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Tetraplegie&schlimme Neuropatische Schmerzen

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  • Tetraplegie&schlimme Neuropatische Schmerzen

    Bitte sehr um Vorschläge und Erfahrungen! Meine Muter ist 55 Jahre alt und vor zwei Jahre würde sie durch einen Unfall zum Tetraelegikerin. Seit dem ist ihr Baclofen Pumpe eingesetzt worden, doch die hilft erfolgreich „nur“ gegen Krämpfen (am meistens Beine, gar nicht so gut für Hände). Sie hat aber schon mehr als ein Jahr sehr, sehr starke Schmerzen (auf der Skala von 0-10 ->9), die sie kaum noch leiden kann. Geht um drückende, quetschende Schmerzen überall am Körper. Es fühlt sich als ganz schwere Last liegt an ihren Körper und zerquetscht sie. Die Schmerzen sind immer gleich stark, die nehmen mit der Zeit ein und unabhängig von der Körperlage oder Tageszeit. Sie wiegt jetzt vielleicht noch 49kg, ist sehr dünn, hat schon durch den Unfall Probleme mit schlucken und bisschen mit reden, weil auch Unterkiefer teilweise einbetroffen ist (Parese/Lähmung).
    Lang würde sie gar nichts behandelt, dann würde ihr Paracetamol gegeben, dann wieder nichts, dann Baclofen für paar Monate zusätzlich oral (neben Baclofen Pumpe), doch es brachte keine Veränderung. Danach würde für zwei Wochen mit leichteren Opioid therapiert, dabei würde jeden zweiten/dritten Tag höhere Dosis eingesetzt. Weil keine Veränderungen aufgetreten sind und weil Mutter übel damit würde, haben aufgehört. Jetzt haben wieder angefangen mit Paracetamol 300mg/Tag über drei Gaben tgl. verteilt. Die letzte Th läuft jetzt seit zwei Wochen, aber Mutter spürte nicht mal eine winzige Erleichterung. Habe überlegt über Lidocainpflaster und Oxcarbazepin, bloß bei Oxcarbazepin sind wieder Nebenwirkungen die die sie abschrecken werden. Leider wird sie in den Altersheim nicht mal ein bisschen beraten oder richtig in Therapie Plan einbezogen, was ihr leider nur noch Mistrauen erwacht. Sie wohnt in Slowenien, doch da ist es in Frage Schmerztherapie noch nicht so ausgearbeitet. Vor allem wird in Altersheim nur auf Kosten geschaut und die Ärztin (die sonst ganz nett ist) wirkt mit allem echt etwas überfordert. Was ist empfehlenswert, da ist mir schon sehr gut klar, dass Paracetamol allein nur ein Witz bei Neuropatischen Schmerzen ist? Was gäbe als verbesserte und verträglichere Variante zum Oxcarbazepin? Wie könnte man eine Therapie gestalten und welche Therapie oder Kombination wäre sinnvoll zu versuchen? Selber lebe ja ganz weit weg von ihr, dass noch weniger Einfluss auf das ganze Geschehen dort habe, weiß aber, dass muss man endlich mal was machen/es anfangen.
    Für alle Tipps, Vorschläge, wertvolle Experten-Meinungen und Erfahrungen bedanke mich recht herzlich! Mirjam


  • Re: Tetraplegie&schlimme Neuropatische Schmerzen


    Zunächst gibt es mögliche neuropathische Schmerzmedikamente wie Lyrica, Gabapentin und Carbamazepin. Weiterhin können Opiate ausgestet werden, die teilweise helfen können. Schließlich ist auch eine Mischung von Opiat und Baclofen in der Pumpe denkbar.

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