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Wochenlange Probleme nach Revision der Wurzelbehandlung

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  • Wochenlange Probleme nach Revision der Wurzelbehandlung

    Hier mein Problem (ich versuche, mich kurz zu fassen):
    3 Wurzelkanäle im hinteren UK-Backenzahn rechts (Zahn 47) haben vor ein paar Wochen eine Revision bekommen (erste Wurzelbehandlung vor ca. 8 Monaten durch anderen ZA, zunächst ok, aber später hin und wieder Druckempfindlichkeit, die dann immer wieder wegging; wie mein ZA anhand der diversen Röntgenbilder (inkl. denen des Kollegen) sehen konnte, reichte die Füllung bei dem einen oder anderen Kanal nicht ganz bis in die Spitze, daher riet er zur Revision (zu dieser Zeit hatte ich gerade gar keine Beschwerden). Beim Entfernen der alten Füllung usw. stellte er fest, dass 1 oder 2 Kanäle nicht optimal aufbereitet waren.
    Als er dann die Vollendung der Aufbereitung vornahm (natürlich ohne Betäubung, da die Nerven ja weg sind), schmerzte es mehrfach kurz, vor allem beim letzten Mal (vor gut 3 Wochen). Es ist wohl einer von 2 sehr dicht nebengeinander liegenden Kanälen, der auf das "Stochern" immer mal wieder reagierte.
    Mein ZA sagte, das sei ein Nerv im Kiefer, der durch die Behandlung mit gereizt wurde. Leider hat dieser betroffene Nerv sich immer noch nicht beruhigt; ich war seitdem noch mehrmals beim ZA, um endlich den Schmerz loszuwerden, aber ohne Erfolg (er hat noch 2mal das Medikament gewechselt + wieder mit provisorischer Füllung verschlossen). Starke Schmerzmittel helfen ein bisschen, nachts ist immerhin weitgehend Ruhe. Insgesamt sind die Schmerzen schwankend, eine Mischung aus schrillem Zahnnervenschmerz und dumpfem Kieferschmerz, + zeitweise Druckgefühl im Zahn + Ausstrahlung auf die Umgebung. Gekaut habe ich auf der Seite seit Wochen kein einziges Mal (schon wegen der provisorischen Füllung). In unbetäubtem Zustand meist überempfindlich gegen Berührung (z. B. mit der Zunge) der Innen- oder Außenseite des Zahns.
    Mein ZA bleibt felsenfest dabei, dass es in den Zahnwurzeln keinen Nerv, Nervenrest oder gar weiteren Kanal gibt. Auch keine bakterielle Entzündung, sondern "nur" eine Reizung bzw. dadurch entstanden Entzündung im Kiefer. Ich kenne ihn seit über 20 Jahren und misstraue ihm normalerweise nicht, aber auf der Suche nach einer genaueren Erklärung für meine Beschwerden stoße ich immer auf die mehr oder weniger gleichen Informationen/Aussagen: Die Schmerzen nach der Behandlung klingen innerhalb weniger Tage ab (so war's auch bei der damaligen Behandlung gewesen); wenn nicht, ist da noch was vom Nerv übrig oder ein Kanal wurde übersehen.
    Das wäre also ein vierter Kanal im Zahn 47. Wenn ich mich richtig informiert habe, hat dieser aber normalerweise nur 3 Kanäle, auf 2 Wurzeln verteilt. Falls es doch ausnahmsweise 4 sein sollten, könnten es dann auch 3 in einer Wurzel sein?
    Oder kann es noch irgendeine andere Erklärung geben?
    Es ist nicht meine erste Zahn-OP und ich kann mich an sehr starke Schmerzen erinnern, die aber stets viel schneller nachgelassen haben.
    Daher bin ich nun sehr verunsichert: Besteht hier überhaupt noch Hoffnung?
    Bin für jeden Hinweis dankbar.

  • Re: Wochenlange Probleme nach Revision der Wurzelbehandlung

    Hallo,

    aus der Ferne ist das leider nicht zu beurteilen. Klingt für mich, als ob der Zahn überinstrumentiert worden wäre, also durch die Wurzelspitze in den Knochen. Das kann passieren, ist jedoch nur eine Möglichkeit.

    Wie wurde die Behandlung denn durchgeführt? Kofferdam, optische Vergrößerung (Lupe, Mikroskop?), wie wurde die Länge bestimmt (Röntgen, Messgerät?)?

