• *** Aus aktuellem Anlass ***

    Haben Sie Fragen zum Coronavirus, die Sie gerne von einem Experten beantworten lassen würden? In unserem neuen Corona-Forum beantwortet unsere Expertin Frau Dr. med. Athanassiou kostenlos all Ihre Fragen zum Thema!

  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?

Einklappen

X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?

    Hallo,

    meine Geschichte ist leider etwas länger und bislang war ich immer guten Mutes, dass mein Haarproblem lösbar ist, aber nun bin ich doch ziemlich panisch, weil ich nicht mehr weiß, was ich noch glauben soll.
    Ich hoffe, irgendjemand hält bis zum Ende durch und antwortet mir vielleicht auch...

    Ich bin 45 Jahre (w) und hatte immer sehr dichtes Haar. Vor ca. 2 3/4 Jahren bemerkte ich dann, dass beim Haarewaschen ziemlich viele Haare ausfielen. Irgendwann hab ich angefangen zu zählen und kam auf 150-200 Haare tägl. durch Waschen und Fönen. Da sich meine Haare dann auch merklich dünner anfühlten, bin ich zu einem Hautarzt gegangen, der einen Trichoscan durchführte und eine Haarwurzelentzündung feststellte und mir ein Haarwasser (Estradiolbenzoat, Kortison) zur tägl. Anwendung verschrieb. Der Haarausfall ging total zurück (so wenig, dass ich nicht mehr gezählt habe), die Haare wurden schnell wieder dichter und alles schien gut.

    Ein Jahr später ging es wieder los, dieses Mal dauert es nicht so lange, bis ich die Ausdünnung bemerkte und der Hautarzte meinte, ich hätte AGA und müsste das Estradiol-haltige Haarwasser (jedoch ohne Kortison) ständig auftragen.
    Erneut ließ der Haarausfall nach und die Haare wurden wieder dichter - dieses Mal merkte ich jedoch nach einem guten halben Jahr trotz ständiger Verwendung des Haarwassers, dass wieder mehr Haare ausfielen (jedoch nie so viele wie ganz am Anfang). Der Hautarzt empfahl kombinierte Kryo- und Lichttherapie, um die Durchblutung der Kopfhaut anzuregen.

    Alles schien gut, bis es wenige Monate wieder zu verstärktem Haarausfall kam mit fühlbarer Ausdünnung der Haare.
    Wieder führte der Weg zum Hautarzt, der eine Kopfhautentzündung feststellte und wieder Haarwasser mit Kortison verschrieb. Die Entzündung ging zurück und der Haarausfall ließ nach. Also zurück zum "einfachen" Haarwasser ohne Kortison.

    Allerdings hielt das wieder nur kurze Zeit an. Wieder zum Hautarzt, die Diagnose: Seborrhoisches Ekzem und die Lösung: weiterhin das übliche Haarwasser (wieder mit Kortison). Wenn das abgeklungen wäre, würde auch der Haarausfall nachlassen. Das Ekzem ist abgeklungen, der Haarausfall ließ nach.

    Irgendwann in diesem Frühjahr merkte ich auf einmal, dass sich meine Haare deutlich dünner anfühlten, ohne dass der Haarausfall deutlich zugenommen hätte. Wieder Besuch beim Hautarzt. Der meinte, das Ekzem wäre nicht zurückgekehrt und ansonsten sollte ich mir mal keinen Kopf machen. Der leicht verstärkte Haarausfall (ohne dass es bedrohlich viele gewesen wären) wäre vermutlich jahreszeitlich bedingt und ich solle nur schön das Haarwasser verwenden. Es wurde noch ein Trichoscan gemacht und man teilte mir mit, dass sich der Haarstatus im Vergleich zum Anfang (1 3/4 Jahre früher) sogar verbesser hätte. Erst später fand ich heraus, dass man beim Trichoscan die Haare abrasieren muss, weil das Ergebnis ansonsten zu nichts zu gebrauchen ist.

