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Fieber bei Krebstherapie

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  • Fieber bei Krebstherapie

    Hallo Herr Dr. Hennesser,

    mein Vater wurde in den letzten Wochen wegen stark fortgeschrittenen Darmkrebses mit einer Radio-Chemotherapie (insgesammt 50 Gy großräumig auf den Bauchraum, wöchentlich 5Fu über 24 Stunden) behandelt. In der dritten Woche der Therapie (6 Wochen insgesamt) bekam er plötzlich sehr hohes Fieber (über 40 Grad), da er jedoch im stationär im Krankenhaus war haben es die Ärzte mit Antibiotika und Fieber senkenden Mitteln in Schach gehalten. Aber er hatte fast ständig erhöhte Temperatur. Seit Samstag hatte er nun kein Fieber mehr (allerdings Novalgin als Schmerztherapie) und wurde deswegen gestern mittag aus dem KH entlassen. Gegen Abend bekam er dann jedoch starken Schüttelfrost und wieder über 39 Grad Fieber, so dass wir den Notarzt anrufen mußten. Im KH wurden Blutuntersuchungen gemacht, aber es konnten kein Erreger gefunden werden, die das Fieber hätten auslösen können. Dieser Zustand ständig wiederkehrenden Fiebers macht uns als Angehörige jedoch sehr viel Angst und belastet den Patienten körperlich und psychisch enorm. Haben Sie eine Ahnung, was die Ursache für diese Fieberschübe sein könnte, ist Ihnen das vielleicht schon einmal begegnet und wenn ja, was könnte man denn dagegen tun?

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

  • RE: Fieber bei Krebstherapie


    Es gibt ein Tumorfieber, welches aber sehr untypisch bei einem Darmkrebs ist. Auch eine Chemotherapie oder Bestrahlung verursacht nicht ein so lange anhaltendes Fieber. Wenn im Bauchraum Flüssigkeitsansammlungen vorliegen kann sich dieses infizieren und zum Auslöser des fiebers werden. Jedenfalls sollte dies dann untersucht und punktiert werden. Auch ohne Erregernachweis läßt Ihre Schilderung den Einsatz eines Breitbandantibiotikums sinnvoll erscheinen. Sprechen Sie die Ärzte darauf an, möglicherweise liegen jedoch detailliertere Befunde vor die einen solchen Gebrauch bisher ausgeschlossen haben.

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