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Unklare Schmerzen bestehen weiter nach Wurzelbehandlung

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  • Unklare Schmerzen bestehen weiter nach Wurzelbehandlung

    Hallo,

    ich habe bereits seit über einem Jahr Schmerzen rund um den 16. Vor allem am Abend beim Auftreten und auch beim Bücken. Ein Polyp wurde in der Kieferhöhlenboden gefunden, aber dieser sei nicht ursächlich für meine Schmerzen, sondern eher der Zahn, der in meine Kieferhöhle hineinragt. Ursächlich war vermutlich Karies unter einen kleinen tiefen Füllung. Nachdem ich diese habe austauschen lassen war für zwei Wochen Ruhe. Anschließend begann es mit starken Schmerzen auf heiß und kalt. Der Zahn wurde abgeschliffen, damit er weniger belastet wird und die Füllung letztendlich nochmals ausgetauscht. Die Schmerzen wurden beim nochmaligen Füllungsaustausch nur noch schlimmer und ich habe mich für eine Wurzelbehandlung entschieden, obwohl der Zahn röntgenologisch nicht auffällig war. Bei der ersten Sitzung habe ich keinerlei Schmerzen gespürt. Die Zahnärztin meinte der Nerv hätte geblutet, aber es müsste schnell besser werden. Die Schmerzen haben sich lediglich verändert, mit einer Ibuprofen war es gut auszuhalten. Danach folgten drei weitere Sitzungen, die jedes Mal sehr schmerzhaft waren und ich habe jeweils zwei Spritzen gebraucht. In der letzten Sitzung wurde nach einem 4. Kanal gesucht, der letztendlich aber nicht aufzufinden war (Lupenbrille) und der Zahn wurde trotz Beschwerden mit Guttapercha (Feuerzeug) geschlossen. Eine Woche lang konnte ich nichts auf dem Zahn beißen, jedoch war der Schmerz bei Auftreten und Bücken sofort weg und nur noch rund um den Zahn zu spüren.

    Zwei Wochen und ein paar Ibuprofen später konnte ich wieder alles beißen, jedoch schmerzt der Zahn seitdem bei leichter Berührung, wie z.B. beim säubern mit Zahnseide oder beim vorbeikommen mit der Zunge, bei Unterdruck im Mund, sowie auch beim Kippen des Zahns. Auch der Schmerz beim Auftreten und Bücken kommt alle zwei Tage am Spätnachmittag wieder dazu, sodass ich am liebsten eine Ibu nehmen möchte und verliert sich über Nacht nahezu wieder ganz, darauf folgt dann ein komplett schmerzfreier Tag. Beim Ausspucken am Abend kann der Schmerz dann dem Zahn zugeordnet werden und in der Nacht spüre ich ein Ziehen beim Schlucken im Zahn, wenn die Zunge dagegen gedrückt wird (das ist tagsüber wieder weg bis zum Abend). Der Zahnarzt weiß nicht weiter und meint diese Beschwerden könnten auch von einer CMD auf der rechten Seite kommen und will mir deshalb eine Schiene machen. Vom Neurologen bekomme ich nun schon erfolglos seit zwei Wochen Gabapentin 300mg abends, da er denkt, der Gesichtsnerv könnte evtl. diese Beschwerden verursachen. Er rät keine Eingriffe mehr vornehmen zu lassen. Ein Endodontologe glaubt nicht daran und würde den Zahn komplett wieder aufmachen wollen, obwohl die Wurzelfüllung recht gut aussieht - er meint der palatinale Kanal könnte etwas breiter gemacht werden und ursächlich sein.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir einen Tipp geben könnten, was ich nun tun soll. Eine Revision kostet bestimmt einiges, eine CMD-Behandlung sicherlich auch und ich möchte einfach wieder schmerzfrei werden! Wenn es ein atypischer Gesichtsschmerz ist, bei dem der Zahn mitschmerzt, dann mache ich es durch eine Revision vielleicht nur noch schlimmer. Ich weiß wirklich langsam nicht mehr weiter - auf Röntgenbildern ist nichts zu sehen... Ich wäre Ihnen sehr dankbar.

  • Re: Unklare Schmerzen bestehen weiter nach Wurzelbehandlung

    Hallo,

    Ihre Situation ist aus der Ferne leider nicht zu beurteilen. Da Sie jedoch immer wieder das Röntgenbild erwähnen: bei einem mehrwurzligen Zahn können entscheidende Befunde auf einem klassischen Bild nicht zu erkennen sein. Im dem Abwägen der Ursachen und des Vorgehens könnte eine 3D-Aufnahme (DVT) des Zahns vielleicht etwas mehr Sicherheit für den nächsten Schritt geben. Ist allerdings auch eine Privatleistung (ca. 150-200€).

    CMD ist ein Überbegriff und beinhaltet alles und nichts. Ihrer Schilderung nach bezweifle ich, dass dies die Ursache ist. Zumal eine Knirscherschiene (ja, kann man mal probieren. Aber bei der langen Zeit ist das als Ursache eher unwahrscheinlich) nicht gleichzusetzen ist mit einer CMD-Behandlung.

    Die Medikamtente vom Neurologen brauchen ggf etwas länger, um Ihre Wirkung zu entfalten. Wenn es denn die Ursache sein sollte...

    Gruß Peter Schmitz-Hüser

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