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Krebsfurcht

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  • Krebsfurcht

    Hallo,

    da ich erst 17 Jahre alt bin, mag es, ich sage mal ,,ungewöhnlich" klingen, aber ich leide schon seit längerem unter einer extremen Angst, eine Krebserkrankung zu haben.
    Ich bin schon seit vielen Jahren sehr sensibel gegenüber meinem Körper und bemerke schon kleinste Veränderungen sehr deutlich (z. B. Pickel, Hautrötungen, Kopfschmerzen, Verspannungen etc.) und mache mir Gedanken, woher das kommen könnte.
    Aber innerhalb der letzten Monate hat die Angst aufgrund der vorausgehenden Diagnose eines Atheroms (benigne Weichteilzyste, aber vorher musste ich halt 2 Wochen voller Ungewissheit auf den Laborbefund der Biopsie warten) deutlich zugenommen.
    Ich bekomme halt aktuell schon wegen Sachen wie Muskelverspannungen, Kopf- und Nackenschmerzen, für die es eigentlich ganz plausible Erklärungen gibt (längeres Sitzen am Schreibtisch, Augenbelastung durch Bildschirme) tage- oder wochenlange Angstzustände, die meinen ganzen Alltag vereinnahmen und unter denen auch meine schulischen Leistungen leiden.
    Ich habe irgendwie das Gefühl, mich niemandem vollständig anvertrauen zu können, weil es einfach generell schwierig für Leute ist, sich das Ausmaß meiner Krebsangst in meinem Alter vorzustellen oder sie gar nicht damit umgehen können, weil ihnen einfach auch anatomisches Wissen fehlt usw.
    Meine Symptome sind halt schon real, aber meine Befürchtungen zugegeben teils ziemlich unverhältnismäßig, aber ich kriege diese lähmende Angst einfach nicht in den Griff.


  • Re: Krebsfurcht

    Symptome sind immer real, auch wenn sie eine psychische Ursache haben sind sie absolut echt.
    Du solltest vielleicht mal über eine Psychotherapie nachdenken.

    Treibst du Sport, machst du Entspannungstechniken?
    Was tust du gegen die Angst?
    Freunde, Hobbys, Beschäftigungen?

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    • Re: Krebsfurcht

      Seitdem sich die Angst derart verschlimmert hat will ich schon eine Therapie machen, aber in aktuellen Zeiten kann man da bis zu 1 Jahr warten bis ein Platz frei wird.

      Für Sport fühle ich mich ehrlich gesagt gerade oft einfach psychisch zu erschöpft, weil ich gerade wieder Symptome habe (bei mir wurden Schilddrüsenknoten diagnostiziert, aber es gibt erstmal keinen Anhalt auf Bösartigkeit, es ist wahrscheinlich eine Autoimmunerkrankung) und das belastet mich wieder extrem. Wieder wochenlange Ungewissheit.

      Normalerweise bin ich recht kreativ, aber aktuell nutze ich die Zeiträume, in denen ich noch produktiv bin für die Schule.

      Mit den Freunden ist das so eine Sache... Seit Beginn der Pandemie habe ich nur noch eine engere Freundin, mit der ich meine Ängste ein bisschen teilen kann, aber der Rest sind eher Bekannte und die haben sich hinsichtlich meiner gesundheitlichen Anliegen meist recht gleichgültig verhalten bzw. konnten nicht damit umgehen. Ihnen fehlt es halt auch an Wissen, ein paar kannten z. B. die Funktion von Lymphknoten nicht und wussten auch nicht, was ein bösartiger Tumor ist. Das empfinde ich halt als sehr enttäuschend.

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      • Re: Krebsfurcht

        Selig sind die Unwissenden.;-)

        Auf jeden Fall versuchen dich viel an der frischen Luft zu bewegen, du musst ja nicht gleich in die Vollen gehen, aber immer mal einen kurzen Lauf einfügen, o.ä. und dann langsam steigern.

        Wenn du schon Absagen hattest, oder unzumutbare Wartezeiten, von Psychotherapeuten, dann schreibe diese auf.
        Ich glaube ca. fünf musst du haben, dann kannst du dich an die Kasse wenden, sagen dass es dringend ist und dann müssen die dir eine private Abrechnungsform bewilligen, was die Wartezeit verkürzen kann.

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        • Re: Krebsfurcht

          Okay, danke für den Tipp, das ist natürlich eine Möglichkeit.

          Ich glaube auch, dass es mir besser gehen würde, wenn ich öfter an der frischen Luft wäre, aber meine Familie hat es halt nicht so gern, wenn ich alleine das Haus verlasse und bezüglich Freunden gibt es wie gesagt nicht so viele, mit denen ich mich treffen kann.
          Ich finde es ein bisschen übertrieben, ich bin ja kein kleines Kind mehr.

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          • Re: Krebsfurcht

            Und es ist sehr wichtig, dass du autonom bist, dass stärkt den Selbstwert und damit tut es auch der Psyche gut.

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            • Re: Krebsfurcht

              Deine Angst haben glaube mehr als du denkst. Ich an deiner Stelle würde mich vielleicht einem aller 6 Monate / oder vielleicht reicht ja ein mal im Jahr komplett durchchecken lassen. Das du merkst das du gesund bist. Und ich würde dir auch zu Sport oder Yoga raten, damit du dich mal entspannen kannst und den Kopf vielleicht mal abschalten kannst.

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              • Re: Krebsfurcht

                An: Katrin Dahms

                Ich würde dir zustimmen, dass sich die meisten Mensch vor einer Krebserkrankung fürchten, sich bis zu einem gewissen Grad Sorgen zu machen ist schließlich völlig normal.

                Nur halte ich es nicht für normal, schon bei minimalen Beschwerden lang andauernde Angstzustände zu bekommen, während denen ich kaum meinen Alltag bewältige und ich mich psychisch vollkommen ausgelaugt fühle.

                Sport hilft auf jeden Fall zur Ablenkung, aber meist auch nur kurzfristig.

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                • Re: Krebsfurcht

                  Wenn du wirklich regelmäßig Sport machst, am Besten Ausdauersport, dann werden die positiven Effekte auch länger anhalten.

                  Kommentar


                  • Re: Krebsfurcht

                    Okay, dann werde ich das weiterhin machen und intensivieren.

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