Escherichia coli

Allgemeines

Extrakte aus abgetöteten Escherichia-coli-Bakterien oder Fragmente dieser werden zur Immunstimulation bei chronisch wiederkehrenden, leichten Infektionen und bei Abwehrschwäche angewendet.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • körpereigene Abwehrkräfte bei Abwehrschwäche steigern
  • Infektionen abwehren
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt behandeln
  • Infektionen der Harnwege behandeln
  • Hämorrhoiden behandeln
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen behandeln
  • Durchfall behandeln
  • Blähungen vermindern
  • Verstopfung behandeln
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung behandeln
  • Ekzeme behandeln.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Escherichia coli im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Escherichia coli nicht verwendet werden?

Kapseln und Tropfen, die den Extrakt Escherichia coli enthalten, dürfen nicht eingesetzt werden, wenn akutes Fieber besteht.

Außerdem dürfen Escherichia coli-Extrakte nicht oral verwendet werden, wenn schwerwiegendere Magen-Darm-Erkrankungen wie Entzündungen der Bauchspeicheldrüse oder der Galle bestehen, bei Darmverschluss oder, wenn sich der Patient in einem ausgezehrten Zustand befindet.

Die Injektionslösung darf nicht verwendet werden, wenn eine Tuberkulose existiert oder eine solche in der Vorgeschichte des Patienten auftrat, bei Leberschäden, bösartigen Geschwulsten oder wenn sich der Patient in einem ausgezehrten Zustand befindet.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Kapseln und Tropfen dürfen nicht während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft eingesetzt werden. Auch danach sollte eine Anwendung nur unter Aufsicht des Arztes durchgeführt werden.

Die Verwendung der Injektionslösung während der Schwangerschaft ist verboten, da allergische Reaktionen auftreten können.

Einschränkungen während der Stillzeit liegen nicht vor.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Injektionslösung sollte nicht bei Kindern unter sieben Jahren verwendet werden.

Über eine besondere Gefährdung von Kindern bei der Einnahme von Kapseln oder Tropfen ist nichts bekannt.

Welche Nebenwirkungen kann Escherichia coli haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Escherichia coli. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Kapseln und Tropfen:
Oberbauchbeschwerden, Blähungen, Hautüberempfindlichkeitsreaktionen, leichtes Fieber.

Sehr seltene oder vereinzelt auftretende Nebenwirkungen bei Injektion:
Müdigkeit, innere Unruhe, Übelkeit, Brechreiz, Kopfschmerzen.

Welche Wechselwirkungen zeigt Escherichia coli?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Zur Einnahme von Escherichia coli-Präparaten ist vor und nach der Behandlung mit anderen Lebendimpfstoffen vorsorglich einen Abstand von zwei Wochen einzuhalten.

Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva) kann die Wirkung von Escherichia-coli-Zubereitungen beeinträchtigen.


Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Escherichia coli wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.


Welche Medikamente beinhalten Escherichia coli?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Escherichia coli enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Suspension
Tropfen
Kapseln

So wirkt Escherichia coli

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Escherichia coli. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Immunstärkende und -schwächende Mittel, zu welcher der Wirkstoff Escherichia coli gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Escherichia coli

Extrakte aus abgetöteten Escherichia-coli-Bakterien oder Fragmente dieser werden zur Immunstimulation bei chronisch wiederkehrenden, leichten Infektionen und bei Abwehrschwäche angewendet.

Hierzu zählen Atemwegsinfektionen, Magen-Darm-Störungen wie kleine Entzündungen oder Verstopfung, Durchfall und Blähungen, aber auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung sowie Harnwegsinfektionen, Ekzeme und Hämorrhoiden.

Die Art der Anwendung bestimmt die Darreichungsform. Escherichia-coli-Extrakte werden als Injektionslösung, Kapseln, Tropfen, in Salbenform oder als Zäpfchen angeboten.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Escherichia coli sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Escherichia coli

Escherichia coli gehört zu den Immunstimulanzien aus der Gruppe der Immunologika.

Escherichia coli ist ein Bakterium, das den menschlichen Darm besiedelt. In hohen Konzentrationen löst es zwar Durchfall aus, in niedrigen ist es aber ein ständiger Begleiter des Menschen.

Der Wirkstoff hält das Immunsystem in einem aktiven Zustand, so dass es bei der Infektion mit gefährlicheren Krankheitserregern schneller und besser reagieren kann. Ähnlich einer Impfung werden (meist abgetötete) Escherichia-Erreger zugeführt, die eine Reaktion des Immunsystems verursachen. Im Gegensatz zur aktiven Immunisierung kommt es dabei nicht so sehr auf die Antikörperbildung gegen den einzelnen Erreger an. Vielmehr steht eine allgemeine Verstärkung des Immunsystems gegen Fremdstoffe im Vordergrund.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.