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Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

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  • Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,

    aufgrund der Erkrankung meiner Mutter wende ich mich hilfesuchend an Sie.
    Es liegt ein Tumorprofil vor: Adenocarcinom, G2
    RAS: mutiert (NRAS Exon 3 mit p.Q61L)
    BRAF: Wildtyp (Exon 15)
    Initialstadium: pT4a pN2b (13/27) cM1(HEP) G2 R0 (lokal) L1 V1

    Könnten Sie mir in erster Linie in einfachen Worten erklären, was das genau bedeutet?
    In vielen Foren konnte ich nachlesen, dass diese Gen-Mutation eigentlich sehr selten vorkommt und eine schlechte Prognosen (gegenüber BRAF-Mutation) hat. Trifft es zu, dass die NRAS Mutation einen aggressiveren Krankheitsverlauf und ein gehäuftes Auftreten von Hirnmetastasen hat? Eine solche Untersuchung, Gehirn oder Knochen wurde bislang noch nicht gemacht.
    Welche Behandlung würden Sie vorschlagen?
    Würden Sie einer Behandlung gleich der PEAK Studie zustimmen? (FOLFOX 6+Panitumumab)
    Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.




  • Re: Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

    Um welchen Tumor handelt es sich? Lunge? Darm? Oberbauch?

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    • Re: Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

      Angesichts der untersuchten Geneteik vermute ich ein Darmkrebs. Da kann man kein Panitumumab einsetzen da der RAS-Status mutiert ist, da hilft P. nicht. Der BRAF-Status hat keine Konseuenz für die Therapie, es gibt Studien die hinweisen daß rechtsseitige Darmkarzinome mit BRAF-Mutation etwas ungünstiger verlaufen, insofern ist dieser Befund nicht so dramatisch. Auch G2 ist eher günstig. Entscheidend für die Prognose ist neben der Lage des Tumors das Ansprechen auf die gewählte Chemotherapie, hier ist Folfox durchaus eine Möglichkeit, man wird Ihrer Mutter dies in Kombination mit Bevacizumab anbieten. Der Kopf und die Knochen ist als Metastasierungsort derart selten daß ich gut nachvollziehen kann daß diese nnicht untersucht werden, wichtiger ist der Therapiestart.

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      • Re: Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

        Guten Abend Herr Dr. Hennesser,
        vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort. Leider habe ich völlig vergessen zu erwähnen, dass es sich um Darmkrebs handelt. Entschuldigung!! Sie haben das schon richtig gewertet. Der Darmtumor wurde operiert, bzw. entfernt, da bereits der Darmverschluss drohte. Die Lebermetastasen, ca. 8 Stück bis 5 cm, sind inoperabel. Sie erhält nun eine Chemo mit Folfox+ Bevacizumab. Nach 2 Monaten erfolgt eine Verlaufskontrolle. Wir hoffen, dass die Chemo anschlägt und uns allen etwas mehr Zeit zusammen bleibt.

        Ich habe im Internet über einen neuen Hemmstoff Deltasarin gelesen, welcher das Krebsprotein KRAS blockiert (Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie in Dortmund). Leider habe ich weiterhin nicht viel mehr darüber gefunden oder lesen können. Ist Ihnen dieser Hemmstoff bekannt? Befindet sich dieser evtl. im Zulassungsverfahren?

        Besten Dank.

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        • Re: Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

          Das ist derzeit in Prüfung. Allerdings, es gibt eine Reihe bereits etablierter Therapien, die gegenwärtig durchgeführte ist eine davon. Hier ist die Wirksamkeit erwiesen, deshalb würde ich mich derzeit nicht so sehr auf Dinge stürzen deren Erfolg absolut im Unklaren bzw. experimentellen Status ist.

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          • Re: Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

            Ja, sie haben recht, diese Recherchen machen einen auch nur vollkommen verrückt! Vielen Dank nochmal, dass Sie sich Zeit genommen haben.

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            • Re: Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

              Gerne, Alles Gute

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              • Re: Adenocarcinom mit multiplen Lebermetastasen, Lymphknotenmetastasen, Zweitmeinung

                Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,

                bezugnehmend auf die bisherige Korrespondenz, bitte ich erneut um Hilfestellung. Bei meiner Mutter wurden seit Beginn der Erkrankung an Darmkrebs mehrere Chemotherapien gemacht.Diese leider nicht mit viel Erfolg, da die Lebermetastasen nicht zu bremsen sind. OP nicht möglich. Daraufhin wurde die SIRT Behandlung gemacht. Erst der rechte (01.03.)und dann der linke(15.03.) Leberlappen. Die Eingriffe wurden mit einem Abstand von 2 Wochen gemacht. Die medikamentöse Begleittherapie Ursofalk und Decortin war mit jeweils 6 Wochen angesetzt. Wie berechnet sich die Dauer der medik.Begleittherapie richtig? Wie lange müssen die Medikamente eingenommen werden?
                Vielen Dank.

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