    Da mein Zyklus ziemlich durcheinander war, bat ich meine Gynäkologin, meinen Hormonstatus zu bestimmen. Der ist okay, aber sie stellte fest, dass der Ferritin-Wert bei 26 lag und empfahl mir daraufhin ein Eisenpräparat zu nehmen.
    Das (Ferro Sanol Duodenal) nehme ich nun seit 7 Wochen, die Haare fallen in überschaubaren Mengen aus (die Menge, die ich beim Waschen/Fönen zählen kann, liegt selten über 50). Trotzdem sind meine Haare mittlerweile total ausgedünnt. Am stärksten merke ich es am Oberkopf und an den Seiten, aber auch die Haare am Hinterkopf sind fühlbar dünner geworden. Auch stelle ich fest, dass mir immer wieder ganz kurze Haare (ca. 1 cm lang) ausfallen.

    Wieder Hautarzt. Der wies meinen Einwand, dass der Trichoscan nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden sei, zurück. Man könne das durchaus auch ohne Kürzen der Haare machen. Und der Ferritinwert läge ja auch noch im Referenzbereich, aber es könne nicht schaden, das Eisenpräparat weiterhin zu nehmen, und ansonsten wäre ein Vitamin-B-Komplex auch keine schlechte Idee. Und ich solle weiterhin das Estradiol-haltige Haarwasser auftragen und ab und an ein Shampoo benutzen, damit das Ekzem nicht zurückkehrt.

    Mein Vertrauen in diese Praxis ist nun bei null und ich weiß nicht mehr, welche Diagnose nun richtig ist, ob überhaupt etwas davon stimmt und was ich nun noch tun könnte.

    Über Antworten würde ich mich rieisig freuen

    Viele Grüße
    Chris


  • Re: AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?


    Hallo Chris,

    was das Trichoscan betrifft, so will ich Ihnen hier mal ein Zitat von der Homepage von Prof. Rolf Hoffmann, Freiburg, der das Gerät entwickelt hat einstellen:
    "Für eine Analyse mit TrichoScan® Professional wird zunächst an einer lichten Kopfhautstelle ein circa 2 cm² großes Areal rasiert. Dies ist für andere Personen hinterher kaum sichtbar, wenn die Haare aus der Umgebung darüber gekämmt werden. Die gekürzten Haare wachsen selbstverständlich wieder nach. Das rasierte Areal wird daraufhin eingefärbt und mit einer speziellen Kamera fotografiert. Die Aufnahme wird im Computer automatisch ausgewertet"
    Quelle: www.trichoscan.com

    Vielleicht sollte der Dermatologe mal eine Fortbildungsveranstaltung zum Gebrauch des Trichoscan wahrnehmen....

    Außerdem ist das Trichoscan nicht zur Diagnose geeignet, sondern um einen Therapieverlauf zu dokumentieren oder um zu sehen, ob tatsächlich HA vorliegt oder eine Ausdünnung.

    Es ist durchaus möglich, dass es sich bei Ihnen um eine Mischform handelt.

    Mein Rat:
    Wenden Sie sich an einen and. Hautarzt. Adressen hierzu finden Sie u.a. auf meiner Homepage.

    HG
    Jenny Latz

    Kommentar


    • Re: AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?


      Liebe Frau Latz,

      vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Ich hatte eine ähnliche Beschreibung zum TrichoScan kürzlich auch gelesen, aber bei dem Hautarzt teilte man mir mit, man hätte sich mit dem Hersteller des Geräts besprochen und wäre zu dem Schluss gekommen, dass es so auch aussagekräftig wäre. Die anschließende Erklärung war so krude, dass ich sie mir nicht gemerkt habe.

      Ich bin mittlerweile sehr verunsichert, weil ich mich frage, warum man mir bei der Diagnose AGA nicht gleich ein Präparat mit Minoxidil empfohlen hat. Viele Quellen sagen, dass Estradiol nur begrenzt tauglich ist. Vielleicht meinte man es gut wg. meiner Neigung zu seborrhoischem Ekzem, aber was habe ich davon, wenn keine Hautirritation auftritt, aber die Haare ohne Ekzem immer dünner werden?

      Was mich extrem irritiert, ist, dass ich meine Haare innerhalb kürzester Zeit total anders anfühlen. Vor knapp zwei Wochen hatte ich noch das Gefühl, dass es langsam besser wird, sprich, dass allmählich wieder mehr Fülle zu spüren ist (was meine Friseurin (und beste Freundin) auch bestätigt hat), und seit gestern fühlt es sich nur noch flusig an, obwohl der tägl. Haarausfall (zumindest der sichtbare) nicht wirklich schlimm ist. Vielleicht sind es aber viele kleine Haare, die ausfallen, und ich bekomme das nicht mit.