    Werden Sie jedoch nicht zu misstrauisch, wie es Ihr Hinterfragen der Kanalanzahl vermuten lässt (die Natur ist Variantenreich http://www.transparentmacher.de/)

    Gruß Peter Schmitz-Hüser

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    • Re: Wochenlange Probleme nach Revision der Wurzelbehandlung

      Hallo Racine,
      ich stehe vor dem selben Problem nur ist es der letzte Backenzahn im Oberkiefer.
      Der ist damals schon wurzelbehandelt worden und letzte Woche am Montag waren die Schmerzen so schlimm, das mir mein ZA Antibiotoka verordnet hat aber heute nach circa einer Woche Medikament kommt er wieder der Schmerz. Mein Zahnarzt sagt aber das sich nicht lohne eine Revision machen zu lassen.

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      • Re: Wochenlange Probleme nach Revision der Wurzelbehandlung

        Danke für Ihre Antwort.

        ,

        Klingt für mich, als ob der Zahn überinstrumentiert worden wäre, also durch die Wurzelspitze in den Knochen. Das kann passieren, ist jedoch nur eine Möglichkeit.
        Das sagt mein Zahnarzt auch, aber irgendwie fühlen sich die Schmerzen oft nach mehr als Kieferschmerzen an.

        ,Wie wurde die Behandlung denn durchgeführt? Kofferdam, optische Vergrößerung (Lupe, Mikroskop?), wie wurde die Länge bestimmt (Röntgen, Messgerät?)?
        Was genau im Einzelnen gemacht wurde, weiß ich nicht. Jedenfalls wurde der Zustand der Wurzelkanäle vor der Revision anhand diverse Röntgenbilder ermittelt, d.h. von verschiedenen Seiten, Aufnahmen von vor und nach der ersten Wurzelbehandlung, also mit und ohne Füllung.

        Mittlerweile habe ich für eine Woche nochmal ein anderes Medikament (die Sorte, die sehr stark nach Zahnarztpraxis durchschmeckt) bekommen + darauf eine - wenn ich das richtig verstanden habe - nicht ganz so dichte prov. Füllung (um den Druck rauszunehmen), danach wurde es bald besser, der schrille Schmerz (der sich sehr nach Zahnnervenschmerz anfühlt) ging weg und übrig blieb der typische Kieferschmerz, der nach ca. 5 Tagen so gut wie weg war. Nach Ablauf der Woche habe ich wieder eine "normale" prov. Füllung gekriegt und nächste Woche soll dann die richtige Wurzelfüllung endlich rein. Aber ich bin noch nicht sicher. Nach der letzten Behandlung (gestern) haben die Schmerzen wieder etwas zugenommen. Also nehme ich wieder Schmerzmittel, in der Hoffnung, dass es sich dann doch in einen paar Tagen wieder beruhigen wird. Oder liegt es doch an dem wieder erhöhten Druck im Zahn?
        Wie dem auch sei, nächste Woche muss etwas passieren (Urlaubsreisen nahen auch), d.h. entweder der Zahn hat sich beruhigt und kriegt die Wurzelfüllung (in der Hoffnung, dass er sie verträgt) oder ich lass ihn ziehen.

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        • Re: Wochenlange Probleme nach Revision der Wurzelbehandlung

          P.S. Ich habe mittlerweile doch mal nachgesehen: "Kofferdam" wurde nicht benutzt.
          Mein ZA meinte zu den jeweiligen Schmerzen bei der Behandlung, dass diese ein gutes Zeichen seien, da das hieße, dass er ganz unten (also an der Spitze) angekommen sei. Bezügl. der anhaltenden Schmerzen erwähnte er allerdings auch die Möglichkeit bzw. das Risiko einer Knochenhautentzündung. Was mich aber dennoch am meisten irritiert, ist die Tatsache, dass letzte Woche die "weniger drückende" Füllung nach und nach zu einer Beruhigung geführt hat und der erneute Druck jetzt wieder zu mehr Schmerzen führt. Irgendwie fällt mir nichts anderes mehr ein, als daraus zu schließen, dass der am meisten betroffene Nerv nicht im Kiefer, sondern im Zahn sitzt. Daher eben die Frage, ob es nicht doch noch einen gut versteckten 4. Kanal geben könnte.

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          • Re: Wochenlange Probleme nach Revision der Wurzelbehandlung

            Wenn der Zahnarzt keinen Kofferdam bei der Wurzelbehandlung benutzt hat, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass die gesamte Behandlung nicht nach heutigem Gold Standard durchgeführt wurde. Sprich, die Möglichkeiten einer Wurzelbehandlung sind noch nicht ausgereizt. Vielleicht kann Ihnen ein Spezialist weiterhelfen.

            Gruß Peter Schmitz-Hüser

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