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Borderline: 8 mögliche Ursachen der Persönlichkeitsstörung
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung, kurz BPS, ist eine psychische Erkrankung, bei der vor allem Gefühle, Selbstbild und Beziehungen stark schwanken können. Betroffene erleben Emotionen oft sehr intensiv, haben häufig Angst vor Zurückweisung und reagieren in belastenden Situationen mitunter impulsiv.
Eine einzelne Ursache für Borderline gibt es nach heutigem Wissensstand nicht. Stattdessen entsteht die Persönlichkeitsstörung vermutlich durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu zählen frühe belastende Erfahrungen, genetische Veranlagung, neurobiologische Besonderheiten und psychosoziale Einflüsse.
Die Bildergalerie zeigt, welche Ursachen und Risikofaktoren für Borderline diskutiert werden.
Borderline: Genetische Veranlagung als Ursache
Studien zeigen, dass die Persönlichkeitsstörung in manchen Familien gehäuft auftritt. Vererbt werden meist bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die das Risiko erhöhen, an Borderline zu erkranken. Diese Veranlagung allein führt nicht zwangsläufig zu der Störung. Erst wenn weitere belastende Faktoren hinzukommen, kann sich die Erkrankung entwickeln.
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Borderline: Belastende Kindheitserfahrungen als Ursache
Belastende Erfahrungen in der Kindheit können das Risiko für Borderline erhöhen. Dazu zählen etwa Traumata wie emotionale Vernachlässigung, körperliche oder sexuelle Gewalt oder der Verlust wichtiger Bezugspersonen. Solche Erfahrungen können die emotionale Entwicklung beeinträchtigen und es den Betroffenen erschweren, mit Gefühlen und Stress umzugehen.
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Probleme bei der Emotionsregulation als Ursache für Borderline
Ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Borderline ist, wie gut jemand mit belastenden Gefühlen umgehen kann. Manche Menschen erleben Emotionen besonders intensiv. Gleichzeitig fällt es ihnen schwer, sich davon zu lösen, was oft zu impulsivem Verhalten führt. Häufig haben Betroffene nicht gelernt, mit solchen Gefühlen umzugehen – etwa weil ihre Emotionen in der Kindheit nicht ausreichend wahrgenommen wurden.
Instabile Bindungen können Ursache für Borderline sein
Wenn Kinder ihre Bezugspersonen als unzuverlässig, abweisend oder schwer einschätzbar erleben, kann sich kein stabiles Gefühl von Sicherheit entwickeln. Das kann sich später in intensiven, aber wechselhaften Beziehungen und einer starken Angst vor Zurückweisung zeigen – beides typische Merkmale der Borderline-Persönlichkeitsstörung.
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Borderline: Beziehung zur Mutter als mögliche Ursache?
Die Mutter wurde früher häufig als Ursache für Borderline betrachtet. Eine einseitige Schuldzuweisung greift jedoch zu kurz. Zwar kann die Beziehung zur Mutter die Entwicklung prägen, etwa im Umgang mit Gefühlen oder Nähe. Fachleute gehen heute aber davon aus, dass Borderline in der Regel durch mehrere Faktoren entsteht. Auch andere Bezugspersonen, genetische Einflüsse und das gesamte Umfeld spielen dabei eine Rolle.
Abwertung von Gefühlen als Ursache für Borderline
Wenn Kinder immer wieder die Erfahrung machen, dass ihre Gefühle abgewertet, belächelt oder ihnen abgesprochen werden, kann das ihre Entwicklung stark beeinflussen. Sie lernen dann oft nicht, ihren eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen oder Emotionen richtig einzuordnen. Stattdessen entsteht Unsicherheit im Umgang mit sich selbst. Fachleute sehen darin einen möglichen Risikofaktor für die Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Borderline: Veränderungen im Gehirn als Ursache
Untersuchungen zeigen, dass bei Menschen mit Borderline bestimmte Hirnbereiche anders arbeiten. Besonders betroffen sind Regionen, die für die Verarbeitung von Angst und Stress sowie für die Impulskontrolle zuständig sind. Auch Botenstoffe im Gehirn, etwa Serotonin, können aus dem Gleichgewicht geraten. Ob diese Veränderungen Ursache oder Folge der Erkrankung sind, ist jedoch nicht abschließend geklärt.
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Borderline: Stress und Überforderung sind Ursachen
Anhaltender Stress, vor allem in der Kindheit oder Jugend, kann die Entwicklung der Gefühlsverarbeitung beeinflussen. Dazu zählen etwa Konflikte in der Familie, ein instabiles Umfeld oder wiederkehrende Überforderung im Alltag. Wenn gleichzeitig Unterstützung fehlt, kann sich dieser Stress verfestigen und langfristig den Umgang mit Gefühlen erschweren. Fachleute sehen darin einen möglichen Risikofaktor für die Entwicklung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung.
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung, kurz BPS, ist eine psychische Erkrankung, bei der vor allem Gefühle, Selbstbild und Beziehungen stark schwanken können. Betroffene erleben Emotionen oft sehr intensiv, haben häufig Angst vor Zurückweisung und reagieren in belastenden Situationen mitunter impulsiv.
Eine einzelne Ursache für Borderline gibt es nach heutigem Wissensstand nicht. Stattdessen entsteht die Persönlichkeitsstörung vermutlich durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu zählen frühe belastende Erfahrungen, genetische Veranlagung, neurobiologische Besonderheiten und psychosoziale Einflüsse.
Die Bildergalerie zeigt, welche Ursachen und Risikofaktoren für Borderline diskutiert werden.
- Online-Informationen der Berufsverbände für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland: Ursachen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung: https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/borderline-stoerung/ursachen/ (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen von MSD Manuals: Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD): https://www.msdmanuals.com/de/heim/psychische-gesundheitsstoerungen/persoenlichkeitsstoerungen/borderline-persoenlichkeitsstoerung-bpd (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen von DocCheck: Borderline-Persönlichkeitsstörungen: https://www.doccheck.com/de/detail/videos/1624-borderline-persoenlichkeitsstoerungen (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen der Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH: Borderline-Persönlichkeitsstörung: Von wegen lebenslänglich: https://www.spektrum.de/news/borderline-persoenlichkeitsstoerung-von-wegen-lebenslaenglich/1951726 (Abruf: 05/2026)
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