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Alice-im-Wunderland-Syndrom: Diese ungewöhnlichen Symptome sind typisch
In Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker Alice im Wunderland schrumpft die junge Alice plötzlich oder wächst ins Riesenhafte. Was nach Fantasie klingt, gibt es tatsächlich: Das Alice-im-Wunderland-Syndrom ist eine seltene neurologische Störung, bei der Betroffene sich selbst oder ihre Umgebung verzerrt wahrnehmen. Menschen, Gegenstände oder Körperteile erscheinen dann größer, kleiner oder weiter entfernt, als sie tatsächlich sind.
Meist tritt das AIWS im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf, etwa bei Migräne mit Aura oder bestimmten Formen der Epilepsie. Auch Virusinfektionen wie das Epstein-Barr-Virus kommen als mögliche Auslöser infrage. Das Syndrom tritt vor allem bei Kindern auf, kann aber auch Erwachsene betreffen.
Welche ungewöhnlichen Wahrnehmungsstörungen typisch sind, zeigt diese Bildergalerie.
Mikropsie: Wenn alles kleiner erscheint
Ein häufiges Symptom ist die sogenannte Mikrospie. Dabei erscheinen Gegenstände, Menschen oder Körperteile deutlich kleiner, als sie tatsächlich sind. Betroffene berichten etwa, dass Möbel wie Spielzeuge wirken oder die eigenen Hände plötzlich winzig erscheinen.
Derealisation oder Depersonalisation
Neben den typischen Größen- und Entfernungsverzerrungen können beim Alice-im-Wunderland-Syndrom auch Derealisation und Depersonalisation auftreten. Dabei erscheint entweder die Umgebung unwirklich oder das Gefühl für die eigene Person verändert sich. Manche Betroffene beschreiben, als würden sie träumen oder sich selbst von außen beobachten.
Linktipp: Leide ich unter Depersonalisation oder Derealisation?
Gestörtes Tastempfinden ist AIWS-Symptom
Beim Alice-im-Wunderland-Syndrom kann auch das Tastempfinden beeinflusst sein. Berührungen werden anders wahrgenommen als sonst, obwohl objektiv keine Veränderung vorliegt. Beispielsweise berichten einige Betroffene, dass sich der Boden unter ihren Füßen plötzlich weich anfühlt.
Störungen der zeitlichen Orientierung
Im Wunderland von Lewis Caroll scheint die Zeit ihre eigenen Regeln zu haben – etwa bei den endlosen Teestunden des verrückten Hutmachers. Auch Menschen mit Alice-im-Wunderland-Syndrom können solche Zeitverzerrungen erleben. Für sie läuft die Zeit plötzlich viel schneller oder langsamer, als sie tatsächlich vergeht.
Akustische Halluzinationen
Beim Alice-im-Wunderland-Syndrom können vereinzelt auch Hörwahrnehmungen verändert sein. Stimmen erscheinen dann ungewöhnlich laut oder weit entfernt, bekannte Geräusche klingen fremd oder verzerrt. In seltenen Fällen hören Betroffene Musik oder Stimmen, obwohl keine entsprechende Schallquelle vorhanden ist.
Wichtig: Betroffene wissen in der Regel, dass ihre Sinnestäuschungen nicht real sind – ein zentrales Unterscheidungsmerkmal gegenüber Psychosen, bei denen die Krankheitseinsicht häufig eingeschränkt ist.
Allgemeinsymptome beim Alice-im-Wunderland-Syndrom
Neben den typischen Wahrnehmungsstörungen treten bei vielen Betroffenen weitere Beschwerden auf. Dazu gehören etwa Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Übelkeit. Häufig stehen diese Symptome mit der Grunderkrankung in Zusammenhang, die das Alice-im-Wunderland-Syndrom auslöst – etwa einer Migräne oder einer Infektion.
In Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker Alice im Wunderland schrumpft die junge Alice plötzlich oder wächst ins Riesenhafte. Was nach Fantasie klingt, gibt es tatsächlich: Das Alice-im-Wunderland-Syndrom ist eine seltene neurologische Störung, bei der Betroffene sich selbst oder ihre Umgebung verzerrt wahrnehmen. Menschen, Gegenstände oder Körperteile erscheinen dann größer, kleiner oder weiter entfernt, als sie tatsächlich sind.
Meist tritt das AIWS im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf, etwa bei Migräne mit Aura oder bestimmten Formen der Epilepsie. Auch Virusinfektionen wie das Epstein-Barr-Virus kommen als mögliche Auslöser infrage. Das Syndrom tritt vor allem bei Kindern auf, kann aber auch Erwachsene betreffen.
Welche ungewöhnlichen Wahrnehmungsstörungen typisch sind, zeigt diese Bildergalerie.
- Montastruc, F. et al.: An overview of the symptoms and typical disorders associated with Alice in Wonderland syndrome. In: Neuropsychiatry (2012), Iss. 2, Vol. 4, pp. 281–289: https://www.jneuropsychiatry.org/peer-review/an-overview-of-the-symptoms-and-typical-disorders-associated-with-alice-in-wonderland-syndrome-neuropsychiatry.pdf (Abruf: 06/2026);
- Online-Informationen von DocCheck Flexikon: Alice-im-Wunderland-Syndrom: https://flexikon.doccheck.com/de/Alice-im-Wunderland-Syndrom (Abruf: 06/2026);
- Altorfer, R.: Das Alice-im-Wunderland-Syndrom, In: ARS MEDICI DOSSIER VIII | 2024, S. 1, https://www.rosenfluh.ch/media/arsmedici-dossier/2024/08/Das-Alice-im-Wunderland-Syndrom.pdf (Abruf: 06/2026);
- Online-Informationen von PTAheute: Was ist eigentlich das Alice-im-Wunderland-Syndrom? https://www.ptaheute.de/aktuelles/2023/01/17/was-ist-eigentlich-das-alice-im-wunderland-syndrom (Abruf: 06/2026);