Neuro-Medivitan

Hersteller: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
Rezeptfrei

Wirkung

Neuro-Medivitan enthält die Wirkstoffkombination Vitamin B1 + Vitamin B6. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Neuro-Medivitan.

Die Wirkstoffkombination Vitamin B1 + Vitamin B6 wird zur Behandlung von Nervenschäden bei neurologischen Systemerkrankungen in einer Dosierung von je 100 Milligramm oder mehr eingesetzt, wenn ein Mangel an den beiden Vitaminen vorliegt.

In Dosierungen unter 100 Milligramm kann die Kombination bei entzündlichen und schmerzhaften Nervenerkrankungen wie beispielsweise der Gürtelrose (Herpes zoster), Wurzelreizsyndromen der Wirbelsäule, HWS-Syndromen, Hexenschuss, Schulter-Arm-Syndromen, und diabetischen oder alkoholischen Polyneuropathien angewendet werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Vitamin B1 + Vitamin B6 sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Mittel bei Nervenschäden, Vitamine, zu welchen die Wirkstoffkombination Vitamin B1 + Vitamin B6 gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • nervenbedingte Systemerkrankungen (den ganzen Körper betreffende Erkrankungen) durch nachgewiesenen Mangel der Vitamine B1 und B6

Dosierung

Erwachsene nehmen einmal täglich eine Tablette. Bei Beschwerden verursachendem Vitaminnangel kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt die Dosis auf bis zu dreimal täglich eine Tablette erhöht werden.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut, am besten mit ausreichend Flüssigkeit (beispielsweise einem Glas Wasser), zu oder nach den Mahlzeiten ein. Die gleichzeitige Gabe von säurebindenden Mitteln, Alkohol und schwarzem Tee vermindern die Aufnahme von Vitamin B1 in den Körper. Ausserdem kann dieses Vitamin bei gleichzeitigem Genuss von Wein beschleunigt im Körper abgebaut werden.

Nach Ablauf von spätestens vier Wochen sollte der behandelnde Arzt entscheiden, ob die Gabe von Vitamin B6 und Vitamin B1 in der hier vorliegenden hohen Konzentration weiter angebracht ist. Gegebenenfalls sollte auf ein Präparat mit niedrigerer Wirkstoffstärke umgestellt werden, um das mit Vitamin B6 verbundene Risiko von Nervenschäden zu senken.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Eisen(III)-oxid (E 172)
  • Magnesiumstearat
  • Titandioxid (E 171)
  • Crospovidon
  • Lactosemonohydrat
  • Macrogol 4000
  • Macrogol 6000
  • Polyoxyethylen (8) monostearat
  • Polyvinylalkohol
  • Talkum

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Schweißausbrüche, Herzfrequenzanstieg, Juckreiz, Urtikaria, Exantheme, Ekzeme, Atemnot, Schockzustand.

Besonderheiten:
Bei langfristiger Einnahme von Vitamin B6 über Monate und Jahre kann es bei einer Dosierung über 50 Milligramm täglich zu schweren Nervenerkrankungen mit Gefühlsstörungen in Füßen und Beinen (periphere sensible Neuropathien) sowie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit kommen.

Wechselwirkungen

Vitamin B1 wird durch das Zellgift 5-Fluorouracil inaktiviert.

Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit dem Entwässerungsmittel Furosemid oder dem Genuss sulfithaltiger Getränke wie beispielsweise Wein kann ein Vitamin B1-Mangel entstehen.

Alkohol, schwarzer Tee und magensäurehemmende Mittel (Antazida) vermindern die Aufnahme von Vitamin B1 aus dem Darm und damit seine Wirkung.

Die Wirkung des Antiparkinson-Mittels Levodopa wird durch Vitamin B6 abgeschwächt.

Werden gleichzeitig das gegen Tuberkulose wirksame Isoniazid oder Cycloserin sowie das in der Rheumatherapie eingesetzte D-Penicillamin eingenommen, ist die Wirkung von Vitamin B6 vermindert.

Gegenanzeigen

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Vitamin B1 oder Vitamin B6 darf die Wirkstoffkombination nicht eingesetzt werden.

Neugeborene, insbesondere unreife Frühgeborene, dürfen ebenfalls nicht mit der Wirkstoffkombination behandelt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Vitamin B1 und B6 sollten in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Hohe Dosierungen von Vitamin B6 können die Milchproduktion hemmen. Außerdem gehen die Vitamine B1 und B6 in Muttermilch über. Daher sollte vor der Behandlung mit der Wirkstoffkombination besser abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Neugeborene, insbesondere unreife Frühgeborene, dürfen nicht mit der Wirkstoffkombination behandelt werden.

Warnhinweise

  • Bei Anwendung des Medikaments als Injektion sollte es nicht mit anderen Wirkstoffen in einer Spritze oder Infusion gemischt werden.
  • Das Medikament sollte ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht länger als vier Wochen eingenommen weren.
  • Das Medikament sollte nicht wärmer als 25 Grad gelagert werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
50 Stück Filmtablette
100 Stück Filmtablette

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Neuro-Medivitan sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Vitamin B1 + Vitamin B6 (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Filmtabletten
Filmtabletten
Tabletten
Filmtabletten

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.