogar teurer werden, aber so kalkulieren die Kassen (leider) nicht.

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    • Re: Aktinische Keratosen


      Danke für die Antwort. An einer ca. 2 EUR-großen Stelle ist auch schon eine Kurettage gemacht worden. Das ist aber keine Lösung für den ganzen Kopf. Die Keratosen verteilen sich inzwischen auf ein handgroßes Areal. Erschwerend kommt ja noch hinzu, dass bei jedem Eingriff dieser Art das Falithrom abgesetzt werden muss. Ich bin der Meinung, dass es doch für Patienten mit schwerwiegenden Grunderkrankungen, bei denen dann die Hautkrebserkrankungen dazu kommen, auch (bezahlbare) Therapien geben muss, die den Patienten wenigstens lediglich in vertretbaren Maß (und das meine ich sowohl körperlich als auch finanziell) belasten.

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      • Re: Aktinische Keratosen


        Hallo Almhöhe;


        Versuche dein anliegen mal in der rubrik gesundheitswesen ,da zitz ein experte vieleicht,kann er dir ja mal etwas weiterhelfen.


        Ich finde das auch nicht gut wie die krankenkassen mitlerweile mit den leuten umgehen.

        Wir müssen immer mehr beiträge bezahlen,bekommen aber immer weniger ersetzt. Oder mann muß selber zahlen.

        Gruß nicki456B)

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        • Re: Aktinische Keratosen


          Die gesetzlichen Kassen haben einen Leistungskatalog. Wenn die gewünschte Leistung nicht in diesem Katalog enthalten ist, lehnen sie eine Kostenübernahme häufig, aber nicht immer ab. I.d.R. wird die Anfrage an den MDK (Medizinischen Dienst) weitergeleitet. Das ist keine besondere Hilfe, weil diese Ärzte sehr rigide sind und eigentlich die Aufgabe haben, die Ablehnung nur noch medizinisch zu begründen. Das ist meistens nicht schwierig, weil die wenigsten medizinischen Maßnahmen wirklich mit Studien untermauert sind (also evidenzbasiert, wie man sagt). Wenn man also etwas ablehnen will, kann man es immer begründen. Geschickter ist es wahrscheinlich, auf Kulanz zu setzen (also nicht auf sein Recht zu pochen). Sie haben ja durchaus Argumente genannt, z.B. die Problematik von operativen Eingriffen unter Marcumartherapie. Die Kassen möchten vor allem Präzedenzfälle vermeiden, die zu einer „Fallmengenausweitung“ führen. In einzelnen wohl begründeten Fällen sind sie (wie man weiß) durchaus zu Konzessionen bereit. Aber da muss man, wie gesagt, sehr geschickt vorgehen und vielleicht ´mal einem Sachbearbeiter gehörig auf die Nerven fallen.
          Mit Verlaub, solche Meinungen, die hier geäußert werden, sind zwar nachvollziehbar, aber wirklich nicht realistisch. Alle schreien, dass die Gesundheitskosten zu hoch seien. Dann dürfen sie sich aber nicht wundern, wenn Leistungen nicht bezahlt werden.

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          • Re: Aktinische Keratosen


            Hallo, mit der Aktinischen Keratose ist das so eine Sache. Mein Hausarzt sagte mir "vollkommen harmlos, das kann man "wegcremen".
            Ich hatte 2 kleine rauhe Stellen auf dem (spärlich) behaarten Kopf und eine
            kleine, erbsengroße rauhe Stelle auf der Stirne. Bei einem Besuch bei einer Hautärztin wurde AK diagnostiziert. Ich wurde 2 x photodynamisch behandelt
            und es sah so aus, als ob damit alles behoben sei. Kurze Zeit später war die rauhe Stelle an der Stirne erneut da und ich erhielt eine Salbe (Aldara 5% Creme) die ich 3 x in der Woche dünn aufgetragen habe. Das Resultat war eine geradezu explosionsartige Schorf-Ausbreitung über die gesamte Stirn.
            Die Ärztin sagte:" das sieht ja sehr gut aus, daran kann man sehen, das der Körper reagiert und die entarteten Zellen abstößt." Ich bin medizinischer Laie und Betroffener und kann diese Aussage nicht werten. Fakt ist, statt eine Besserung zu bemerken, erfahre ich eine Ausbreitung der AK. Ich habe meine Zweifel, ob hier die Behandlung sachgerecht und optimal durchgeführt wird. Daher werde ich mich in einer Hautklinik vorstellen und zusätzlich noch einen anderen Hautarzt konsultieren. Ob ich diese Untersuchungen privat zahlen muß ist mir vollkommen gleichgültig da ich befürchte, das bei einer nicht sachgerechten Behandlung aus einer "relativ harmlosen" AK ein bösartiger Hautkrebs werden kann.
            Die frühere Aussage meines Hausarztes "diese Kleinigkeit kann man wegcremen" ist bedenklich und erfüllt fast den Tatbestand einer fahrlässigen Körperverletzung.
            Mal sehen, wie es weitergeht.

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