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sypmtomschwankungen

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  • sypmtomschwankungen

    Hallo!
    Die folgende Frage betrifft meine 92-jährige Oma.
    Sie ist seit ca.zwei Wochen ziemlich verwirrt, kennt ihre Tochter nicht mehr, hat Halluzinationen von fremden Menschen, die ihr Wohnzimmer "besetzen" u.a.
    Diese Symptome sind quasi von heute auf morgen erschienen, sind aber seit letztem Donnerstag (Besuch ihres Sohnes) scheinbar wieder wie verschwunden. Ihren Sohn hat sie auch erkannt und wusste über Tage hinweg, dass er sie besuchen kommt. Nun meine Frage: können sich die o.g. Symptome so schlagartig wieder verbessern oder kann das Verhalten u.U. nur vorgetäuscht gewesen sein?
    LG Andi12


  • RE: sypmtomschwankungen


    Leider bin ich kein Experte auf diesem Gebiet, habe mich aber mit ein wenig hintergrundwissen mit dem Thema lange Zeit beschäftigt. Diese "Verhaltensauffälligkeiten treten im Rahmen einer Demenz (Alzheimer & Vaskulär-also eher gefäßbedingt)wohl relativ häufig auf. Dieses Verhalten kann dann auch mehrere Formen annehmen. Gestörter Schlaf- Wachrhythmus, Aggressionen, Halluzinationen,Weglauftendenz, Unruhe, Feindseligkeit, Mißtrauen,usw. Ein Neurologe sollte dies genauer untersuchen. So kann es am Krankheitsverlauf einer Demenz liegen, daß sich dieses Verhalten zeigt, es kann auch an einer Dehydrierung liegen (ältere Menschen trinken oftmals viel zu wenig und sind dann evtl. aufgrund dieses Zustandes dann so verwirrt). Gerade bei einer vaskulären Demenz kommt es beispielsweise eher zu "Aufs" und "Abs", eine reine Alzheimer Demenz verläuft progredient, stetiger. Sucht Euch für Eure Oma einen kompetenten Neurologen, sucht unbedingt eine Gedächtnissprechstunde auf. Ich hoffe sehr, daß Ihr an einen Doc geratet, der Euch Mut macht und nach einer Anamnese die entsprechende Medikation einleitet. Nehmt Rücksicht auf Eure Oma, seid besonders lieb zu ihr,überlegt was sie schon immer gerne gemacht hat, wenn sie beispielsweise gerne singt, malt, im Haushalt werkelt gebt ihr kleine Aufgaben. Wenn sie verwirrt ist, versucht sie zu beruhigen, lasst sie nicht im Dunkeln alleine und versucht sie mit Dingen aus dem Alltag abzulenken die ihr vertraut sind und sie vor ihrer Angst ablenken. Man stelle sich vor, jemand muß in ständiger Anst leben, weil er es genauso empfindet. Das muß Horror sein, weil diese Halluzinationen für denjenigen in diesem Moment die Realität zeigt. Also bringt alle Liebe der Welt auf und lasst Euch einen Termin geben. Medikamente sind wichtig und unumgänglich...genauso wichtig ist auch liebevolle Zuwendung und ganz viel Mut und Kraft.
    Alles, alles Liebe und Gute
    Schilli

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    • RE: sypmtomschwankungen


      Sehr geehrte/r Andi12,

      ich entnehme Ihrem Beitrag keinen Hinweis darauf, warum das Verhalten vorgetäuscht sein sollte, wahrscheinlicher erscheint, dass sie Ausdruck einer Erkrankung sind. Die Ursache dieser Symptome können vielfältig sein. Sofern bisher kein dementielles Syndrom vorlag können Sie einem solchen aber auch jetzt nicht zugesprochen werden, da zur Definition einer Demenz gehört, dass die Hirnleistungsstörungen seit mind. 6 sechs Monaten bestehen (auch bei einer vaskulären Demenz). Ich empfehle Ihnen, wie schon von Schilli empfohlen, mit Ihrer Oma einen Neurologen aufzusuchen.

      Mit freundlichen Grüssen,

      Spruth

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