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Phase 1 - Wie nachweisbar?

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  • Phase 1 - Wie nachweisbar?

    Sehr geehrter Herr Dr. Keuthage,

    wie lässt sich das Vorhandensein der Phase 1 nachweisen?
    Welche Untersuchung?
    Welche Referenzwerte?

    mfg dipa


  • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


    Moin Dipa,

    Du weißt, ich bin nicht der Dok.

    Die Idee, dass die Betas das Insulin als Antwort auf das Essen in 2 Phasen ausgeben, stammt aus dem diabetologischen Mittelalter. Damals wusste man noch nicht (später wollte man nicht wissen), dass nicht die Ausgabe in 2 Schritten erfolgt, sondern die Bestellung.

    Die erste und mengenmäßig bei weitem größte Bestellung geht von den Darmhormonen aus, den Inkretinen (Inkretin-Effekt), die unmittelbar vor jeder Übergabe von Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf die dazu passende Menge Insulin bestellen. Damit treffen die Glukose und ihr Insulin in der Pfortader auf dem kurzen Weg in die Leber zusammen und werden da drin gleich zum größten Teil verwurstet. Raus kommen am Ende der Verwurstung gesund maximal 140mg/dl, die in den Ganzkörperumlauf gehen und ihr eigenes Insulin bestellen, wenn sie bei den Betas vorbei kommen. Das, was in der alten Vorstellung die Phase 2 ausmacht. Klar, dass die Selbstbestellung umso größer ausfällt, je größer der Inkretin-Defekt infolge Typ2 und je kleiner damit die initiale Bestellung.

    Bisdann, Jürgen

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    • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


      Hallo Jürgen,

      klar, du bist kein Doc.
      Aber du bist erheblich besser informiert als mancher Arzt. Traurigerweise ist es bei manchen HÄ schwieriger schlechter informiert zu sein.
      Des Weiteren sind deine Informationen aktueller als von manch Diabetologen. Kurzum: Du bist eine ausgezeichnete Quelle!

      Zu Inkretin:
      Wo kann man das machen lassen? Mein Diabetologe (Labor) kann es nicht.
      Wie teuer ungefähr?

      mfg dipa

      P.S. Egal ob es Inkretin oder Phase 1 ist, es fühlt sich super an.
      BZ von 120 nach 1/2 Stunde sind dann keine Seltenheit.

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      • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


        Hallo Dipa,

        wenn du den oGTT vorschriftsmäßig (einschließlich vorher 3 Tage KH-reich essen) machst und die BZ-Spitze dabei unter 140 mg/dl bleibt, dann funktioniert die Pahse 1. Wenn die Spitze deutlich darüber liegt, dann ist sie defekt.

        Beste Grüße, Rainer

        Kommentar



        • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


          Hallo Rainer,

          funktioniert bei mir leider nicht.
          Ich habe noch andere Stoffwechselkrankheiten.
          Bevor das bekannt war, hatte ich beim Diabetologen ein Tagebuch über eine Woche abgegeben, wo ich Durchschnittwerte von 143 nüchtern und 144 Tagesdurchschnitt (1h) hatte. Der 1h-Wert war nur deshalb schlechter, weil ich mehrere Ausreisser hatte, ansonsten wäre der Schnitt 130 gewesen und mit etwas Erfahrung wäre 120 möglich gewesen.
          Das Ganze passierte bei einer Kalorienzufuhr von min. 7.000 kcal täglich. Das war so extrem, dass ich den oGTT abends machen wollte, damit ich das Abendessen intus habe.
          Ach ja, bei mir ist das Phänomen "alimentäre Hypoglykämie" stark ausgeprägt.

          mfg dipa

          Kommentar


          • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


            Moin Dipa,

            der 1-Stunden-Wert um 140 sagt, dass der Inkretin-Effekt bei Dir noch voll funktioniert. Eigentlich sogar voller, denn normal liegt der Startwert bei höchstens 80-90. Oder ist morgens nüchtern bei Dir inzwischen niedriger?

            Die alimentäre Hypo hat ihre häufigste Zeit 2-3 Stunden nach dem Essen.

            Bisdann, Jürgen

            Kommentar


            • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


              [quote Rainer.]Hallo Dipa,

              wenn du den oGTT vorschriftsmäßig (einschließlich vorher 3 Tage KH-reich essen) machst und die BZ-Spitze dabei unter 140 mg/dl bleibt, dann funktioniert die Pahse 1. Wenn die Spitze deutlich darüber liegt, dann ist sie defekt.

              Beste Grüße, Rainer[/quote]

              Hallo Rainer.
              So sehe ich das auch. Diese Methode ist wesentlich aussagekräftiger, da der Insulinspiegel variabel ist und andere Faktoren Glucagonsuppression, Insulinresistenz ebenfalls wichtig.

              Kommentar



              • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


                [quote dipa1]Hallo Jürgen,

                klar, du bist kein Doc.
                Aber du bist erheblich besser informiert als mancher Arzt. Traurigerweise ist es bei manchen HÄ schwieriger schlechter informiert zu sein.
                Des Weiteren sind deine Informationen aktueller als von manch Diabetologen. Kurzum: Du bist eine ausgezeichnete Quelle!
                ...
                mfg dipa
                [/quote]

                An das Kompliment für Jürgen schließe ich mich gerne an.

                Kommentar


                • Re: Phase 1 - Wie nachweisbar?


                  Hallo Jürgen,

                  mit dem Nüchternwert habe ich noch immer die grössten Probleme, obwohl ich zwischenzeitlich im Bereich von 100 vorgestossen war.
                  Derzeit mehrheitlich bei 220 (!). Positiv ist, dass ich öfters 1/2h nach dem Frühstück bei 150-160 bin. Ohne Zufuhr von externem Insulin. Also praktisch unmöglich.
                  Wenn dies der Inkretin-Effekt ist, ist er nicht von schlechten Eltern.
                  Tja, vielleicht sehr stark, aber leider auch die Unzuverlässigkeit.
                  Deshalb will ich dies auch klären lassen.

                  Bezüglich alimentäre Hypo unterliege ich nicht dieser Zeitbeschränkung. Ich hatte mich auf sofort herangearbeitet.
                  Leider wurde dann festgestellt, dass ich noch eine andere Krankheit habe. Schwer zu sagen, mein Verdienst oder krankheitsbedingt.

                  mfg dipa

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