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Auguste D.

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  • Auguste D.

    Liebe Auguste,

    nach der Medikamentenumstellung mit Risperdal scheint es meiner Mutter wieder besser zu gehen, und wenn der Zustand anhält, würde ich sie gerne Heiligabend zu uns holen. Die anderen Mitbewohner werden auch ab und zu abgeholt und verkraften das ganz gut, dass heißt, die wissen ja eine Minute später nicht mehr, dass sie woanders waren, allerdings sind die anderen Mitbewohner pflegeleichter. Oder ist es besser, wenn meine Mutter die WG nicht mehr verlässt? Denke ich zu egoistisch?
    Wissen Sie Rat?

    Gruß
    Ulrike


  • RE: Auguste D.


    Liebe Uli,

    nein, finde ich nicht.

    Ich würde allerdings schon vorher einen Versuch wagen, damit nicht genau an Weihnachten ein Gau auftritt und Mutti nervend vielleicht sofort wieder zurück will, nach dem Motto: "Was soll ich denn hier ?" oder dann Nachts Randale macht, weil Änderungen im Ablauf oder Ritualen generell nicht so gut verkraftet werden.
    Wir meinen es gut, wollen Abwechslung bieten, aber ob unsere Lieben das so empfinden, ist auf einem anderen Blatt geschrieben.

    Wenn die Mama noch sehr an dir orientiert ist, würde ich glauben, es geht gut, alles ist gut, so lange du in Sicht- und Hörweiter bleibst. Nicht zu viel Deko und verwirrende
    Besteckteile auf dem Tisch...meine Mutti hat immer alles ordentlich aufgeräumt :-))))

    Ich plädiere für einen Probelauf, um beiderseitige Enttäuschung zu vermeiden und die Sache mit dem Fest daheim besser einschätzen zu können ))))

    Ich drück die Daumen für ein Funktionieren, wenn aber nicht, dann auch nicht zu enttäuscht sein.
    Gut ist, es ist für Mutti gut und sie fühlt sich wohl und entspannt und das verursacht dann dir weniger Stress, ob Zuhause oder in der WG gefeiert wird.

    Ich habe da so Erinnerungen an Weihnachten Zuhause. Als ich Mutti aus dem Heim abholte, erzählte ich ihr, es sei ein besonderer Tag.
    Ja, was denn, wollte sie wissen.
    Nun, Heiligabend und ob sie denn wisse, wann Jesus Christus geboren sei (kleiner Test, Mama) ...
    Entrüsteter Ton und Antwort meine Mutter...Woher soll ich das denn wissen ???

    Also Uli, egal wie es ist, nimms mit Humor :-)

    Lieben Gruss
    Auguste

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    • RE: Auguste D.


      also bei meinem Vater war es so, dass er bis zum Schluß noch wußte, wo er zu Hause ist. das heißt er hat zu Hause auch immer wieder gesagt, er müsse jetzt gehen und so weiter. Aber wenn er zum beispiel mich besucht hat mit meiner Mutter dan´n war er deutlich unruhiger. Und ganz zum Schluß, als er im Krankenhaus lag ( und wohl so klar wie schon seit Jahren nicht mehr, war) hat er sich riesig gefreut, dass er nochmal nach Hause darf, was dann leider nicht mehr ging, weil er eine Infektion bekam, an der er kurze Zeit später starb.
      Meine Mutter macht sich jetzt heftige Schuldgefühle, weil sie ihn hat ins Krankenhaus einweisen lassen, was ich ihr auszureden versuche. Wir hatten keine andere Wahl, da er per Sonde ernährt werden mußte und die mußte da erst gelegt werden. Ich wiederrum mache mir Schuldgefühle, weil ich die Zeit, die er im Krankenhaus war "genossen" hab. Ds heißt ich war froh über die Verschnaufpause. Wir haben ihn zwar regelmäßig ( täglich) besucht. Aber durchschlafen zu können war zu der Zeit einfach Luxus und kotbar. Wir wollten ihn ja wieder nach hause holen, sobald die Ernährung eingestellt ist. Krankenbett, Tropf und Nahrung war alles schon bereit. Ichschweife ab.
      Was ich damit sagen wolte ist, ich kann mir gut vorstellen, dass viele Demenz kranke noch sehr wohl ein Gefühl von zu Hause haben, auch wenn sie sich nicht so sicher fülen wie ein gesunder Mensch oder es nicht wirklich ausdrücken können.
      Und ich würde wirklich dazu raten die Feiertage zusammen zu verbringen. Am Ende ist man dankbar für jeden gemeinsamen Moment, an den man sich erinnern kann. Die Zeit verfliegt schneller als man denkt.
      Liebe Grüße, Barbara

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      • RE: Auguste D.


        Liebe Auguste, liebe Barbara,

        vielen Dank für eure Antworten.
        Leider ging es meiner Mutter körperlich nicht so gut, deshalb erst jetzt ein Dankeschön an euch.

        Ich werde es Weihnachten auf jeden Fall versuchen, aber man weiss ja nicht was an diesem Tag passiert.

        Liebe Auguste, ich habe mich jetzt für die Mailinglisten im Alzheimerforum angemeldet, denn das was ich mitzuteilen habe ist glaube ich zu intim für eine öffentliches Forum.

        Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest.

        Gruß
        Ulrike

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