      Ich habe mir mittlerweile auch einen Termin bei einem anderen Dermatologen mit "Haarerfahrung" geben lassen, weil ich nicht noch mehr Zeit verlieren will. Im Moment scheint zumindest die Kopfhaut noch nicht durch. Ich hätte einfach gern eine halbwegs zuverlässige Aussage. Ich weiß, dass man die nicht wirklich bekommen kann, aber ein wenig mehr Klarheit erhoffe ich mir schon. Ich glaube, dieses ständige Hin und Her macht mir am meisten zu schaffen.

      LG
      Chris

      PS: Ich hatte die Adresse nicht bei Ihnen gefunden, aber die dermat. Praxis, in der ich war, steht auf Ihrer Homepage.

      Kommentar


      • Re: AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?


        Liebe Frau Latz,

        ich war mittlerweile bei einem anderen Dermatologen, wobei ich mit der Wahl nicht wirklich glücklich war. Man gab mir eher das Gefühl, dass ich hysterisch sei - offenbar, da ich noch keine erkennbare Glatze habe. Es wurde ein Trichogramm gemacht, wobei das Ergebnis nach über einer Woche noch nicht vorliegt. Da ich derzeit nicht erkennbar viele Haare verliere, rechne ich aber nicht damit, dass mir das Ergebnis irgendwie weiterhilft.

        Meine Gynäkologin hat meine Blutwerte kontrolliert und der Ferritin-Wert hat sich nach zwei Monaten von 26 nur auf 35 erhöht. Allerdings ist mein Folsäure-Wert weit unter dem Normalwert, sodass möglicherweise eine Absorptionsstörung vorliegt, die nun weiter untersucht wird.

        Währenddessen werden meine Haare am ganzen Kopf (auch am Hinterkopf und an den Seiten) immer dünner bzw. lichter.
        Meine Frage ist nun: ist eine schleichende Ausdünnung am ganzen Kopf (die doch so zu deuten ist, dass nicht genügend Haare nachwachsen) auch bei Eisenmangel möglich, oder deutet das auf jeden Fall auf eine AGA (in meinem Fall evtl. nur mit Mangelerscheinungen gekoppelt) hin?

        Wenn wirklich hauptsächlich eine AGA vorliegt, frage ich mich, warum man mir nicht schon längst Regaine als Therapie empfohlen hat, da die Wirksamkeit von Estradiol-haltigem Haarwasser doch sehr umstritten ist.

        Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar

        Chris

        Kommentar



        • Re: AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?


          Ich bin keine Ärztin, will aber versuchen, zu antworten...

          Meine Gynäkologin hat meine Blutwerte kontrolliert und der Ferritin-Wert hat sich nach zwei Monaten von 26 nur auf 35 erhöht.

          Das ist allerdings noch immer sehr wenig.

          Währenddessen werden meine Haare am ganzen Kopf (auch am Hinterkopf und an den Seiten) immer dünner bzw. lichter.
          Meine Frage ist nun: ist eine schleichende Ausdünnung am ganzen Kopf (die doch so zu deuten ist, dass nicht genügend Haare nachwachsen)

          ich weiß nicht wie viele Haare sich bei Ihnen in der Wachstumsphase befinden. Das kann das Tricho-Ergebnis sagen.

          auch bei Eisenmangel möglich, oder deutet das auf jeden Fall auf eine AGA (in meinem Fall evtl. nur mit Mangelerscheinungen gekoppelt) hin?

          Bei der AGA gibt es in der Regel typische Lichtungsmuster. Am ganzen Kopf könnte, mit Betonung auf Konjunktiv eher auf den Mangel zurückzuführen sein. Aber oft ist das wirklich detektivische Suche, die der Hautarzt vollbringen muss.


          Wenn wirklich hauptsächlich eine AGA vorliegt, frage ich mich, warum man mir nicht schon längst Regaine als Therapie empfohlen hat, da die Wirksamkeit von Estradiol-haltigem Haarwasser doch sehr umstritten ist.

          Das ist allerdings eine berechtigte Frage.

          Hoffe, dass ich ausreichend geantwortet habe. Wenn nicht, bitte nochmal nachfassen. Okay?

          HG
          Jenny Latz

          Kommentar


          • Re: AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?


            Liebe Frau Latz,

            vielen Dank, dass Sie so schnell geantwortet haben. Ich suche im Moment nicht nur nach Ursachen, sondern auch nach Strohhalmen...

            Als ich schrieb, dass evtl. nicht genügend Haare nachwachsen, meinte ich: es fallen derzeit vielleicht nur 60-80 Haare pro Tag aus, aber ich habe den Eindruck, es kommt nicht im gleichen Umfang etwas nach. Würde man auch das am Tricho-Ergebnis sehen können? Wenn Haare in einer "normalen" Größenordnung in die Ruhephase wechseln und dann ausfallen, aber dort nichts mehr (oder nur Flaumhaar) wächst, wäre das Verhältnis Anagen/Telogen doch weiterhin gut, aber die Haare würden trotzdem dünner. Oder mache ich da einen logischen Fehler?

            Und ich frage mich daher nun, ob dieser (vermutete) Rückgang beim nachwachsenden Haar eben auch durch Mangelerscheinungen hervorgerufen werden kann oder ob das immer mit einer Verkümmerung der Haarwurzel und damit mit einer AGA gleichzusetzen ist, auch wenn die Ausdünnung ziemlich gleichmäßig erfolgt.

            Die detektivische Suche durch den Hautarzt würde ich mir wünschen. Leider erfordert das in meinem Fall wohl erst die detektivische Suche nach einem Hautarzt, der das zu tun bereit ist.

            Herzliche Grüße
            Chris

            Kommentar


            • Re: AGA, Ekzem, diffuser HA oder was?


              Hallo Chris,
              dann wollen wir mal weiter klären...

              Als ich schrieb, dass evtl. nicht genügend Haare nachwachsen, meinte ich: es fallen derzeit vielleicht nur 60-80 Haare pro Tag aus, aber ich habe den Eindruck, es kommt nicht im gleichen Umfang etwas nach. Würde man auch das am Tricho-Ergebnis sehen können? Wenn Haare in einer "normalen" Größenordnung in die Ruhephase wechseln und dann ausfallen, aber dort nichts mehr (oder nur Flaumhaar) wächst, wäre das Verhältnis Anagen/Telogen doch weiterhin gut, aber die Haare würden trotzdem dünner. Oder mache ich da einen logischen Fehler?

              Kein Fehler! Das ist durchaus richtig! Beim erblichen HA läuft es so ungefähr ab, wie Sie es beschreiben. Es kommt bei den in der Wachstumsphase befindlichen Haaren zu einer Miniaturisierung (sagen die Mediziner). Das kann man oft bei männlicher Glatzenbildung gut beobachten, wenn sich dort oben flaumartige Haare bilden. Es wachsen also Haare nach, aber diese verkümmern langsam. Dann kann es dazu kommen, dass die Haare dünner werden, ohne dass man einen verstärkten Ausfall bemerkt.

              Und ich frage mich daher nun, ob dieser (vermutete) Rückgang beim nachwachsenden Haar eben auch durch Mangelerscheinungen hervorgerufen werden kann oder ob das immer mit einer Verkümmerung der Haarwurzel und damit mit einer AGA gleichzusetzen ist, auch wenn die Ausdünnung ziemlich gleichmäßig erfolgt.

              Wie ich schon schrieb... bei einem diffusen HA liegt die Vermutung einer Mangelersch. nahe. Die Verkümmerung kann nur ein versierter Dermatologe feststellen.

              Die detektivische Suche durch den Hautarzt würde ich mir wünschen. Leider erfordert das in meinem Fall wohl erst die detektivische Suche nach einem Hautarzt, der das zu tun bereit ist.

              Haben Sie schon die Liste auf meiner Homepage gecheckt? Damit versuche ich Ihnen das zu ersparen, was mir leider nicht erspart geblieben ist vor langer Zeit.

              HG
              Jenny Latz

              Kommentar